Unterschied Kraulen Schwimmbad - Meer???

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Technik ist die gleiche, nur kommt das Orientieren noch dazu. Entweder integriert in den Kraularmzug oder über Wasserballkraulzug oder wie auch immer du es kannst. Du schwimmst einen Kurs, der mit Bojen markiert ist. Denen solltest du folgen. Das kann ein Dreiecks- Vierecks- oder anders abgesteckter Kurs sein.

Die Bojen solltest du - je nachdem wie gut du schwimmst, entweder so eng nehmen wie möglich oder gut Platz lassen. Wenn du allen davon schwimmst, kannst du sie eng nehmen. Wenn du im Hauptpulk schwimmst, solltest du sie etwas weiter nehmen und dir die Schlägereien ersparen.

Das Wasser ist wahrscheinlich kälter als im Schwimmbad => Neoprenanzug. Der wiederum verändert die Wasserlage. Gut für schlechte Schwimmer (mit schlechter Wasserlage), weniger gut für gute Schwimmer (mit guter Wasserlage). Andererseits gibt es auch Langstreckenschwimmen im 30°C warmen Meerwasser - das führt gern zur Überhitzung und Kreislaufkollaps im Wettbewerb. Sollte bei 500m aber kein Problem darstellen...

Im Wasser kannst du draften, d.h. entweder du hängst dich direkt hinter einem Konkurrenten in seinen Wasserschatten oder daneben. Das spart Kraft.

Du hast entweder einen Landstart, Wasserstart oder Pontonstart (oder ähnliches). Der Pontonstart kommt noch dem Schwimmstart in der Halle am nächsten. Allerdings hast du in den meisten Fällen einen Massenstart = alle Teilnehmer starten gleichzeitig.

Im offenen Meer hast du Strömungen und Gezeiten. Je nachdem, in welchem Meer du schwimmst, kannst du auch die ein oder andere Bekanntschaft mit Haien machen - das gibt einen Adrenalinstoss ;o) Wasserverschmutzung ist ein weiteres Thema.

Beim Ausstieg läufst du aus dem Wasser in die Wechselzone. Größere Dichte des Salzwassers = verbesserter Auftrieb, aber auch etwas größerer Krafteinsatz im Armzug (anderes Wassergefühl). Wellengang wurde schon erwähnt.

Je nach Wetter eine entsprechende Schwimmbrille auswählen (klar oder dunkel getönt/verspiegelt).

Viel Spass und Erfolg.

Auch wenn es jetzt zu spät ist, wollte ich trotzdem was dazu schreiben.

Es ist ein sehr großer Unterschied zwischem dem Schwimmen im Bad oder im Freiwasser. Meines erachtens ist der Unterschied ob See oder Meer nicht sehr erheblich, wenn es nicht gerade starken Wellengang gibt. Die Orientierung im Freiwasser ist wirklich anders. Während man beim Schwimmen auf der Bahn ständige Kontrolle über seine Richtung hat durch die Bahnen auf den Boden und eine sehr gute Sicht, ist dies im Freiwasser nicht gegeben. Hier sieht man je nach Trübung gerade mal seine Hand beim Eintauchen. Im Bad hat man meistensine Bahn für sich oder man schwimmt hintereinander. Bei der Freiwasserwettkämpfen werden Massenstarts ausgeführt. Hier ist kurz nach dem Start die Rangelei um die besten Plätze am Gange, hier kann es schon mal sehr eng werden, Wer hier zurücksteckt kann die verlorene Zeit beim Schwimmen nicht mehr aufholen.

Der Schwimmstil in der See ist auch leicht anders, es ist immer wieder zu sehen das Schwimmer die nicht auf die Richtung achten völlig schief schwimmen. Jeder hat hier draußen eine andere Methode ich bevorzuge die Methode jeden zweiten rechten Atemzug (3er Schlag) nach der Atmung nach vorne zu guggen um die Richtung einschätzen zu können.

Hallo, mittlerweile sind die 500m geschwommen - das Meer war spiegelglatt und klares Wasser und da viele Frauen mitgeschwommen sind, gab es keine der üblichen Rangeleien :-) Ich hab mich an den Bojen und den den Vorderschwimmern orientiert und hatte tatsáchlich das Gefühl, irgendwie besser, oder leichter im Wasser zu liegen - hat Spass gemacht! Vielen Dank an Alle für die hilfreichen Antworten.

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Hi,

Meerwasser ist salzhaltig und weist daher eine höhere Dichte auf als das Wasser in normalen Schwimmbädern. Die Folge für Schwimmer ist, dass das Meerwasser sie besser trägt und man schneller vorwärts kommt – und zwar jeder, egal ob er eine gute oder schlechte Wasserlage hat.

Da Du immer oben schwimmst, ist ein evtl. hoher Wellengang egal – Du wirst ihn kaum spüren. Auch um die Orientierung brauchst Du Dir keine Gedanken machen, die Schwimmer werden in der Regel von Booten flankiert und die Strecke wird mit Bojen markiert. Auch wird der Veranstalter eine Strecke ausgesucht haben, auf der keine Strömungen zu befürchten sind. 500 m sind in wenigen Minuten herunter gerissen, da wird nicht allzu viel passieren - knall sie einfach runter!

Gewöhnungsbedürftig ist nur der salzige Geschmack, denn Du wirst wohl oder übel Meerwasser in den Mund bekommen. Eine ungefähre Vorstellung kannst Du davon bekommen, wenn Du zu Hause Salz in einem Wasserglas auflöst und damit gurgelst ;-)

Viel Erfolg! Blue

Problematisch kann der Wellengang werden, wenn er entsprechend hoch ist...ansonten können strömungen probleme bereiten, aber ich denke der Veranstalter wird ein teilstück vom Meer ausgewählt haben an dem es "normale" Bedingungen hat! Von der Technik kann ich dir leider nichts sagen, weil ich selbst kein schwimmer bin!

Jap, die Molekulare Dichte aufgrund des Slazes ist höher, dh du hast bei jedem Armzug einen größeren Widerstand, dh du kannst "mehr Kraft" entwickeln, als im Schwimmbadwasser! Die Angriffsfläche für deine Hand erhöht sich! Netter Nebeneffekt des Salzes ist, dass du eine bessere Wasserlage bekommst! :-)

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