Training Superkompensation

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Oft wird die Superkompensation im Sport auf die erhöhte Leistungsfähigkeit mit der ansteigenden Kurve dargestellt, wo man dann auf einem erhöhten Level weiter machen kann. Das ist Irreführend. In Wirklichkeit bezieht sich die Kurve, die in der Sportliteratur (u.a. bei Weineck) verwendet wird, auf die erhöhte Bereitstellung der Glykogenspeicher der Leber und Muskulatur nach Ausschöpfung der Kohlehydratspeicher. Das wird angewandt bei Langstreckenläufen, die "leeren" sozusagen 3 Tage durch verminderte Kohlenhydrate die Speicher, dann erfolgt ein wiederauffüllen durch Zufuhr von Kohlenhydraten in Form von Nudeln und Reis etc. Dadurch hat man einen erhöhten und voll aufgefüllten Speicher und hat mehr Energie zur Verfügung. Die Nudelpartys vor einem Marathonlauf sind ein Beispiel dafür. Alles andere nennt man Adaption, d.h. der Körper mit seinen Gelenken und Organen paßt sich auf lange Sicht durch Training an ein erhötes Niveau an. D.h. der Knorpel wird fester, der Energiespeicher größer, die aerobe- und anaerobe Schwelle gesteigert. Der Muskel wird dicker u,s,w, Das geht alleine durch Superkompensation nicht auf Dauer. Adaption und Superkompensation gehen zeitversetzt nebenher. Die Kollegen haben die ergänzenden Antworten dazu, ich hoffe mein Beitrag bringt Dich auch weiter.

Vielen Dank. Ich habe es jetzt verstanden. Das ist sehr wichtig für mich, da ich mich in der Literatur sehr veriert habe. Ich hätte tatsächlich was anderes in der Prüfung erzählt. Vielen vielen Dank nochmal :)

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Ohne Superkompensation keinen Fortschritt in der Leistung. Die Superkompensation besagt, dass nach einem Reiz, der dem Organismus zu verstehen gibt, dass die bisherigen Ressourcen nicht ausreichten, der Körper bestrebt ist, "aufzurüsten", um bei neuerlichen Anstrengungen besser gewappnet zu sein. Superkompensation bedeutet wörtlich übersetzt "überschüssige Wiederherstellung". Wichtig ist dabei, dass der gesetzte Reiz die Reizschwelle überwindet, um die besagten Abläufe in Gang zu bringen. Nach dem Ablauf des Superkompensationszyklus ist der Körper also leistungsfähiger als zuvor. Das veranschaulicht die sogenannte "Superkompensationskurve"

Vielen Dank für die Antwort. Ich komme leider immer noch durcheinander weil viele von einer Glykogenauffüllung reden und das Prinzip der überkompensation laut Doppelblindstudiien nur auf einen psychischen Effekt ruht. Bitte um Hilfe weil es sehr wichtig ist für einen Prüfung.

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Der Begriff der Superkompensation stammt ursprünglich aus der Regelungstechnik und bedeutet einen „Überausgleich“: Nachdem nach einer Störabweichung der zu regelnden Größe das Regelsystem die Abweichung beseitigt hat, schießt der Istwert etwas über den Sollwert hinaus, um sich dann wieder auf den Sollwert einzupendeln. Viele biologische Systeme reagieren nach diesem Prinzip.

Wirkt auf den menschlichen Organismus ein Trainingsreiz, sinkt während des Trainings die Leistungfähigkeit ab (s. Bild 1), um in der folgenden Regenerationsphase die ursprüngliche Leistungsfähigkeit wieder anzustreben. Dabei schießt die Leistungsfähigkeit etwas über den Ausgangswert hinaus (Phase der Superkompensation), um danach auf den Ausgangswert abzusinken.

Zeitpunkt und Ausdehnung der Superkompensationsphase haben für die planmäßige Leistungsverbesserung durch Training eine besondere Bedeutung. Kommt der zweite Trainingsreiz zu spät (nach Abklingen der Superkompensation, Bild 2, oben), war das Training erfolglos. Nur dann, wenn der zweite Trainingsreiz in die Phase der Superkompensation fällt, ergibt sich eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit (Bild 2, mitte). Kommt der zweite Trainingsreiz zu früh, bzw. fällt er in die Phase der Regeneration, kann sich sogar eine Verschlechterung der Leistungsfähigkeit ergeben (Bild 2, unten).

Bild 1: Superkompensation a - (Training, Superkompensation) Bild 2: Superkompensation b - (Training, Superkompensation)

Vielen Dank für die Antwort. Ich komme leider immer noch durcheinander weil viele von einer Glykogenauffüllung reden und das Prinzip der überkompensation laut Doppelblindstudiien nur auf einen psychischen Effekt ruht. Ist die Glykogenauffüllung was anderes als das Prinzip wie im Schema?

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@nunu83

Das von mir dargestellte Schema ist ein generell gültiges Prinzip der biologischen Regelung, in der biologischen Wissenschaft auch als „Weigert's law of supercompensation“ bekannt. Auch wenn das Prinzip der Superkompensation momentan in der wissenschaftlichen Literatur vermehrt im Zusammenhang mit der Glykogenauffüllung diskutiert wird, verbietet es sich aber, den Begriff ausschließlich hier anzuwenden. Wer dies dennoch tut, sollte stets vollständigkeitshalber von „Glykogen-Superkompensation“ sprechen.
Wenn du generelle Literatur zum Thema Superkompensation suchst, nimm
ISSURIN, V.B.: Generalized training effects induced by athletic preparation. A review. In: J. Sports Med Phys Fitness. 2009. S. 333-245,
oder:
BREZHNEV u.a.: To the analytical theory of the supercompensation phenomenon. In: Biofizika 2011,
oder ganz einfach:
WEINECK, J.: Optimales Training, 1994 ff.

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