Schnelligkeitstraining - Kampfsport

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4 Antworten

Abgesehen von den verschiedensten Trainingsempfehlungen muss Du berücksichtigen, dass die einzelnen Menschen ein unterschiedlich angeborenes Verhältnis von schnell zuckenden (aber wenig ausdauernden) zu langsam zuckenden (ausdauernden) Muskelfasern besitzen. Es kann also sein, dass Dein Kollege mit einem höheren Anteil schnellzuckender Muskelfasern gesegnet ist. Dieses Verhältnis lässt sich durch Krafttraining nur zu Gunsten der langsam zuckenden Muskelfasern verschieben. Denn durch Krafttraining neigen die schnellzuckenden Muskelfasern dazu, Eigenschaften der langsam zuckenden Muskelfasern anzunehmen. Auf der anderen Seite ist es nicht möglich, durch Training die langsam zuckenden Muskelfasern schneller zu machen. Es gibt somit nur zwei Möglichkeiten, schneller zu werden: 1. Krafttraining; denn größere Kräfte können die Körpermasse schneller in Bewegung versetzen. Dieses Krafttraining muss stets verbunden werden mit einigen explosiven Aktionen, damit die schnell zuckenden Muskelfasern nicht langsamer werden. 2. Koordinationstraining (Techniktraining); je perfekter die Muskeln ohne störende Begleitaktionen anderer Muskeln agieren können, desto schneller können Deine Bewegungen werden – wie gesagt, im Rahmen Deiner individuellen Möglichkeiten.

eigentlich gibt es da nicht viel zu sagen. SEHR GUT aufwärmen und loslegen. trainiere die schläge sauber und so oft wie möglich. die geschwindigkeit bekommst du nach und nach alleine. besonders eignen sich hierzu medizinbälle, boxbirnen und andere geräte mit denen man einges zur schnelligkeit beitragen kann. (.....)

aber wie gesagt, so oft und so sauber wie möglich. du wirst sehen sie werden automatisch schneller. sehr gut ist es noch diese mit leichenten gewichten zu schlagenn

Schnelligkeit ist das Eine. Die Richtige Muskelspannung das Andere. Dazu kommt dann noch der richtige Weg der Technik.

Fangen wir doch einfach mal mit dem letzten Punkt, der Technik an. Wenn der Arm an der Kleidung entlang schleift, entsteht ein Schleifgeräusch. Insofern könnte man annehmen, dass der Weg der Technik richtig ist. Ob dies allerdings für die gesamte Technik gilt, ist schwer zu sagen ohne Deine Technik wirklich zu beobachten. Der Arm muss immer eng am Körper entlang geführt werden. Je enger am Körper, desto besser. Eine Technik ist nur dann stark, wenn die Kraft direkt und ohne Umwege aus der Körpermitte kommt, wenn der ganze Körper hinter der Technik steht. Verliert der Arm den Kontakt zum Körper (häufig liegt dies an der fehlenden Spannung des Ellbogens), büßt die Technik erheblich an Kraft und Schnelligkeit ein.

Die Schnelligkeit steht im Übrigen in direkter Relation zur Kontraktionsfähigkeit der Muskeln und im Ergebnis auch zur Kraft. Je schneller ein Muskel kontrahieren und entspannen kann, desto schneller kann die Technik ausgeführt werden. Je mehr der Muskel vor der Technik entspannt ist, desto stärker kann der Muskel angespannt werden und umgekehrt. Der Unterschied zwischen Entspannung und Anspannung ergibt die Kraft.

Bei jeder Technik - also auch bei Schlagtechniken - sind immer die Muskeln des gesamten Körpers beteiligt. Es ist also immer die Anspannung aller Muskeln erforderlich, um eine starke Technik ausführen zu können.

Die Atmung unterstützt die Technik und die Muskelanspannung auf völlig natürliche Weise. Mit der Anspannung wird ausgeatmet, die Entspannung aller Muskeln führt dazu, dass ohne zusätzliche Muskelanstrengung frische Luft in die Lungen strömt.

Wenn die Technik beendet ist, ist auch die Ausatmung beendet und damit beginnt sofort die Entspannung und damit die Einatmung. Wird die Luft am Ende der Technik unbewusst angehalten, oder erfolgt die Ausatmung zu früh oder zu spät, führt beides dazu, dass die Atmung eben die Technik nicht unterstützen kann und Du damit auch keine wirkliche Kraft in Deine Technik bekommst.

Eine gute Technik ist das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels aller Muskelgruppen. Hart und Weich, Anspannung und Entspannung, Schnell und Langsam - alles verbunden durch die richtige Atmung: Das sind die für jede Technik wichtigen Punkte, die man in Einklang bringen muss und dafür bedarf es viel Geduld und Training. Das ist nichts, was man innerhalb weniger Wochen, Monate oder Jahre lernen kann. Dafür bedarf es sehr sehr viel Training.

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