Warum ist das Gesetz von Boyle und Mariotte für Taucher so wichtig?

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Weil ein Taucher im Wasser unterschiedlichen Druckverhältnissen ausgesetzt ist. Durch das "Gesetz von Boyle und Mariotte" kann man diese Vorgänge erklären und berechnen.

Das Gesetz: "Bei gleich bleibender Temperatur ist das Produkt aus Druck und Volumen stets konstant." Anders ausgedrückt: verkleinert sich das Volumen etwa durch Kompression (also bei zunehmender Tauchtiefe), steigt der Druck.

Auswirkungen beim Tauchen Vor allem beim Tauchen mit dem Tauchgerät (PTG) sind die Wirkungen des Druckes erheblich. Ein Taucher spürt die Druckzunahme zuerst in den Ohren. Hier muss er beim Abtauchen aktiv den Druckausgleich im Mittelohr herstellen. Das gleiche gilt für den abgeschlossenen Raum in der Tauchmaske und, wenn er mit einem Trockentauchanzug taucht, auch für den Raum innerhalb des Anzuges. Macht er keinen Druckausgleich, läuft der Taucher Gefahr ein Barotrauma zu erleiden. Hat der Taucher die gewünschte Tiefe erreicht, ist die Gefahr, die von den unterschiedlichen Drücken und Volumen ausgehen aber noch nicht gebannt. Schließlich steht noch der Aufstieg und damit die Druckreduzierung auf dem Weg zur Oberfläche an. Eine große Gefahr ist vor allem ein zu schneller und unkontrollierter Aufstieg. Meistens hervorgerufen durch eine Atemnot-Situationen, die glücklicherweise selten vorkommen. Schießt ein Taucher in Panik dann tatsächlich nach oben, wird nicht selten vergessen, auszuatmen. Ein verheerender Fehler, da sich das Atemgas in den Lungen auf dem Weg nach oben drastisch ausdehnt und zu einem Lungenriss führen kann.

Schöne Zusammenfassung auch hier: http://www.scubanova.de/praktische-physik-fur-den-taucher.html#boyle

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