Sollten auch Springpferde eine Dressur- Ausbildung haben?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auf alle Fälle! Ein Pferd, das erfolgreich in Springprüfungen gehen soll, MUSS eine Dressurausbildung haben! Ich sage jetzt mal, ein gutes L-M-Springpferd muss bis Kl. M ausgebildet sein. Die Seitengänge machen das Pferd durchlässig, das Üben der Tempounterschiede ist extrem wichtig (wenn auch beim Springpferd eher im Galopp als im Trab), die Versammlung (zum Reiten von engen Wendungen) wird benötigt und nicht zuletzt der fliegende Galoppwechsel (korrekt gesprungen!). Und zu guter Letzt: Die Dressurarbeit hält das Pferd gesund, stärkt den Rücken und macht die Arbeit abwechslungsreicher.

Mit unrittigen Freizeitpferden kann man mal mit viel Glück und Hängen und Würgen fehlerfrei über ein A-oder vielleicht sogar L-Springen kommen. Das hat aber nichts mit der allgemein gültigen Deutschen Reitlehre gemeinsam.

Auf jedenfall, es wurde hier bereits sehr gut erklärt, das kann ich nur bestätigen, ein gut dressur gerittenes Pferd ist durchlässig, locker und bewegungsfreudiger. man springt auch Dressurpferde hin und wieder über cavalettis und macht regelmäßige Stangenarbeit.

Es stehen auch durchaus mehr als nur Stangen und Cavalettis an. Einen A- Pacour sollte ohne Probleme - auch von einem "Dressurpferd"- gesprungen werden können. Die Springgymnastik lockert ungemein und ist -gerade im Dressursport!- nicht zu verachten und sollte deshalb schon auch regelmäßig durchgeführt werden.

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Zusätzlich zu sportellas Antwort: die Dressurausbildung fördert und fordert die Durchlässigkeit des Pferdes. Der Versammlungsgrad, bzw. die Hankenbiegung braucht das Springpferd genauso sehr, um sich vor dem Sprung aufnehmen zu lassen und dann mit der Hinterhand entsprechend kraftvoll abdrücken zu können. Denke an die Distanzen im Pacour: auch da muss es sich aufnehmen und schicken lassen. Die engen Wendungen im Stechen.... "auf dem Teller drehen zu können"...

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