Tennis - Wie ist die Aufschlagausführung punktemäßig zu werten?

2 Antworten

Auch hier ist das ganz klar: wenn der Returnspieler weiterspielt, dann gilt auch der Ballwechsel, trotzdem dass er returniert hat. Grundsätzlich ist das eigentlich eine ganz einfach Situation, und mich wundert es, dass es soweit kommen konnte. Da muss doch schon vorher was vorgefallen sein in diesem Match. Normalerweise wird der Aufschlag einfach wiederholt, wenn der Returnspieler nicht weiterspielt. Was wäre denn gewesen, wenn der returnspieler den Ballwechsel gewonnen hätte? ;-)

Ich sage es noch mal, der 2. Aufschlag muss wiederholt werden, da der Gegenspieler noch nicht bereit war, aufgrund des rollenden Balles. Es spielt keine Rolle, ob der Aufschläger seinen "Aufschlagsintervall" zwischen 1. und 2. Aufschlag beibehalten will. Auf jeden Fall muss sich der Aufschläger vergewissern, dass sein Gegenspieler bereit ist für diesen 2.Aufschlag. Ich war in diesem Fall ja nicht dabei. Der Gegenspieler muss aber deutlich reklamieren und wahrscheinlich hat der Aufschläger dies nicht bemerkt oder wollte es ganz bewusst nicht sehen. Das man den Ball dann zurück spielt, ist meist ein natürlicher Reflex. So ein Kindergarten vom Aufschläger ist mir in meinen 14 Jahren Tennis (Kreisklasse-Bezirksliga) noch nie vorgekommen. Außerdem habe ich früher rollende Bälle auch gehasst, egal ob Aufschläger oder Retournierer. Da wurde gewartet, bis der Ball ruht.

Anmerkung: Als Retournierer hätte ich aber dann nicht weiter gespielt. Also nur den evtl. Reflexschlag und dann den Ball angehalten und um den 2. Aufschlag noch mal gebeten. Das wäre die richtige Reaktion gewesen. Stattdessen spielt er weiter. Damit hat er das Spiel angenommen. Wenn er den Punkt nämlich gemacht hätte, hätte er nicht diese Diskussion angefangen.

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Wenn der Returnspieler VOR Ausführung des 2.Aufschlages anzeigt, dass er nicht bereit ist, muss der 2.Aufschlag wiederholt werden. Allerdings hat er in diesem Fall auch den Ballwechsel SPÄTESTENS nach erfolgtem Return (wobei das dann Auslegungssache wäre, ob er den Return aus Reflex oder bewusst spielt), also eigentlich auch OHNE den Return zu spielen stoppt !

Wenn der Ballwechsel ausgespielt wird, dann gibt es keine Reklamationsmöglichkeit mehr über den Aufschlag. Durch das Spielen hat der Rückschläger den Ballwechsel akzeptiert.

Also ja, in diesem Fall hat der Aufschläger den Punkt gewonnen.

Und hier nochmal: Wenn der rollende Ball bereits den Aufschläger passiert hat, dann sollte der Rückschläger durch den Ball nicht mehr gestört werden (und er stört auch nicht !)

Das ist was für Regeljuristen. Wenn der Returnspieler rechtzeitig, also vor Ausführung des zweiten Aufschlages und deutlich "noch nicht bereit" reklamiert, ist der Aufschlag nicht gültig. Weshalb er den Ball dann aber schlägt - das könnte ein Reflex gewesen sein. Jedenfalls sehe ich den Returnspieler eher im Recht. Es gibt in der Tat notorische Aufschlagsrythmus Server, die nicht mal abwarten wollen, dass der Returnierer seine Stellung zum zweiten Aufschlag neu justiert. Da ist der Returnspieler dann gezwungen, ganz bewusst, die Umstellungspause einzufordern. Ich muss aber gestehen, dies nicht im Regelbuch nachgeprüft zu haben. Bin gespannt, was die Regelexperten dazu sagen.

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