Verläuft die Rekrutierung bei schnellen Muskeln schneller?

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2 Antworten

Bei schnellen Muskeln? innerhalb des FT- Typus?

Das kommt darauf an zB welche Belastung,welches Gewicht usw. nicht generell zu beantworten.

Prinzipiell

Von Wdh zu Wdh u. fortschreitender Ermüdung nimmt die Anzahl der
rekrutierten motorischen Einheiten (m.E) u. somit auch die Fasern (
nach dem Gössenordnungsprinzip von ST-->FT) ) zu

... dh die Fasern wechseln sich zunächst ab u. werden zeitversetzt rekrutiert (Prinzip der umlaufenden Rekrutierung) mit weiter voranschreitender Ermüdung u. Kraftafwand wird die Entladefrequenz/Feuerrate immer höher u. schnelle wird..,weitere Kraftsteigerungen  erfolgen über die Entlade bzw Feuerrequenz.


Kommt es zu einem Abfall der Kraft (bei gleicher Last) werden mE mit hohem Schwellenwert (FT) hinzugeschaltet indem sie ihren Rekrutierungsschwellenwert herabsetzen und FT-mE auch bei niedriger Intensität u.Gewicht bis zur Erschöpfung (u.a Energiemangel) aktiv sind.

Das ZNS erzeugt für hochfrequente Impulse, dich sich aufummieren u. sich überlagern.
Bei höher von 85% der Max.Kraft sind alle Fasern aktiv, danach geht es nur noch über die Feuerfrequenz/Feuerrate.(dieselbe Faser kommt öfters zum Einsatz wobei je nach Typ diese unterschiedlich ist..ST am Anfang häufiger u.FT um Schluss)

dh eine ausreichende Spannungsdauer ist essentiell damit alle mE erschöpft sind und eine optimale Reizsetzung gewährleistet ,ist.ein hohes Rm alleine nicht ausreichend um zB eine optimale Hypertrophie-Reizsetzung auszulösen.

Die Reihenfolge wird prinzipiell immer beibehalten (vom aufubringenden Kraftaufwand  u.Winkel  abhängig) zB bei hohen Lasten die explosiv bewegt werden müssen wo ST u. FT ihren Schwellenwert herabsetzen u.fast zeitgleich rekrutiert werden.

allerdings kann die Reihenfolge bei exentrischer Kraftproduktion  für spez.motorische Aufgaben die Reihenfolge unter Umständen abweichen.

Die Klassifizierung in ST,FTO;FTG ist sehr grob gestaltet weil innerhalb des Fasertypus eine (je nach Dauer der Belastung) eine Verschiebung stattfindet dh es gibt jede Menge Untergruppierungen sog.Hybridfasern.die sich je nach Belastung in alle Richtungen zum gewissen Anteil,verändern können.

zzgl ist der prozent.Fächenanteil innerhalb des Muskels zwischen FT/ST massgebend u.nicht nur die Anzahl!

Gruss S.

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„Rekrutierung“ heißt, eine motorische Einheit (mE) bekommt vom Zentralnervensystem (ZNS) eine Salve von Nervenimpulsen, die die mE zu einer Kontraktion anregt. Gemäß dem Henneman’schen Rekrutierungsprinzip entscheidet das ZNS, ob zur Erledigung einer motorischen Aufgabe die Rekrutierung derjenigen Muskelfasern ausreichen, die zum langsamen Typ gehören, oder ob auch die Rekrutierung von mE eines schnelleren Typs notwendig ist. Dies geschieht auf der Basis von Programmen, die in den motorischen Zentren
des ZNS angelegt und entweder angeboren oder erlernt sind.

Bei der Beurteilung des Geschehens ist neben der unterschiedlichen Kontraktionsgeschwindigkeit der Fasertypen auch die unterschiedlich Kontraktionszeit zu berücksichtigen, das ist diejenige Zeit, die vom Eintreffen des Nervenimpulses am Muskel bis zur Erzeugung des maximalen Kontraktionszustandes der Muskelfasern vergeht. Diese Kontraktionszeit beträgt bei den langsamsten Fasertypen etwa 0,14s,
bei den schnellsten etwa 0,06s.

Hinzu kommt, dass die schnellen Muskelfasern durch dicke motorische Nerven rekrutiert werden, die den Nervenimpuls schneller leiten als die dünneren motorischen Nerven, die die langsamen Muskelfasern rekrutieren.

Damit ist deine Frage beantwortet:
Natürlich ist Rekrutierung der schnellen Fasern schneller, weil der
Nervenimpuls schneller beim Muskel ankommt, die Zeit bis zurm maximalen
kontraktionszustand kürzer und zusätzlich die erzeugt  Bewegungsgeschwindigkeit höher ist. Aus diesem Grund wäre es bei einem Karate-Schlag unökonomisch, andere Fasertypen als ausschließlich die schnellsten zu rekrutieren, weil die langsamsten Typen erst dann maximal aktiviert wären, wenn der Schlag schon längst vorbei ist.

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