sollte Doping legalisiert werden oder nicht??

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Nein 78%
macht keinen Unterschied mehr 14%
Ja 7%

5 Antworten

Da muss ich mich Jürgen63 voll anschließen. Die Strafen sind einfach zu mild. Ich würde die erwischten gerne hinter Schloss und Riegel sehen. Denn das ist Betrug.Und wenn man dann noch liest, dass so einer wie Lance Armstrong, der 7 Jahre lang die Radsport-Welt verarscht hat, wieder eingreift, dann könnte einem wirklich der Kragen platzen.

Nein

es ist ein selbstbetrug und am besten ist es, wenn man auf seine leistungen ohne doping stolz sein kann - außerdem sind die damit verbundenen nebenwirkungen meist nicht ohne für die gesundheit!

Für mich sieht die Frage noch etwas anders aus. Ich bin nicht Leistungssportler, nicht Berufssportler und habe nie an Wettbewerben Teil genommen. Ich sehe es aber als doppeltes Problem: Einerseits habe ich von meiner Ausbildung her ethische Gesichtspunkte zum Auftrag erhalten. Die sind denke ich schon sehr oft behandelt, auch wenn es immer wieder neue Gesichtspunkte gibt, will ich um der Kürze willen dazu jetzt nichts schreiben. Andererseits bin ich Betroffener. Vom Hausarzt über den niedergelassenen Andrologen, welcher Oberarzt für Andrologie an einem Krankenhaus war, bis zum Univ.Prof. für Andrologie hat man bei mir festgestellt, dass ich da Frühgeburt unter argem Testo-Mangel leide. Meine Erfahrung: Da wegen des Dopings Testo so fragwürdig geworden ist, scheinen die Ärzte nun sleber Probleme damit zu bekommen, es zu verschreiben. Dies bedeutet aber bei Fällen wie mir psychische Auswirkungen, welche in einer Studie einer wissenschaftlich sehr regen Psychologin diagnostiziert/analysiert wurden. (Und so manche/r hat sich wegen der Auswirkungen wohl schon geärgert.) T. Undeconaot wurde bei mir erprobt, hat in der Richtung gewirkt, dass der T.- Spiegel nach der Anwendung noch niedriger war und die Venen so weit retardiert waren, dass ein Injizieren für den Oberarzt fast nicht mehr möglich war. Ich bin der Ansicht, dass - wie eben diese meine Erfahrung zeigt - die Kriminalisierung dieser Medikamente also gerade auch dem schadet, welcher aus gesundheitlichen Gründen auf solche Medikamente zugreifen muss. Aus medizinischem Gesichtspunkt weiß ich nicht, wie viele Todesfälle durch T. wirklich erwiesen sind. Wenn es wegen der psychisch ausgelösten Folgen ("Auszucken", welches ja wirklich vorkommt) ist: Wer - zumindest in unseren Breiten - das Geld hat, sich Doping in großen Mengen zu beschaffen (also wohl die Leistungssportler, vor allem die Profis oder jene, die nahe daran sind), hat vielleicht auch Geld für einen Psychologen. (Und sonst sollten jene, die an dem Sport verdienen, auch das Geld dafür haben.) Vielleicht sollte man besser prophylaktisch verpflichten, eine Dauerbetreuung einer psychologisch geschulten Person in Anspruch zu nehmen (vielleicht reichen da oft auch schon Coaches), als die sogenannten Dopingsünder zu kriminalisieren. Ich nehme an, dass man den Schwarzmarkt beruhigen kann: Entweder würde die Industrie um etliches größer, würde dies berücksichtigt, oder - was wahrscheinlicher ist - es kommt ohnehin weltweit nie so weit, dass so etwas durchgesetzt würde. Weil die Interessenslage in Wirklichkeit einfach eine andere ist. Wobei man vielleicht gut beraten wäre: Die Kriminal-Statistik könnte um einiges sinken. Oder aber es gäbe eine andere Möglichkeit, jene nicht um ihre Medikamente zu bringen, welche sie wirklich brauchen (wobei auch solche Leute vielleicht (für sich) Sport machen - was ist dann?). Entschuldigung wegen der Länge der Antwort. Vielleicht kann man sie sinnvoll kürzen.

Was möchtest Du wissen?