Warum haben Rennräder die Schaltung in der Mitte?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du meinst mit "Mitte" die beiden Hebel am Unterrohr? Das gibt es nur noch bei älteren Rennrädern. Seit vielen Jahren gibt es diese Rahmenschaltungen nicht mehr, zumindest nicht mehr neu.

Mittlerweile werden Schaltwerk und Umwerfer mit in die Bremsgriffe integrierte Hebel geschaltet. Dabei ist das Konzept bei jedem Hersteller anders.

Bei Campagnolo gibt es einen Daumenknopf (schaltet auf kleineres Ritzel oder Kettenblatt) und einen kleinen Hebel (schaltet auf größeres Ritzel oder Kettenblatt) hinter dem Bremshebel.

Bei Shimano gibt es einen kleinen Hebel hinter dem Bremshebel ohne Daumenknopf. Hier schaltet der kleine Hebel auf ein kleineres Ritzel oder Kettenblatt. Wird der kleine Hebel gemeinsam mit dem größeren Bremshebel betätigt, dann geht es auf ein größeres Ritzel oder Kettenblatt.

Bei SRAM wird alles mit dem schwenkbaren Hebel hinter dem Bremshebel geschaltet, je nach Bewegungstiefe geht es nach oben oder unten.

Dass die Betätigung bei IndoorBikes nach wie vor am Rahmen erfolgt, hat sicher mit dem geringeren Aufwand der Verlegung der Züge und der einfacheren Konstruktion der Schalthebel zu tun. Hier ist die Gefährdung geringer, wenn man die Hand vom "Lenker" nimmt, schließlich fährt man ja nicht auf der Straße. Außerdem hat man hier durch die fehlenden Hebel am "Lenker" mehr Griffpositionen.

Nun, da hast du aber noch ein Altertümchen von Rennrad. Wie die Vorschreiber schon angemerkt haben ist die Schalteinheit in der Mitte des schrägen Oberrohres Vergangenheit. Im Laufe der Jahre hat sich das Bremsschaltsystem dahingehend orientiert das über die Bremsgriffe bzw. einen kleine Hebel hinter dem Bremsgriff geschaltet wird, was auch wesentlich angenehmer ist da beim Schaltvorgang die Hand nicht mehr vom Lenker genommen werden muß und so auch ganz bequem am Berg oder während einer Tempofahrt geschaltet werden kann.

Was möchtest Du wissen?