Spielt beim Fett für eine Fahrradkette die Abschleuderwiderstandsfähigkeit eine Rolle?

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3 Antworten

Wie Pooky schon geschrieben hat sind die meisten Mototrradkettensprays für Fahradketten nicht geeignet, da sie in ihrer Konsistenz einfach zu dickflüssig sind. Darüber hinaus hast du bei einer Fahrradkette nicht diese Schleuderkräfte wie bei der Motorradkette. Beim Motorrad ist nicht nur die Kette dicker und breiter, sondern hast du hier auch nur ein Ritzel vorne sowie hinten. Die verschiedenen Übersetzungsverhältnisse werden hier über das Getriebe geschaltet. Beim Rad hast du ein Schaltwerk mit mehreren Ritzeln und Röllchen. Das dickflüssigere Fett zieht hier den Schmutz an, setzt sich zwischen die Röllchen/Ritzel und beeinträchtig auf Dauer dann schon die Präzision des Schaltwerkes.

Ich denke dass hier normales Kettenfett für Fahrräder ausreicht. Die Belastungen und Ansprüche an das Kettenfett von einem Motorrad und einem Fahrrad sind doch sehr unterschiedlich, und beim Fahrrad bei weitem nicht so groß.

Nein, beim Radfahren entstehen keine so hohen Kräfte, dass es keinen Sinn hat, Fett für Motorradketten zu verwenden.

Ganz im Gegenteil: Dadurch, weil eben dieses Fett zu zäh und dick ist, schließlich muss es höheren Schleuderkräften am Motorrad stand halten, ist es für die deutlich feingliedriger konstruierten Fahrradketten denkbar ungeeignet, da es durch seine Konsistenz weniger stark in die Kette eindringen kann.

Somit kann die Kette trotzdem stärker verschleißen. Darüber hinaus kann an dem zähen Fett mehr Schmutz haften bleiben und so zusätzlich für Verschleiß sorgen. Beim Motorrad ist die Kette ja generell besser geschützt als bei einem Rad mit Kettenschaltung, da letzterer die Kette komplett frei liegt.

Hallo, vielen Dank für die Antwort!

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