Unterschied zwischen Springsitz und leichten Sitz im Reitsport?

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Leichter Sitz

Beim Leichten Sitz geht der Reiter mit dem Gesäß etwas aus dem Sattel, um den Rücken des Pferdes zu entlasten und besser ausbalancieren zu können, und beugt sich leicht vor, um seinen Schwerpunkt mit dem des Pferdes koordinieren zu können. Der Leichte Sitz wird meist im Galopp im Gelände angewandt, kann aber auch auf sehr unebenen oder tiefen Strecken im Trab angewandt werden! Dabei ist es wichtig, das Gesäß über dem Sattel in Position zu halten und den Oberkörper etwa parallel zum Pferdehals mitschwingen zu lassen. Ist der Reiter unsicher im leichten Sitz, so versucht das Pferd durch vermehrtes Untertreten unter das Gewicht des Reiters die Balance zu halten, um seinerseits nicht umzufallen, dadurch kann es zu einem Anstieg des Tempos im Trab oder Galopp kommen. Für Anfänger ist er allerdings noch nicht geeignet, da sie schnell einmal das Gleichgewicht verlieren. Der Leichte Sitz ist eine gute Übung für den Springsitz.

Springsitz

Der moderne Springsitz resultiert aus der Springweise des italienischen Rittmeisters Federico Caprilli. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Caprilli im Gegensatz zum bis dahin üblichen, nach hinten geneigten Springsitz, den nach vorn geneigten Springsitz. Dieser neue Springstil gab dem Pferd mehr Freiheit in der Bewegung, war allerdings für den Reiter insbesondere bei der Landung und bei Verweigerungen riskanter; im alten Springstil wurde der Oberkörper zurück und die Beine nach vorne genommen, so dass der Reiter bei der Landung stabilen Stand hatte. Der Springsitz gleicht dem Leichten Sitz, allerdings sind die Steigbügel kürzer verschnallt und der Reiter beugt sich tiefer übers Pferd.

mfg Christoph

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