Warum ist das Balancieren auf einem Bein mit geschlossenen Augen und Blick nach oben so schwer?

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3 Antworten

Ich habe gehört,dass es am Zusammenspiel der Gleichgewichtsorgane, die Ohren, und des Visualisieren liegt. Verliert man z.B. eines seiner Lageorgane wird es einem sehr schwindelig. Diese bestimmen mit, ob man aufrecht steht oder ob man liegt etc. "Augen zu" Übungen sind hervorragend für die Koordination und die Orientierung im Raum.

Der Mensch ist es gewohnt, alle Informationen für seine Balance über die Augen zu bekommen, in dem er beim Wackeln des Körpers die Ortsveränderung optisch erfasst, und durch entsprechende Ausgleichsbewegungen kompensiert. Wenn diese optische Informationsquelle wegfällt, bleiben nur noch die Fußsohlen, um eine Ortsveränderung des Körpers festzustellen. Dies ist zwar möglich, aber der Mensch ist es nicht gewohnt. Ganz besonders nicht, wenn man nur noch auf einem Bein steht. Durch häufiges Üben dieser Situation kann man sich diese Fähigkeit immer mehr und mehr aneignen, und es wird Dir im Laufe der Zeit immer länger gelingen das Gleichgewicht zu halten. Dies ist übrigens eine super Übung zur Stärkung der kurzen Rückenmuskulatur zwischen den einzelnen Wirbeln, und somit sehr rückenfreundlich.

Es liegt an dem Dreh- und Lagesinn des Menschen. Diese sind Bestandteil des Innenohrs. Die Bogengänge sind mit Flüssigkeit gefüllt und sind für den Drehsinn verantwortlich. Die Vorhofsäckchen sind für den Lagesinn verantwortlich. Über das Auge erhalten wir viele Informationen eben über unsere Lage z.B. aufrechten Stand. Dies wird mit den Informationen vom Innenohr abgeglichen und deshalb können wir ohne zu wackeln stehen. Schließt man die Augen fehlen diese Informationen und der Gleichgewichtssinn muss neu abgeglichen bzw. geübt werden. Deshalb das Wackeln.

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