Sportlerherz - gibt es das wirklich oder ist es ein "Mythos"?

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Natürlich gibt es das Sportlerherz, ich habe nämlich ein solches... ;-)

Hintergrund: Durch ständige Ausdauerbelastung nimmt das Herzvolumen zu. Dadurch ist das Organ in der Lage, mit jeder Systole eine höhere Blutmenge auszustoßen. Das heißt: um dieselbe Wirkung zu erzielen, muss das Herz weniger pumpen, ist weniger belastet und hat dadurch mehr Reserven. Deshalb ist auch der Ruhepuls von Ausdauersportlern in der Regel niedriger. Das Sportlerherz, das rund ein Drittel größer ist, arbeitet durch seine Eigenschaften wesentlich effizienter als Herzen von Nichtsportlern.

Allerdings können Sportler mit dem auch als Leistungsherz bezeichneten Organ am Ende ihrer Laufbahn nicht einfach mit dem Sport aufhören. Durch fehlende Belastung bei niedriger Frequenz kann es zu Nebenwirkungen kommen. Deshalb muss ein solches Herz durch ständig verringerte Belastung abtrainiert werden.

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Das Sportlerherz gibt es wirklich. Unter http://www.laufcampus.com/wissen/tagestipps/index.php?we_objectID=19962 habe ich folgendes gefunden: "Ausdauertraining vergrößert den Herzmuskel Dabei reagiert der Herzmuskel wie jeder Skelettmuskel auch. Er passt sich mit der Zeit den steigenden Anforderungen des Athleten an, die Herzmuskelfasern wachsen. Hypertrophie ist dafür der medizinische Fachausdruck. Ab sechs Trainingsstunden pro Woche, davon gehen Sportmediziner heute aus, kommt es zu einer Anpassung des Herzens. Der Herzmuskel wächst, das Herz wird leistungsfähiger und ökonomischer. Man spricht nun von einem Sportlerherzen, das bis zur doppelten Größe wachsen kann. Gerade Ausdauertraining vergrößert die linke Herzkammer, wohin gegen Kurzzeittraining nur die Herzfrequenz verbessern soll. Die größten Sportlerherzen kennt man Radsportlern und Ruderern.

Das durch Sport trainierte Herz kann pro Schlag mehr Blut durch den Körper pumpen. Der notwendige Belastungspuls sinkt dadurch. Dies lässt sich sehr einfach beim Ruhepuls, dem Belastungspuls in Ruhe erkennen. Während Nichtsportler einen Ruhepuls von 60 bis 80 haben, kann dieser bei ausdauertrainierten Athleten auf 35 bis 45 sinken."

Ausdauersportler die Leistungsmäßig trainieren haben in der Regel ein vergrößertes Herz, wobei sich hier die linke Herzkammer vergrößert. Da über die linke Herzkammer das Blut in die Hauptaorta befördert wird, kann durch die vergrößerte Klappe wesentlich mehr Blut mit einem Schlag gepumpt werden. Der Ruhepuls sinkt somit auch um einiges. Pulswerte von 32-35 Schlägen pro Minute sind bei Hochleistungssportlern keine Seltenheit. Wird das Training irgendwann eingestellt, bildet sich auch der Hermuskel in seiner Größe wieder zurück, so das keine Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Jedoch kann ein plötzliches Aufhören des Leistungssportes auf Grund der apruppt fehlenden Belastung zu gelegentlichen Kreislaufproblemen führen, weshalb man Leistungssportlern empfielt die Intensität nicht direkt auf Null runter zu fahren, sondern langsam abzutrainieren.

Natürlich gibt es das. Hinter dem Begriff versteckt sich ja nichts weiter als die Umschreibung für das muskulär sehr pumpstarke Herz eines langjährigen (Ausdauer-)Sportlers. Das Herz ist schließlich auch nur ein Muskel der bei regelmäßigem "Training" durchaus stärker und größer werden kann.

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