Schadet Marathonlaufen dem Stütz- und Bewegungsapparat bei Freizeitsportlern?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich meine, die hohen Trainingsumfänge, die nötig sind, haben nicht mehr viel mit Gesundheitssport zu tun.

Der Marathonlauf an sich ist eine Maximalbelastung, die den Körper an die Grenze der völligen Erschöpfung bringen kann.

Gesund ist das sicher nicht mehr.

Das trifft aber natürlich für jede Form von Leistungssport zu, das ist auch an der hohen Anzahl der Sportverletzungen zu sehen.

Ziemlich gewagte Meinung. Ich laufe gern und auch jedes Jahr einen Marathon und einige Halbmarathons aus Spass. Geschadet hat mir das nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu meinen Kollegen, die auch gern die Formel "Hähä, Sport ist Mord" in den Mund nehmen und stattdessen lieber am Fernseher, vor dem Rechner und im Auto sitzen bin ich ganz selten krank oder verletzt.

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@wurststurm

Es freut mich, dass Du gesundheitlich so robust bist und Spaß an Marathonläufen hast. Du hast mich falsch verstanden:

Ich rede ja nicht davon, dass vor dem Fernseher sitzen gesund wäre!

Und ich habe auch nirgends etwas gegen Laufen an sich gesagt.

Mir geht es um den Umfang und die Intensität. Ich kenne mehr ehemalige Marathonläufer, bei denen irgendetwas die Belastung nicht ausgehalten hat, als gesunde!

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Der Begriff Maximalbelastung ist hier eher sinnlos. Ein Marathon ist eine Maximal- oder Grenzbelastung für den "normalen" Wohlstandsbürger, der durchschnittlich am Tag ca. 300 - 700 m zu Fuß zurücklegt. Für die Teilnehmer des Deutschlandlaufs, die täglich 60 - 90 km laufen, ist ein Marathon locker gelaufen eine normale Trainingseinheit. Es kommt, um eine Belastung einzuordnen, immer auf die Voraussetzungen an.

Und noch eine Statistik: noch zur Jahrhundertwende ging der durchschnittliche Industriearbeiter täglich ca. 15-18 km zu Fuß. Der Mensch der Steinzeit - der von den genetischen Voraussetzungen mit uns übereinstimmt, denn die 2000 Jahre Zivilisation haben daran nichts geändert - hatte als Jäger und Sammler einen täglichen Bewegungsradius von 25 - 30 km.

Und wie sich langfristiges Laufen von vielen km auswirkt sieht man z. B. bei Horst Preissler oder Werner Sonntag, beides hochbetagte Herren, die jeder HUNDERTE von Marathons und Ultraläufen absolviert haben und das auch noch mit fast 80 Jahren.

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Hallo, Sportella, etwas spät, aber gerade lese ich diese Antworten. Ich stimme Dir voll zu. Die Kommentare hierzu kommen von engagierten Läufern. Mich stört am Laufen, dass man laufsüchtig ist und auch dann nicht aufhören kann, wenn man sollte. Die hier angeführten Beispiele von sehr alten Marathonläufern überzeugen mich nicht, dann könnte man auch hundertjährige Kettenraucher als Beweis für die Unschädlichkeit des Rauchens anführen. Es gibt eben gesegnete und gegnadete Genkonfigurationen.

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Auch ich gehöre zu jener Spezies des Freizeitsportlers aber ich kann von mir nicht behaupten dass mir der Marathonlauf geschadet hätte. Natürlich muss auf ein gezieltes Training der vernachlässigten Muskulatur (Rücken,....) geachtet werden. Ansonsten würde ich vorsichtig behaupten daß es nicht schadet Marathon zu laufen. Jedoch ist nicht jeder Körperbau gleich, und nicht jeder für eine derartige Belastung gebaut. Kann mir z.B. nicht vorstellen bei einem Air Race in einem Cockpit zu sitzen und so einen Jet zu steuern, bei was weiß ich wieviel G! Jedem SEIN Sport. Grüße von Chris aus Thalheim

Ohne adäquates Ausgleichtraining kann es zu Abnutzungserscheinungen am Bewegungsapparat kommen. Natürlich!Ein Marathon ist immer eine hohe Belastung. Ein Problem sind immer diese Wochenendläufer die sich faktisch überfordern und vom Belastungsprofil eigentlich nicht für einen Marathon geeignte sind . Es kommt noch hinzu das bei ca. jedem 100ten teilnhemer eines Marathons Herzprobleme und Herzfehler vorliegen die meist nicht von ärztlocher Seite abgeklärt sind. Daher auch immer wieder Todesfälle bei Marathons!

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