Verkürzen sich Muskeln auch durch Nichtbeanspruchung

4 Antworten

Muskeln werden durch Krafttraining nicht verkürzt. Durch Krafttraining erhöht sich die Anzahl der parallel längs durch den Muskel verlaufenden Muskelfasern (Myofibrillen). Das nennt man Querschnittszunahme des Muskels (= Hypertrophie). Da die Myofibrillen auch elastische Moleküle (Titinfilamente) enthalten, erhöht sich durch Krafttraining zwangsläufig auch die Anzahl der parallel verlaufenden elastischen Elemente. Dadurch erhöht sich die passive elastische Spannung des ruhenden Muskels, etwa so, als würde man die Anzahl der Gummizüge in einem Expander erhöhen. Die Folge ist, dass der (hypertrophierte) Muskel einer Dehnung einen größeren passiven Widerstand entgegensetzt. Man hat den Eindruck (aber nur den Eindruck!), der Muskel wäre weniger elastisch bzw. kürzer (s. Expander). Da die elastischen Elemente (die Titinfilamente) einen festehenden molekularen Aufbau haben, können sie in ihrer Länge nicht variieren oder, wie sporticus meint, an Elastizität verlieren, d.h. die "Beweglichkeit" (= Verschiebbarkeit) der Aktin- und Myosinfilamente bleibt immer konstant. Bei Nichtbenutzung verliert der Muskel mit der Zeit an Querschnitt, d.h. die Anzahl paralleler Myofibrillen nimmt ab. Der Muskel setzt zwangsläufig einer Dehnung weniger Widerstand entgegen. Seine Länge verändert er aber nicht notwendigerweise. Wird er aber über Tage bis Wochen in eine Schonhaltung gezwungen, etwa durch einen Gipsverband, kann er seine Länge verändern, je nachdem, ob er in einer gedehnten Position (dann wird er länger) oder in einer entdehnten Positionn (dann wird er kürzer) verharren muss. Ein Bisschen viel aufeinmal????

Da ist was dran. Ein gutes Beispiel ist die Brustmuskulatur. Durch nach vorne gebeugtes, nicht ganz aufrechtes Sitzen fallen die Schultern nach vorne, die Burstmuskulatur verkürzt im Laufe der Zeit, was zu Haltungsschäden führen kann. Deshalb immer wieder die Brustmuskulatur regelmäßig dehnen, und vor allem richtig und gesund am Schreibtisch vor dem Computer sitzen ;-)

Hallo ginelli, ja, da ist schon was dran. Es kann sein, dass die elastischen Einheiten an Elastizität verlieren. Die Aktin- und Myosinfilamente können nicht mehr so weit auseinandergezogen werden Sprich, sie sind nicht mehr so beweglich und der Muskel kann sich verkürzen. Dies kann über die Sehne auch auf den Knochen und somit eventuell auf die Haltung übertragen werden.

Regenerationszeit durch richtige Ernährung verkürzen... ????

Seit etwa sechs Monaten mache ich mittlerweile schon Krafttraining. Im Durchschnitt Trainiere ich dreimal in der Woche für etwa 150 min. Ich habe vor das in den nächsten drei Monaten auch weiterhin so zu machen, jedoch würde ich meine Muskeln während der Regenerationszeit gerne unterstützen. An Schlaf mangelt es mir nur bedingt, den Faktor kann man also schon mal als erfühlt ansehen. Ich weiß allerdings nicht ob ich meinen Körper auch durch die richtige Ernährung behilflich sein kann. Nun ist die Frage wie ich die Regenerationszeit verkürzen kann sei es nun durch Ernährung oder andere Faktoren von denen ich noch nichts gehört habe. Vieleicht ist es auch hilfreich für euch zu wissen das ich 16 bin und weiblich. Es ist mir sehr ernst mit diesem Thema und ich bedanke mich für die Antworten. :)

Nebenbei erwähnt ich habe kein Interesse an Steroiden oder Ähnlichen ich will meine Muskeln aus eigener Kraft heraus stärken.

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