Sollte man Bizeps und Trizeps an verschiedenen Tagen trainieren ?

1 Antwort

Die Frage ist durchaus berechtigt; denn immer wieder hört und liest man, dass das Krafttraining von Gegenspielern (Antagonisten) in ein und derselben Trainingseinheit problematisch sei. Grund zu dieser Annahme ist ein Verschaltungsmechanismus im Nervensystem, der sich „antagonistische Vorwärtshemmung“ (auch: „reziproke Vorwärtshemmung“) nennt. Diese Nervenverschaltung funktioniert so, dass in dem Augenblick, in dem ein Muskel vom Nervensystem zu einer heftigen Kontraktionsarbeit angeregt wird, sein Antagonist (auch vom Nervensystem) an einer gleichzeitigen Kontraktion gehindert (gehemmt) wird. Diese Nervenverschaltung soll gewährleisten, dass der Antagonist die Arbeit des Agonisten möglichst nicht behindert. Deshalb befürchtet man, dass dann, wenn man z.B. zuerst den Bizeps trainiert, beim anschließenden Training des Trizeps dieser noch unter der Wirkung der hemmenden Verschaltung steht und nicht voll mitarbeitet. ABER: Nirgendwo lässt sich finden, wie lange diese Wirkung anhält.
KONSEQUENZ: Wenn man somit „auf Nummer sicher gehen“ will, trainiert man Bizeps und Trizeps an verschiedenen Tagen – sofern man dazu Gelegenheit hat. Aber man kann beide Muskeln auch in ein und derselben Trainingseinheit rannehmen. Dann sollte man aber einige Minuten Pause dazwischen legen und in dieser Zeit etwas anderes trainieren. Vorsichtshalber sollte man aber nicht Bizeps und Trizeps unmittelbar hintereinander trainieren, auch wenn die Belastung für die Arme nicht zu hoch ist.

Was möchtest Du wissen?