Schwimmtraining was muss ich beachten?

2 Antworten

Schwimmen wird häufig als sehr gesund und gelenkschonen angepriesen. Das stimmt aber nur in gewissem Maß. Vor allem bei dir mit dem Übergewicht sorgst du durch das Schwimmen dafür, dass Du deine Gelenke nicht mit den Stoßbelastungen vom Joggen belastest. Deswegen empfielt dein Arzt dir schwimmen zu gehen.

Ansonsten muss man aber auch beim Schwimmen aufpassen was man tut. Brustschwimmen ist nämlich wenn man es sportlich betreibt ebenfalls ein ziemlicher Kniekiller. Die seitliche Belastung beim Abruck ist nicht unbelastend für das Knie. Aber wahrscheinlich immer noch besser als die Schläge beim Joggen.

Dazu kommt, dass viele sich beim Brustschwimmen im Rückenbereich stark verspannen und sich permanent in ein übertriebenes Hohlkreuz zwingen. 1500 m Brust in einer Stunde ist auch garnicht so wenig für den Anfang. Übertreib es also nicht! Wie schwimmst Du denn? Mit Kopf runter beim Strecken der Arme oder hast du den Kopf permanent oben? 

Leider gibt es kaum sportliche Schwimmkurse für Erwachsene. Ich würde dir daher die Youtube-Uni empfehlen. Da gibt es jede Menge nette Videos. Ist zumindest besser als nix. Ich finde das Video hier ganz nett weil man da zu Anfang noch den klassischen Stil sieht.

https://youtube.com/watch?v=FfsrCtPvH0Q

Auf Dauer solltest du aber sehen, dass du Kraulschwimmen lernst. Das ist auf dauer gesünder.

Bevor Du mit solchen Distanzen beginnst, sollte die Technik der jeweiligen Schwimmart passen (keine groben Fehler).

Beim Brustschwimmen ist auf eine lange Gleitphase mit dem Gesicht im Wasser (zum Boden gerichtet, während der Gleitphase nicht nach vorne schauen) zu achten und auch wenn fast alle Hobbyschwimmer nach der alten Brusttechnik schwimmen, gesünder ist die Undulationstechnik (ich habe schon mehrmals auf die Hauptunterschiede hingewiesen).

Wenn Du mit dem Schwimmen erst beginnst und keinen Schwimmverein oder Schwimmkurs für Erwachsene in der Nähe hast, dann solltest Du noch mehr auf die unterschiedlichen Schwimmstile eingehen und nach jeweils 4 Längen wechseln (Brust, Rücken, Kraul). Delphin ist für Hobbyschwimmer ohner einer sehr guten Technik in Brust (Undulation) und Kraul nicht empfehlenswert und sollte nur im Schwimmtraining oder bei einem Schwimmkurs gelernt/geübt werden.

Beim Schwimmen sollten nie Schmerzen entstehen, sie sind immer ein Zeichen der falschen Technik oder von bereits vorhandenen Verletzungen. Ansonsten gelten die üblichen Bedingungen für ein Training: angemessen an die aktuelle Kondition, Technik, Ausdauer und langsam die Häufigkeit, spatter auch die Intensität steigern. Die Erholungsphasen beachten und generell auf den Körper hören und nicht zwingen zu einem fixen Programm.

Auswahl der Schwimmbahnen?

In welcher Bahn schwimmt man? Eigentlich keine Frage - scheinbar:

  1. wo eine Bahn frei ist. Wenn nicht, dann
  2. wo Leute schwimmen die (ungefähr) im selben Tempo schwimmen wie man selbst.

Wenn die Leute sich nur auch so sortieren würden. Tun sie aber nicht. Mitten drin schwimmt jemand Schmetterling/Delphin und bringt alle Leute auf den beiden Nebenbahnen beinahe zum Ertrinken. Auf der Bahn direkt neben der Abtrennung für die Kraulschwimm-Bahn schwimmt ein besonders langsamer Schwimmer - da würde aber gerne ICH schwimmen, weil ich schneller bin als die meisten anderen Brustschwimmer, aber in der Kraulschwimmbahn ein absolutes Verkehrshindernis bin.

Überhaupt haben die Langsamschwimmer die komische Angewohnheit, eine ganze Bahn für sich allein zu beanspruchen. Aber so könnten ja nur 6 Personen überhaupt ins Schwimmbecken rein, das kann ja wohl nicht wahr sein! Jedenfalls meckerten mich heute gleich zwei Omis an, ob ich denn nicht gesehen habe, dass diese Bahn "belegt" ist. Was antwortet man denn da?

Besonders "witzig" ist es, wenn man selbst rückenschwimmt, und dann kommt so eine Omi entgegen, die einen ja sieht und folglich ausweichen könnte. Das macht sie aber nicht. Und dann beschwert sie sich, ob ICH denn nicht aufpassen könne. Heidenei! Wohlgemerkt: Das Becken war nicht so voll, dass ausschließlich Brustschwimmen möglich gewesen wäre. Auch bei "gemischter" Schwimmweise kommen normalerweise vier oder sechs Personen auf einer Bahn gut miteinander klar - aber eben nur, wenn sie sich je nach Schwimmtempo auf die Bahnen verteilen.

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