Schmerzen statt Muskelkater - Wie erkennt man das richtig?

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schwer zu sagen...

Der Schmerz vom Muskelkater befindet sich nahezu im gesamten Muskelstrang und ist oft am stärksten in der Mitte des Muskels. Sind es andere Schmerzen, z.B. die gefährlichen Sehnenschmerzen durch Überlastung, hast du die anfänglich meist ziemlich genau dort, wo die Sehnen sich befinden (später strahlen die auch woanders hin aus). Die Sehnen befinden sich zwischen dem Knochen, wo sie angewachsen sind und dem Anfang des Muskels und auf der anderen Seite des Muskels ist es das gleiche. Vereinfacht gesagt, sind die Sehnen an den beiden Enden des Muskels. Bei Sehnenschmerzen ist man also an den Muskelenden bis zum Knochen druckschmerzhaft - das kann auch nur ein ganz kurzes Stück sein. Beim Muskelkater besonders in der Muskelmitte.

Muskelkater wird auch mehr flächig wahrgenommen, da der Muskel i.d.R. eine größere Breite als eine Sehne hat, während Sehnenschmerzen eher auf sehr dünne Streifen beschränkt sind. Durch den Ort des Schmerzes kannst du also schon gute Hinweise darauf bekommen, worum es sich handelt. Weiter fühlt es sich bei Muskelkater meist sehr angenehm an, wenn man ihn leicht drückt, bei Sehnenschmerzen ist das nur unangenehm. Muskelkater hat einen typischen zeitlichen Verlauf: man merkt ihn direkt nach dem Training überhaupt nicht und je nach Schwere kommt er schneller, hat eine "Schmerzspitze" (evtl. am nächten oder übernächsten Tag) und verschwindet dann wieder. Je später er kommt, um desto heftiger ist er. Sehnenschmerzen hast du häufig schon direkt nach dem Training, selbst während des Trainings kann das Ziehen auftreten.

Du solltest das ernst nehmen und sehr genau beobachten. Da du selber schon den Verdacht äußerst, dass es kein Muskelkater ist, ist neben einer anfänglichen Pause von ca. 1 Woche eine geringere Belastung nötig. Noch dringender würde ich dir empfehlen, deine Übungsausführung ganz genau zu analysieren (für einen Anfänger: Trainer hinzu ziehen!). Dies bedeutet vor allem die Bewegung an sich zu prüfen, dann die Häufigkeit und Schwere der Übungen. Bewegungen nicht explosiv ausführen, und die Gewichte direkt aus der Ruhephase heraus auch langsam und nicht ruckartig anheben, gewöhne dir gleiches für alle Bewegungen an. Beim Seitheben die Daumen nicht nach vorne oder noch schlimmer, nach unten zeigen lassen, sondern leicht nach oben und die Schulterblätter mitbewegen (am Anfang der Bewegung sind sie unten und drehen sich, wenn die Arme nach oben gehen in der gleichen Richtung mit). Auch hier: die Bewegung immer relativ langsam ausführen, dann geht es auch auf den Muskel. Wenn du Übungen kennst, die den Schmerz besonders hervorrufen, dann lasse die bleiben. Gefährlich können z.B. alle Druck- und fliegende-Bewegungen auf der Schrägbank sein, wenn du Schulterprobleme hast. Beim Latziehen nicht hinter den Kopf ziehen, sondern vor den Kopf, beim LH-Schulterdrücken ebenso (nur vor dem Kopf - und Stange nur bis Kinn, nicht weiter runter).

Unterarmprobleme: kommt drauf an, an welcher Stelle das ist. Häufig sind Kalbelzüge ursächlich für eine Überlastung an der Unterarm-Innenseite (in Ellbogennähe). Sind die Schmerzen eher am Handgelenk: Bizepscurls mit der LH können ursächlich sein, nimm eine SZ-Stange.

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