Starke Rückenschmerzen - trotzdem nicht schonen?

5 Antworten

LWS-Syndrom ist ein unspezifischer Begriff, der keine eindeutige Diagnose darstellt, was auch oft nicht möglich ist.

Ruhigstellung wie Bettruhe ist fast immer kontraproduktiv und wird auch heute selbst bei Bandscheibenvorfällen i.d.R. nicht mehr empfohlen. Also nicht rumliegen.

Da es beim Rücken selten gelingt, ein körperliches Merkmal einem bestimmten Schmerz zuzuordnen, sollte man anders herangehen. Du schaust, was dir gut tut und trainierst in den Bereichen und unterlässt, was weh tut. Wenn das LWS-Syndrom durch Degeneration verursacht wird, kann man das nicht wegtrainieren. Man kann den Körper daran gewöhnen, damit besser umzugehen. Dazu soll man alle Dinge unterlassen, die Schmerzen auslösen. Man trainiert das, was förderlich ist. Wenn dir Laufen Schmerzen bereitet, ist es ggfs. nicht (mehr) die richtige Betätigung. Falls die Schmerzen durch ungenügend darauf vorbereitete Muskeln provoziert wurden (du z.B. beim anstrengenden Lauf immer mehr in einen schlechte Haltung verfielst und das durch die LWS abgefangen werden musste), kannst du natürlich das verfolgen und durch Training korrigieren.

Was von vielen immer noch empfohlen wird, aber unterlassen werden soll, sind:

Dehnung des unteren Rückens durch Einrundung, sowie Verdrehen des unteren Rückens indem man z.B. auf dem Rücken liegend, die angewinkelten Beine rechts und links vom Körper auf den Boden legt. Die Wirbelsäule ist NICHT dazu da, "mobilisiert" zu werden, sondern sie soll dem Körper Stabilität geben und muss dazu Kräfte abfangen können - allerdings geht das auf Dauer nur in korrekter Haltung gut. Dazu ist die WS in der korrekten anatomischen Position und eher statisch/isometrisch zu trainieren. Hierzu empfehle ich besonders Stuart McGill (YT-Videos oder das Buch Rückenreparatur).

Die Schmerzen können viele Gründe haben. Wenn es sich dein Arzt angeschaut hat, dann wird er wohl wissen worüber er spricht. Schonen ist tatsächlich nicht immer der richtige Weg, was aber nicht heißt, dass du zwingend alles richtig gemacht hast, als du Joggen warst. Eventuell hast du bestimmte Regionen falsch beansprucht oder aber es hat etwas mit deiner alltäglichen Haltung zu tun, sodass da schon eine falsche Beanspruchung stattfindet.

Probier es wirklich mal mit dem Schwimmen.

Grüße

Hey wolferr,

so ein LWS Syndrom ist eine unangenehme Sache und kann sehr belastend sein. Tatsächlich kann die falsche Haltung beim Joggen ein Grund sein, das ist gar nicht so selten wie man denkt. Die hier gegebenen Tipps sind erstmal richtig und auch der Weg verschiedene Therapieansätze zu verfolgen ist gut gewählt. Deine Besorgnis wegen der Schmerzmittel kann ich gut verstehen, da besteht eben die große Gefahr der Organschäden.

Oft werden bei einem LWS Syndrom, wegen der entspannenden Wirkung, Psychopharmaka verschrieben, das finde ich sehr schwierig, da die Nebenwirkungen immens sein können und dadurch eine zusätzliche Belastung entstehen kann.

Sollte sich bei dir dauerhaft keine Besserung einstellen musst du mit deinem Arzt natürlich weitere Optionen abklären. Eine Möglichkeit ein LWS Syndrom zu behandeln ist medizinisches Cannabis: https://www.leafly.de/chronisches-lws-syndrom/

Bei einem chronischen LWS Syndrom hat man den Vorteil, dass auch die möglicherweise erforderlich dauerhafte Einnahme machbar ist. Da Cannabis in Deutschland erst seit letztem Jahr verschrieben werden darf, ist das auch für viele Ärzte noch Neuland, von mir also nur der Hinweis darauf, das muss also noch sorgfältig geprüft werden. Dass es sowieso im Ermessen des Arztes liegt, ob ein Medikament für dich geeignet ist, versteht sich sicherlich von selbst.

Ich wünsche dir schnelle Besserung und ein leidensfreies Jahr 2018.

Schmerzen - Beinbeuger seit fast einem Jahr

Hey,

hier meine Geschichte: September letzten Jahres habe ich es beim Training (Fitnessstudio) maßlos übertrieben, meine Abduktoren etc. zu trainieren. Daraus folge eine langwierige Entzündung und starke Zerrung an beiden Beinbeugern (am Ansatz zur Hüfte). Selbst da bin ich noch zum Training gegangen und nicht zum Arzt. als ich dann irgendwann einen Arzt aufsuchte, war dieser zunächst von einer Zerrung ausgegangen, hat ich aber dann trotzdem zum Kernspintomographen geschickt. Dort hat man mir - wie sich später herausstellte - fälschlicherweise Arthrose diagnostiziert (ich bin erst 17, damals noch 16). Nach langem Hin und Her bin ich zu einem sehr erfahrenen Arzt gegangen, der mir Krankengymnastik verschrieben hatte. Zudem meinte er, ich hätte eine Funktionsstörung am ISG. Mit Hilfe der Krankengymnastik verringerten sich meine Beschwerden, sodass ich irgendwann wieder normal gehen konnte. Nach lange Ruhephase entschied ich mich dann, wieder leicht mit dem Training anzufangen. Gesagt - getan - bereut. Es folgte wieder eine 3-Wöchige Phase, in der ich nicht schmerzfrei gehen konnte.

Nun nach weiterem langen Hin und Her ist man nun spekulativ zu folgendem Entschluss gekommen: Durch mein hartes Training damals habe ich mir den Beinbeuger gezerrt. Durch mangelnde Schonung wurde dies immer schlimmer und ich musste deswegen in Nachhinein lange ruhen. Jetzt ist dieses Problem einigermaßen ausgeheilt aber ich habe ein starkes Muskelungleichgewicht, was den Beinbeuger stark belastet und daher die Schmerzen auslöst.

Das ist der jetzige Stand der Diagnose.

Die Schmerzen äußern sich wie folgt:

Beim Auftreten habe ich regelmäßig ein starkes Ziehen am Beinbeugeransatz. Zudem kommen auch schmerzen im Knie. die Knieschmerzen habe ich so gut wie nie auf beiden seiten gleichzeitig und wenn, dann bei jedem Auftreten für längere Zeit.

Momenten bin ich dabei, mein Muskelungleichgewicht zu beseitigen. Ich habe gestern Abend jedoch ein wenig Bauchtraining gemacht und meinen rechten Beinbeuger für kurze Zeit belastet. Heute habe ich wieder starke Schmerzen am rechten Beinbeuger sowie beidseits am Knie. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich habe das Gefühl, dass die Diagnose falsch ist. Die Ärzte haben auf dem MRT-Bild nichts auffälliges erkennen können. (Das mit der Arthrose war Dummheit... sorry, aber das kann man/ich nicht anders bezeichnen)

Hat jemand vielleicht Erfahrung mit derartigen Schmerzen bzw. Beschwerden? Was kann man dagegen tun? Ich kann nicht ewig gehunfähig bleiben ich gehe bald in die Uni, diese ist eine Stunde entfernt!

Ich freue mich auf eure Antworten.

Mit freundlichen Grüßen,

funky peanut

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Knie Probleme (Sehnenreizung)

Hallo,

ich hab mir im letzten Oktober eine Knie Verletztung zugezogen, es ist während des Fußball Trainings aufgetreten und wurde schleichend immer schmerzhafter. Das Training konnte ich noch beenden, aber nach dem Training wurden die schmerzen so stark das ich nicht mehr gehen konnte. Am nächsten Tag bin ich dann sofort ins Krankenhaus, die konnten aber mit den Röntgen Bildern nichts genaues sagen. Hab mir dann sofort einen MRT Termin gemacht den ich auch sofort bekam. Konnte zu diesem Zeitpunkt nur mit Gehilfen gehen... Beim Besprechen der MRT Bilder wurde jedoch auch nichts gefunden, die Ärztin meinte ich hätte nichts. Bin dann wieder ins Krankenhaus zu meinem Arzt und der hat eine Sehnenreizung an der linken Außenseite des Knies festgestellt. Er meinte es seie eine Überreizung und ich solle mich einfach schonen. Ich bekam dann noch Manuelle und Elektro Therapie verordnet, die aber nicht wirklich was gebracht haben. (Die Physiotherapeutin meinte es könnte mit meinen ungleich langen Beinen zusammen hängen..)

Nach über einem Monat konnte ich dann einigermaßen schmerzfrei wieder ohne Gehilfen gehen. Sport ging allerdings nicht. 6 Monate nach der "Verletztung" habe ich mich dann wieder im Laufen versucht. Hatte nach wenigen Kilometern wieder schmerzen, die aber dann wieder nach gelassen haben. Habe dann etwas Kraftraining gemacht um die Muskeln zu stärken, wobei ich keine schmerzen hatte. Mit der Zeit wurde der Schmerz beim Laufen immer weniger.

Bin dann nach 3 Wochen wieder ins Fußball Training und den Spielbetrieb eingestiegen. Bis gestern, 3 Wochen danach, hat auch alles super geklappt, keine schmerzen, nichts.

Nach dem gestrigen Spiel hatte ich allerdings wieder so starke schmerzen das ich kaum gehen konnte... 15 Minuten vor schluss ging es schleichend los, aber die schmerzen waren nicht so stark das mich das am laufen gehindert hat. Nach dem Spiel als ich zur Ruhe kam und nach dem Duschen ging es dann richtig los...Bin jetzt ziemlich ratlos. Hatte am Sonntag ebenfalls ein Spiel und wie gesagt gestern wieder. Von Überlastung kann man nicht wirklich reden, ich bin ja schließlich erst 23 und eigentlich Top Fit. Heute geht es einigermaßen, der schmerz hat schon stark nachgelassen, aber ich spüre das da irgendwas faul ist. Hat jemand einen Rat was ich jetzt machen soll?

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Knieschmerzen beim beugen und strecken

Hallo ich habe starke schmerzem im knie beim beugen und durchstrecken.. angefangen hat das heute morgen in der schule mit dem gefühl, dass mein knie jeden moment knacksen würde(das tut es häufig) es hat aber nicht geknackst, darauf habe ich es etwas hin und herbewegt, ist aber nichts passiert.. in der ntächsten pause war dieses gefühl immer noch da, dann hat es irgendwann geknackst, aber es hat sich immer noch so angefühlt, und dann hat es ca. alle 2 schritte geknackst, sich aber nichts geändert. dann hat es irgendwann aufgehört zu knacksen, fühlte sich aber immer noch komisch an. in der nächsten pause (dazwischen saß ich immer, dabei hat es sich normal angefühlt) kamen die schmerzen dazu es, wenn ich es ganz durchstrecken wollte hat es weh getan und jetzt tut es auch beim starken anwinkeln weh. wenn ich es schnell immer wieder strecke und beuge, dann knackst es auch.

ich turne, aber nach dem letzten training vorgestern hat sich noch alles wunderbar angefühlt.. etwas ähliches habe ich auch in der rechten hüfte, wenn ich einen spagat mit dem rechten bein vorne mache, tut es im gelenk weh, beim spagat mit dem linke bein oder in der mitte habe ich kein problem. aber da bin ich mir ziemlich sicher, dass es von der überlastung kommt, und da ich schon einmal als ich unaufgewärmt einen spagat gemacht habe nach einem knacksen starke schmerzen hatte. dies ist aber mit der zeit vollständig verschwunden, jetzt tut die hüfte zwar wieder weh beim spagat, aber das hat schon nachgelassen, nachdem ich sie einige zeit geschont habe. aber das im knie kam völlig unvermittelt...

mir is schon klar dass niemand mir hier eine diagnose stellen kann, aber ich wüsste gern, ob ihr denkt ob ich erst einmal abwarten oder möglichst bald zum arzt geheh soll... danke!

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11 Wochen nach knöcherner Kapselausriss Prellung - wie lange sollte man Pause machen?

Hallo :)

Ich hätte da mal eine Frage. Und zwar hab ich mir vor 12 Wochen im Schulsport beim Basketball spielen einen knöchernen Kapselausriss am linken Zeigefinger am Mittelgelenk zugezogen. Ich war im Krankenhaus und hab dort eine Gipsschiene bekommen, die ich 2 1/2 Wochen tragen musste. Die darauffolgende 2 weiteren Wochen durfte ich keinen Sport machen und musste auch die nächsten 5 Wochen bei Ballsportarten meinen Finger tapen.

Jetzt habe ich letzten Donnerstag (11 1/2 Wochen danach) das 2. Mal wieder Handball ohne Tape trainiert und natürlich prompt einen Ball wieder auf den Finger bekommen. Der Schmerz war an der gleichen Stelle, eventuell minimal schwächer und mein Finger bekann langsam zu schwellen und es entwickelt sich an der gleichen Stelle wie bei dem Kapselausriss ein blauer Fleck. Auch die Bewegungsfreiheit war nur etwas schwächer eingeschränkt. Als ich zu Hause war und gegessen hatte, kühlte ich ihn 2 Stunden lang bis meine Mutter nach Hause kam. Mit dieser sprach ich ab nicht ins Krankenhaus zu gehen. Sie wollte aber einen Termin bei einem Unfallarzt ausmachen für Freitag Nachmittag. Da dieser zu der Zeit keine Sprechstunde hatte, fuhren wir nach der Schule, in der ich meinen Finger getapet hatte, ins Krankenhaus. Dort wurde ich von einem mir sehr unsympathischen Arzt behandelt, der mir nach kurzer Begutachtung und Röntgen eine Prellung diagnostizierte. Er drückte mir Schmerztabletten in die Hand und meinte schonen. Ein Attest meinte er nach Nachfrage, darf er mir nicht geben.

Mittlerweile sind die Schmerzen und die Schwellung zum Glück wieder fast komplett weg und ich kann ihn fast komplett normal bewegen und auch der blaue Fleck verschwindet langsam. Ich weiß aber einfach nicht was ich jetzt tun soll. Ich habe morgen wieder Sportunterricht, Volleyball. Aber mir ist es jetzt einfach echt wichtig, dass das alles komplett auskuriert und ich jetzt absolut nichts riskieren will. Was meint ihr wie lange ich Pause vom Handballtraining und Volleyball im Schulsport machen soll?

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