warum darf man nicht ein 42km training laufen um eine marathon zu vorbereiten?

3 Antworten

Außerdem steigt die Regenerationszeit auch sehr stark bei so extrem langen Läufen an. Also für einen Marathon brauchst du schon Wochen um dich zu erholen für einen Halbmarathon meistens weit weniger. Außerdem kannst du dir meist sicher sein, dass wenn du die 30 km knackst der Marathon meistens auch klappt, da die Motivation viel größer ist.

Ich denke auch das eben die 30 bis 33 km für eine Marathonvorbereitung völlig ausreichen. Ich selbst war bei der letzten Vorbereitung - 2 Wochen vor dem Marathon - nochmal die 33 km gelaufen und es war richtig super gelaufen. Am nächsten Tag hatte ich noch nicht einmal Muskelkater oder Ermüdungen, dennoch habe ich einen Regenerationstag eingelegt. Auch nach meinem Marathon war ich nach zwei Wochen wieder fit. Ob ich das aber auch wäre, wenn ich die komplette Distanz von 42 km in der Trainingsvorbereitung laufe, wage ich mal zu bezweifeln. Denn wie hier schon von meinen Vorrednern angesprochen: je länger der Trainingslauf ist, desto länger benötigt man auch für die Regeneration.

Hallo veronique,
pooky hat das ja schon sehr gut erläutert. Ich würde allerdings nicht direkt sagen, dass man das beim Training nicht darf. Man sollte das allerdings nicht direkt vor einem Wettkampf machen, weil man dann halt u.U. zu müde im Wettkampf ist.

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Nebenbei ist das natürlich auch eine Belastung, die ein Risiko für die Gesundheit darstellt. Man sollte sich also schon überlegen, ob das sinnvoll ist.

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Auf der anderen Seite kann man, wenn man ein wenig Erfahrung hat, auch mehrere Marathonläufe in relativ kurzer Zeit laufen - da ist dann u.U. ein Wettkampf auch gleichzeitig Training für einen anderen Wettkampf.

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Ist aus Trainingssicht zwar nicht unbedingt optimal. Aber wenn's Spaß macht und man sich genug Ruhe und Erholung zwischen den Läufen gönnt sollte das auch kein Problem sein.

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In diesem Sinne,
Euer Krisch

Das liegt daran, dass der Körper eine gewisse Zeit zur Regeneration braucht. Logischerweise ist diese kürzer, je kürzer auch die Distanz ist. Um sich von einem Marathonlauf über 42,195 Kilometer zu erholen, braucht ein normal trainierter Hobbysportler mehrere Wochen.

Daher sollte man im Zuge der Vorbereitungen zwar lange Strecken laufen, aber eben nicht die volle Marathondistanz, damit der Körper nicht schon während der Vorbereitungszeit verausgabt wird. Um den Körper dennoch an einen bevorstehenden Marathonlauf vorzubereiten, werden Läufe über zwei Drittel der Marathondistanz, also rund 30 Kilometer empfohlen. Hier ist die Erholungszeit ausreichend kürzer, so dass man sich noch weiter effektiv auf den Marathon vorbereiten kann.

Es gibt mehrere Gründe, warum man im Training nicht den kompletten Marathon laufen sollte:

  1. ein Marathon, gerade für einen Anfänger, ist eine Grenzbelastung. Die Regenerationszeit ist viel zu lang und unterbricht das Training.

  2. Die Stoffwechselumstellung im Marathon. Der Körper gewinnt Energie aus Glykogen und aus Fett. Die Glykogenvorräte reichen so etwa bis km 35. Läuft man diese oder längere Strecken, stellt der Körper sich auf Fettverbrennung um. Dieses Gefühl sollte man nicht im Training haben. Durch lange ruhige Läufe bis ca. 30-32 km bereitet man den Fettstoffwechsel auf diese Belastung vor. Das genügt.

  3. Die Trainingsdauer. Länger als ca. 3 h bis 3:15 h sollte man nicht im Training laufen, da bei längeren Läufen Ermüdung und Verletzungsgefahr überproportional ansteigen. Es schadet mehr, als der zusätzliche Effekt nützt. Es macht mehr Sinn als langen Lauf 30 km zu laufen und dann nach einem Pausentag weiter zu trainieren, als nach 42 km die nächste Woche ziemlich platt zu sein, d. h. nicht normal trainieren zu können.

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