Tennis: was kann ein A-Trainer, was ein B-Trainer nicht kann?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann leider keine "ganz genaue" Antwort geben, da ich mit dem deutschen Trainerausbildungssystem nicht 100%ig vertraut bin (bin Österreicher). Aber mal davon ausgehend, dass sich die Ausbildungen nicht gravierend unterscheiden würde ich folgendes sagen:

In Sachen Schlaganalyse, Übungsformen etc wird der B Trainer dem A Trainer nichts nachstehen. Die Ausbildung des A Trainers baut auf ja auf jener des B Trainers auf und konzentriert sich (in Österreich) dabei vor allem auf den Bereich Coaching, mentale Betreuung, intensiver im Bereich Sportbiologie (inklusive AnatomieKurs), Turnierplanung, -organisation. Bereiche wie Trainingsplanerstellung wird ausgeweitet und intensiviert. Gegenstände wie Konditionstraining, Trainingsmethoden, Übungsformen aufgefrischt und noch spezieller in Richtung Leistungstennis gelehrt.

Ganz persönlich würde ich sagen, dass der A Trainer aber erst im Hochleistungsbereich "Vorteile" hat, damit meine ich internationale Jugendklasse, Coaching von Topspielern. Bis hin zur guten nationalen Leistungsklasse steht ein B Trainer dem A Trainer nichts nach.

Alles in allem: Vergleich ATrainer und BTrainer ist theoretischer Natur. Ein guter Trainer bildet sich fort, besucht Fortbildungskurse, erkundigt sich über neue Trainingsmethoden, Übungsformen, lässt sich selbst neue Übungen einfallen (egal ob A oder B).

Ich habe gerade überlegt, was ich antworten würde. Ich denke der betreffende Spieler ist ein ambitionierter Jugendspieler, eventuell national recht erfolgreich? Meine Antwort wäre wohl, dass der A Trainer eine fortgeschrittene Ausbildung in Sachen Coaching, Turnier+ und Trainingsplanung für den Hochleistungssport besitzt, der B Trainer tennisspezifisch aber ebenso qualifiziert für das Training sein kann.

Nochmal kurz zur Erinnerung: Ich gehe hier hauptsächlich von der österr. Ausbildung aus, in der der BTrainer von der Tennistrainingsausbildung her schon das Leistungstraining erreicht.

Ich seh das auch so wie Andreas, der A-Trainer ist einfach mehr aufs (Hoch-) Leistungstennis ausgelegt, als der B-trainer. Die Ausbildung ist einfach noch mehr wissenschaftlich und letztendlich professioneller. Allerdings hast du selbst schon einen wichtigen Punkt angesprochen. Was nützt ein abgestumpfter und ausgebrannter A-Trainer, der seine Schüler einfach nicht motiviert trainiert? ich habe auch schon C-Trainer gesehen, die wirklich gutes Training geben, bei denen die Schüler wirklich gutes Tennis spielen und mit Spaß beim Training sind.

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