Schulterprobleme wegen verkürztem Pectoralis Minor?

3 Antworten

du bist seit 1,5 Jahren in Behandlung wegen Schulterproblemen?

Entweder ist die Behandlung nicht treffend oder du arbeitest dagegen oder hast eine Schädigung, die der Arzt hätte feststellen sollen.

Also zuerst einen Arzt das diagnostizieren lassen. Du stellst ja selber die Frage im Titel - du weißt nicht, ob es an der Verkürzung liegt, die ein Physio festgestellt haben will. Woraus bestehen also die Beschwerden und wodurch sind sie begründet.

Als weiteren Faktor nennst du eine schlechte Haltung. Daran kannst du arbeiten. D.h. weniger an allen Muskeln "rumdoktoren": die einen dehnen und die anderen kräftigen, sondern gewöhne dir eine gute Haltung an und vermeide schlechte Haltungen (in der Schule/Arbeit, zu Hause, am PC usw...). Beim Training: vermeide Übungen, die gleich oder am nächsten(!) Tag Beschwerden verursachen oder korrigiere die Bewegungen enstprechend. Bei Schulterschmerzen ist falsches Training Ursache Nr. 1.

Nach Ausschluss der o.g. Faktoren: eine Behandlung einer konkreten Ursache, die nach 18 Monaten nichts hilft, taugt nichts. Sorry. Lies dich in die Thematik ein und versuche dir selber zu helfen. Nach ärztlicher Diagnose.

Dehnen von Muskeln wird wohl in der Wirkung überschätzt. Wenn du es machen möchtest, schau dir das YT-Video zum Thema (pectoralis major und minor) von AthleanX an: "How to stretch your chest (and how not to!)". Wenn du kein englisch verstehst, schau dir zumindest die Dehnübung von Minute 4:25 - 5:30h an. Es geht dabei nicht um eine möglichst weite Dehnung des Schultergelenks! Also soft und exakt wie vorgemacht dehnen.

Vor dem Training soll man garnicht dehnen, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Am besten am Tag (an den Tagen) danach.

Eine effektive Übung, den Pectoralis minor zu dehnen, ist ein Stütz mit gestreckten Armen am Barren oder zwischen 2 Stühlen, wobei der Rumpf zwischen den stützenden Armen so weit wie möglich nach unten sinken sollte – bis sich die Ohren zwischen den Schultern befinden. Wenn man diese Haltung längere Zeit beibehalten will, sollte man die Füße bei gewinkelten Knien vor dem Körper auf den Boden stellen. Der Dehneffekt lässt sich etwas verstärken, indem man einen Oberarmhang einnimmt - statt zwischen 2 Stühlen dann zwischen zwei Tischen.

Aber glaube nicht, du würdest dadurch deine „Muskelverkürzung“ beheben. Belastbare experimentelle Studien haben belegt, dass durch Dehnen weder Muskeln verlängert und Muskelverkürzungen beseitigt noch Muskelverspannungen behoben werden – auch wenn Physiotherapeuten dies nach wie vor hartnäckig behaupten.

Sinnvolles Mittel in deinem Fall (…Schulter zieht ständig nach vorn…) scheint eher ein Krafttraining der Gegenspieler des P.m., nämlich des Trapecius und des Rhomboideus (s. whoami !).

Du solltest den Fokus auf das Training der hinteren Schultermuskeln legen, denn die sind zu schwach. Das Problem haben viele. Wenn du die trainierst, zieht es den Oberarmknochen wieder in die richtige Stellung.

Ist der wirklich der Gegenspieler zum Pectoralis Minor? Bin schon seit paar monaten dran den zu stärken (vorgebeugte shoulder raises und seitliches kabelzug ziehen) aber meine Haltung hat sich leider noch nicht gross verändert.

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@nerdic

Schulterprobleme haben nichts mit dem Brustmuskel zu tun - da wurdest du falsch informiert. Ich kenne die Problematik nur allzugut, denn jedem ergeht es irgendwann so, der Krafttraining betreibt oder viel auf der Couch sitzt (Lehne drückt Schultern nach vorne). Hier hilft nur, die Schultern wieder nach hinten zu ziehen und ha hilft nur das Training der hinteren Schultern.

Die meisten trainieren für die vordere Schultern 2 Übungen mit ordentlich Gewicht und vernachlässigen die hinteren Schultermuskeln sträflich mit einer schnellen Übung und leichtem Gewicht. DAS bringt ein Ungleichgewicht in die Schulter, das sich mit den Jahren immer mehr bemerkbar macht.

Physios und sogar manche Orthopäden sind bei dieser Thematik völlig uninformiert und erzählen auch nur, was sie vom Hörensagen kennen oder irgendwann mal vor langer Zeit (falsch) gelernt haben! Ich habe mind. 20 Therapeuten durch, bis ich mich irgendwann selbst bei den richtigen Leuten informiert habe: Leistungssportler, Sportmediziner, Osteopathen. Danach waren die Probleme mit dem richtigen Training schnell Geschichte.

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@whoami

Naja, dass alle Physios schlecht sind und keine Ahnung haben, stimmt ja nun auch nicht...

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