Sind eifachzucker und doppelzucker leichter verdaulich als Vielfachzucker ?

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3 Antworten

ich weiß nicht genau in wie weit das richtig ist. aber ich würde mal tippe, dass sie letztlich schon leichter verdaulich sind, weil langkettige zucker ja nur aus ei- oder zweifachen zuckern zusammengesetzt sind. Folglich braucht es mehr verdauungsschritte/enzyme um die langkettigen aufzuspalten. Aber ob das die definition von leichter verdaulich ist weiß ich nicht ...

Wenn Du beispielsweise einen Marathonlauf machst und die Kohlehydrate nach Kilometer 30 "verbraucht" hast, ist es wichtig das Du mit einer isontonen 5%igen Lösung den Blutzuckerspiegel aufrecht hälst damit Du weiter laufen kannst. Hier ist es wichtig, das der Körper nicht speichert,um die Energie rein für die Körperfunktion über das Blut sofort zur Verfügung zu stellen. Hingegen ist eine Superkompensation von Kohlehydrate eine Woche vor dem Marathon wünschenswert. D.h. was will man erreichen im Sport.

Komplexe Kohlenhydrate (Polysaccaride = Vielfachzucker) sind Hauptenergielieferanten des Körpers und die beste Form der Kohlenhydrate, die ein Sportler, vor allem ein Ausdauersportler bekommen kann. Daher sollte man diese Form der Kohlenhydrate von Sportlern auch bevorzugt gewählt werden.

Sie müssen vom Körper zunächst im Dünndarm aufgespalten werden, um überhaupt verwertbar zu sein. Dadurch gelangen sie zwar langsamer, daber dafür gleichmäßiger ins Blut.

Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel und damit die Energieversorgung länger konstant.

Einfache Kohlenhydrate (Monosaccaride = Einfachzucker) hingegen geht sofort ins Blut, lässt den Blutzucker rapide ansteigen, ebenso die Insulinausschüttung. Dadurch ist der Zucker sehr schnell verwertet (also schneller "verdaut") und der Blutzucker sinkt wieder nach kurzer Zeit ab, durch die schnelle Insulinausschüttung sogar häufig unter den vorherigen Wert, so dass es möglicherweise zu einer Unterzuckerung kommen kann.

Deshalb sollten Sportler sein Hauptaugenmerk auf komplexe ("langsame") Kohlenhydrate legen. Diese sind zum Beispiel in Lebensmitteln wie Nudeln, Reis, Brot, Getreide, Vollkornprodukten und Kartoffeln enthalten.

Einfache Kohlenhydrate sind zum Beispiel in Süßigkeiten, Honig, Gebäck, Limonaden, Traubenzucker und als Fruchtzucker auch in Obst enthalten. Sie eignen sich für Sportler eher dazu, um eine kurze Schwächephase zu überbrücken oder dem Körper kurz vor Wettkampfende noch einen Energieschub zu geben (die berühmte Cola bei den Radsportlern unmittelbar vor dem Ziel).

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