Schulterknochen steht hoch?

1 Antwort

wenn das Schultereckgelenk sichtbar hochsteht (oder das Ende des Schlüsselbeins), dann sind entweder alle oder mind. 1 Band, welche das AC-Gelenk befestigen, nicht intakt. Der Hochstand wird auch Klaviertastenphänomen genannt. Wenn du die hochstehende Stelle wie eine Klaviertaste etwas runterdrücken kannst (mind. 0,5cm) und die dann wieder hochgeht, dann wird das der Fall sein.

Geh zum Arzt und lass ein MRT machen, um festzustellen, welche und wieviele Bänder gerissen sind. Es wird auch geröngt und du bekommst ein Gewicht an die Hände, womit man den Höhenunterschied rechts und links feststellen kann. Bestehe beim Röntgen darauf, dass du das Gewicht nicht mit der Hand selber festhältst, sondern es ans Handgelenk gebunden wird, da das ganze sonst nicht aussagefähig ist und viele Röntgenhelferinnen das aus Faulheit (sorry, ja) so machen, es geht schneller.

Selbst beim Riss aller Bänder muss nicht zwingend operiert werden, das soll aber der Arzt dir empfehlen, entscheiden tust du dann. Die Bänder wachsen bei Ruhigstellung (wenn du denen also die Möglichkeit dazu gibst und die nicht ständig wieder auseinanderziehst) i.d.R. wieder etwas(!) zusammen. Wahrscheinlich nicht völlig und du wirst wahrscheinlich lebenslang eine gewisse Instabilität behalten. Die muss einen im alltäglichen Leben garnicht beeinträchtigen und im Sport nur in gewissen Bewegungs- und Intensitätsbereichen. Schwierig wird evtl. Schlafen auf der betr. Seite. Man kann es auch operieren, aber das ist eine etwas größere Sache: es wird ein Haken eingebracht. Wenn dann alles verheilt ist, kommt der wieder raus (neue OP), was wieder eine Verletzung darstellt. Es gibt auch andere OP-Methoden mit kleinen Ankern oder Schnurstückchen, die sogar im Körper verbleiben können. Bei bis zu 2 verletzten Bändern wird i.d.R. nicht operiert, bei 3 Bändern wird es je nach Alter und sportlichem Engagement oder auch beruflicher Belastung entschieden.

Zwischen den Knochenenden des Acromions und des Schlüsselbeins ist auch ein kleiner Discus (ähnlich Bandscheibe). Wenn das Gelenk gesprengt wurde, degeneriert der noch schneller (als üblicherweise sowieso) und es erhöht die Gefahr einer späteren Arthrose in diesem Gelenk.

In den ersten 2 Wochen nach dem Unfall solltest du tags und nachts einen Gilchrist-Verband tragen, damit die Stelle ruhig gestellt wird (begünstigt das Zusammenwachsen der Bänder von alleine und verhindert ein Auseinanderreissen evtl. noch vorhandener Bandreste).

Deine Trainingstechnik allgemein (nicht nur an der KB-Maschine) solltest du aber unbedingt mal checken, denn dass man sich an der KB-Maschine eine AC-Gelenkverletzung zuzieht, ist leider schon etwas kurios.

Kann es denn auch sein, dass man beim Klaviertastenphänomen keine Schmerzen hat? Ich kann meinen Arm auch noch ganz normal bewegen. Das ganze verwundert mich irgendwie, da ich zuerst auch dachte, dass es das ist, aber überall steht halt, dass man seinen Arm nicht mehr richtig bewegen kann und man starke Schmerzen hat.

An der KB-Maschine ist es das einzigw, was mir einfällt, wo ich an der Schulter starke Schmerzen hatte, dachte es deswegen

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@tomwdr

wenn Bänder durch sind, dann tut es eigentlich kaum weh und man hat eine deutliche Instabilität, je nachdem welche Bandanteile gerissen sind. Angerissene Bänder tun mehr weh. Bewegungen in dieser Instabilität können auch schmerzhaft sein, da die Gelenkdynamik dann verändert ist und z.B. die Bizepssehne oder Supraspinatussehne noch leichter beim Hochführen des Armes eingeklemmt werden können. Je nach Art der Bandverletzung eben. Vielleicht hat ja "nur" die AC-Gelenkkapsel was abbekommen und die Bänder sind noch ok? Selbst das ließe das Schlüsselbeinende etwas hochstehen. Aber gehe doch einfach zum Arzt.

Wenn an der KB-Maschine Schmerzen auftreten, sind die Polster nicht richtig platziert (stehen möglicherweise zu weit außen, sie sollten enger sein und sich mittig über dem AC-Gelenk befinden).

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Freeletics: wie hoch ist die Verletzungsgefahr bei Vorbelastungen z.bin der Schulter (keine Diagnose erwartet sondern Einschätzungen und Erfahrungen erbeten)?

Hi Sportfreunden. Ich habe/hatte ein Impingement in der linken Schulter, das ich mittlerweile gut im Griff habe, indem ich die Rotatoren gezielt trainiere und andere Übungen im Sportstudio mache für die Schultern. Klaissisches Bankdrücken wird z.B. durch Schrägbankdrücken im Untergriff ersetzt, Klimmzüge werden sehr weit zurückgelehnt gemacht, Überkopfübungen großteils weggelassen. Ausserdem ist eine leichte Arthrose im Schultergelenk aufgrund einer Opteration von vor 15 Jahren diagnsotiziert worden, die mich aber derzeit kaum bis gar nicht im Training einschränkt.

Ich interessiere mich nun für Freeletics. Ist das eine gute oder schlechte Idee, wenn man Trainer hinzuzieht, die sich die richtige Ausführung genau ansehen? Ich habe Angst mir - wie damals im Sportstudio - ein paar Monate das Training zu verbauen, weil mich der Ehrgeiz packt und ich nicht richtig auf meinen Körper höre (seufz).

Ich trainiere ungefähr seit 4 Jahren so vor mich hin mit mäßigen Ergebnissen und möchte endlich mal Ergebnisse sehen - HIT, 5x5 Systeme etc. schon ausprobiert. Ernährung ist auch okay.

Ich erwarte hier keine Ferndiagnose, aber: Gibt es Erahrungswerte bzgl. der "Vorfitness" bzw. Unverletztheit und Freeletics? Habt ihr eigene Erfahrung gemacht? Und was haltet ihr von dem Trainingssystem (in der Ausführung: Gemainsam mit Trainer) als solches & wie verletzungsgefährlich ist das?

Herzlichsten Dank für die Einschätzung!!!

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