Schwimmen: Ein erwachsener Schüler geht extrem schnell unter. Warum?

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5 Antworten

Die Dichte des Körpermaterials ist wohl bei allen Menschen weitgehend gleich. Aber bei den einzelnen Menschen variieren a) die Verteilung des Körpermaterials über die gesamte Körperlänge und b) die Größe des Lungenvolumens. Das kann zur Folge haben, dass der Volumenmittelpunkt (= Schwerpunkt der verdrängten Wassermenge) weiter oberhalb (kopfwärts) des Körperschwerpunktes liegt als beim Durchschnitt. Auf diese Weise entsteht zwischen der Schwerkraft des Körpers und der Auftriebskraft ein größeres Drehmoment, so dass in der Gleitlage der Unterkörper schneller absinkt.
Zusätzlich kann es sein, dass die entsprechende Person eine schlechte Gleitlage besitzt, was ein schnelleres Absinken des Unterkörpers begünstigt.

Siehe auch hier:
http://www.sportlerfrage.net/frage/sinke-beim-schwimmen-nach-hinten-ab
und
wewewe.sportlerfrage.net/frage/stimmt-es-dass-brustschwimmen-ungesund-fuer-knie-und-ruecken-ist

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Kommentar von whoami
22.02.2013, 00:41

Na ja... Lungenvolumen.... Ich selbst treibe auf dem Wasser selbst wenn ich komplett ausgeatmet habe! Ich vermute beim Problem-"Kollegen", dass er einfach panisch wird unter Wasser, und deswegen so schnell sinkt.

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Nur mit der richtige Körperspannung bleibt man an der Wasseroberfläche, für Anfänger ist es viel sinnvoller entspannt im bzw. am Wasser zu liegen. Kopf heben und ein Hohlkreuz (oder angespannter Rücken) drückt die Beine nach unten.

Lass ihn einfach mal unter Wasser abstossen und gleiten, dabei sollte der Körper in der richtigen Haltung und Wasserlage sein und er wird langsam zur Oberfläche kommen ohne dass die Beine absinken. Schwimmen ist nunmal die Fortbewegung im Wasser und nicht damit irgendein Körperteil aus dem Wasser rausschaut - also nimm zur Not einen Schnorchel zu Hilfe, aber die Entspannung ist wichtiger als die so oft genannte Körperspannung.

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Hi,

bist Du Dir sicher, dass Dein Schüler über eine ausreichende Körperspannung verfügt? Vielleicht spannt er ja nicht an, sondern verkrampft, was das Absinken erklären könnte. Er muss lernen und erkennen, dass das Wasser ihn trägt. Die beteiligten Muskeln müssen sich abwechselnd an- und entspannen. Körperschwerpunkt hin oder her, mit der richtigen Körperspannung sinkt man nicht so, wie von Dir beschrieben.

Gute "Trockenübungen" sind z.B. sämtliche Stabilisationsübungen.

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Kommentar von wiprodo
21.02.2013, 22:52

Steht nicht in der Frage, dass die betreffende Person genug Koerperspannung besitzt? Und Koerperspannung hin oder her, diese kann keine ungünstige Verteilung der Koerpermasse und ein Drehmoment zwischen Schwerkraft und Auftriebskraft aufheben, es sei denn, durch Koerperspannung waere man in der Lage, Koerpermasse zwischen Unterkoerper und Oberkoerper zu verschieben. Erspare es mir, das näher zu kolportieren!

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Nein, da gibt es keine relevanten Unterschiede in der Dichte. Auch das Thema "Ich wiege soviel weil meine Knochen sind so schwer" wurde wissenschaftlich ausgiebig untersucht und als Ammenmärchen entlarvt. Der Unterschied in der Knochenmasse von Mensch zu Mensch macht nicht mehr als etwa 300 Gramm aus.

Eine Lösung für dein Problem habe ich nicht. Wie bewegt er sich denn im Kinderbecken wo man stehen kann?

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Kommentar von BenDanFitness
21.02.2013, 14:45

Einzige Erklärung: Besagter Schüler ist kein Mensch. :O

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Ergänzung: Auch auf dem Rücken ist gleiches zu beobachten. Selbst wenn er sich schnell abstößt und gestreckt gleitet, sinkt er geschwind ab.

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