sport und arthrose

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Wenn du mit 19 Jahren schon derartige Befunde an den Knien zeigst, muss man daraus folgern, dass du beim Training entweder stark übertrieben und / oder viel falsch gemacht hast oder dass du ungünstige genetische Voraussetzungen mitbringst. Einerseits benötigt der Organismus ständige Belastungsreize, um einen funktionellen Optimalzustand zu entwickeln, andererseits bringt jede Belastung auch einen entsprechenden Verschleiß mit sich. Es fällt oft nicht leicht, in diesem Dilemma unter Berücksichtigung der angeborenen Situation den richtigen Kompromiss zu finden.
Im Hinblick auf die Gelenkbelastung ist Schwimmen sicher die günstigste Alternative. Aber wenn du dies leistungsorientiert ausüben willst, bleibt es dir nicht erspart, außerhalb des Wassers ein entsprechendes Krafttraining zu absolvieren – verbunden mit den unvermeidlichen mechanischen Belastungen zumindest der Schultergelenke. Und damit sind wir auch schon beim Krafttraining generell! Auch Klimmzüge, Liegestütz und Co. stellen Belastungen der beteiligten Gelenke dar, verbunden mit dem zugehörigen Verschleiß, der sich direkt proportional zur Intensität verhält. Dabei scheinen Zugbelastungen (Klimmzug) weniger negative Konsequenzen als Druckbelastungen (Stützen und Drücken) mit sich zu bringen.
Aber welche persönlichen Schlussfolgerungen du daraus ziehst, kann dir niemand abnehmen, sondern du musst selbst entscheiden, welchen Kompromiss du unter Berücksichtigung deiner körperlichen Situation, deinen Lebenszielen und deiner individuellen Regenerationsfähigkeit zwischen Belastung und Schonung eingehen willst.

ich schätze da spielt einiges eine rolle.. meine mutter und großmutter sind auch rel. früh an einer arthrose im knie erkrankt, scheine also schon eine genetische vorbelastung zu tragen- dann die kombination einer bereits ohnehin schon ungesunden sportart wie dreisprung mit ausdauertraining (10km laffdistanzen 3 mal die woche) und sprinttraining..und natürlich falscher ehrgeiz

um das beste aus dieser situation zu machen will ich auch ncih komplett auf den sport verzichten.

was ich bereits so an informationen sammeln konnte und du nochmal bestätigt hast, ist dass v.a. hohe kräfte einen verschleiß begünstigen können (sei es krafttraining oder springen)- wie verhält es sich aber mit einer periodischen zyklischen bewegung in fast vollem bewegeungsradius ? du hast das ja kurz angesprochen- ist die mechanische beanspruchung trotzdem stark durch zugkräfte die wirken ?

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@Dino111

Natürlich hängt der „Verschleiß“ auch bei periodischen zyklischen Bewegung in der vollen Bewegungsamplitude von der jeweiligen Höhe der Belastung ab. Aber völlig auf Bewegungen zu verzichten, wäre ebenfalls falsch; denn wie bei allen biologischen Prozessen ist eine regelmäßige Mindestbeanspruchung notwendig, um eine Inaktivitätshypotrophie zu vermeiden. Es gilt also, unter Berücksichtigung der genetischen Besonderheiten und aktuellen Befindlichkeiten ein Optimum zwischen einem „Zuwenig“ und „Zuviel“ zu finden. Das lässt sich zwar leicht dahersagen, ist aber unendlich schwer in jedem Einzelfall zu realisieren.

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Schwimmen wäre geeignet. Ich hab mal im Rahmen eines Triathlon Versuchs begonnen, hat irre Spass gemacht die Techniken zu lernen und man kann sich in den ersten Monaten und Jahren toll verbessern. Wenn du die koordinativen Fähigkeiten hast, was ich annehme, würde ich das hohe Niveau nicht mal abschreiben (einige Schwimmer haben ihren Leistungszenit mit Mitte 30). Ich würde es im ersten Jahr einfach nicht anstreben und es ruhig angehen. Problem wäre hier nicht die hohe Belastung durch Sprung oder Sprint sondern nur durch Verschleiss. Risiko sehe ich hier im Schulterbereich. Aber ich würde annehmen, dass das Risiko deutlich geringer ist als in der LA und deine Verletzungen sind ja gerade nicht verschleissbedingt sondern durch die Hohe Sprungbelastung. Ich würde es langsam angehen, mal in einen Schwimmverein mit Trainer gehen und reinschnuppern.

In etwa dasselbe gilt fürs Krafttraining. Die Belastungen sind ja ganz andere. Du bewegst langsam und kontrolliert (fremd oder eigen-) Gewichte. Das kann man nicht mit der enormen physischen Beanspruchung beim z.B. Dreisprung vergleichen. Ich würde alles vermeiden was mit Knien zu tun hat; alle Arten von Kniebeugen, Olympic Lifting, so was.

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