Rückensport falsch oder richtig?

1 Antwort

Weder die von dir angeführte „Rückenschule“, noch dein „Rehasport“ haben Recht – oder - aus jeweils ihrer eigenen Sicht haben beide Recht. Das soll heißen:
(1) Wenn du ein körperlich gesunder Sportler bist, kannst und musst du deine bauchseitigen Muskeln, sowohl den geraden Bauchmuskel (M. rectus abdominis), als auch die Hüftbeuger (M. iliopsoas, M. rectus femoris), kräftigen. Dabei kannst du in der Rückenlage sowohl die gestreckten Beine heben, als auch bei fixierten gestreckten Beinen den Rumpf anheben. Dabei trainierst du beide Muskelgruppen gleichzeitig, die Hüftbeuger, um die Beugebewegung zu realisieren, und den geraden Bauchmuskeln, um dabei ein Vorkippen des Beckens zu unterbinden und den Rumpf zu stabilisieren bzw. ein Ausweichen „in ein Hohlkreuz“ zu umgehen. Diese Übungen haben sogar den entscheidenden Vorteil, die Hüftbeuger in einem eher gedehnten Arbeitsbereich zu beanspruchen und damit einer Muskelverkürzung zu begegnen, die sich leider bei einer überwiegend sitzenden Lebensweise einstellen kann (s. auch Antwort von thonie). Allerdings muss man nicht übersehen, dass bei diesen Übungen die größere Beanspruchung dem geraden Bauchmuskel abgefordert wird, während die Hüftbeuger sich kaum anstrengen und somit auch keinen wesentlichen Kräftigungsreiz bekommen. Das kannst du leicht daran erkennen, dass eine einbeiniges Heben ohne Probleme gelingt, ein beidbeiniges aber anstrengt, obwohl die Hüftbeuger jeder Körperseite nur je ein Bein zu heben brauchen, genau wie beim einbeinigen Heben.
(2) Wenn du jedoch unter irgendwelchen körperlichen Schwächen leidest, einem vorgekippten Becken, verbunden mit einem „Hohlkreuz“ (Hyperlordose der Lendenwirbelsäule), allgemeiner Muskelschwäche oder gar einer spezifischen Schwäche der bauchseitigen Muskeln, Bandscheibenproblemen im Bereich der Lendenwirbelsäule ......, ist bei den genannten Übungen allerdings Vorsicht geboten. In diesem Fall sollte man alle Übungen, die zur Kräftigung der Hüftbeuger (s.o.) oder der Hüfstrecker (M. glutaeus, Mm. ischiocrurales) dienen, einbeinig ausführen, um die Belastung der Lendenwirbelsäule zu minimieren. Aber auch hier ist eine ausreichend hohe Beanspruchung der Muskeln unerlässlich. In Rückenlage mit nur 1 Bein radeln ist nutzloser Kinderkram!

(siehe auch hier: http://www.sportlerfrage.net/tipp/hohlkreuz-stets-ein-thema)

Fasziale Verklebung ausheilen lassen?

Hallo Leute, ich mache jeden Tag so meine 300-400 Liegestütze. Also immer 100 auf einmal. Meist früh 100, und dann wenn ich nach Hause komme die restlichen, in ein paar Zeitabständen meist. Und ich mach sie relativ schnell, also ca 1:30min für 100. Und eine klimmzugstange für die Tür hab ich jetzt auch. Nun habe ich schon seit längeren so ein verspannt es Gefühl im Brustkorb Bereich. Hab mir dagegen eine Faszienrolle gekauft, und mich über die Fasziehfunktion auch etwas eingelesen. Mit der Rolle kurz danach fühlt es sich besser an, aber über den Tag ziehe ich und drück mir auf dem Brustkorb Bereich rum. Auch hab ich das gefühl, dass die Atmung etwas eingeschränkt ist, aber das kann auch Einbildung sein. Doch wenn ich tief einatme zieht es im Rücken, und ich spüre eine Beengung des Brustkorbs. Und fühlt sich irgendwie auch verklebt an manchmal. Entweder mach ich zu viel Liegestütze oder falsch, wobei ich das schon mind. 6 Monate mache oder länger. Soll ich jetzt ein paar Tage warten und nicht trainieren, oder ist das gerade schädlich? Ich denke dann immer, meine muskeln verabschieden sich schon nach 1-2 Tagen ohne training, und will dann wieder trainieren, obwohl diese Verspannung dann gerade wiederkommt. An was kann das liegen? Und heilt sowas dann auch wieder allein? Wenn es fortgeschritten wäre, eher nicht, das weiß ich schon. Und psychosomatisch ist das jaa dann auch nicht sehr angenehm, wenn das so verspannt/beengt ist. Ich hab keine akuten Schmerzen, aber stimmen tut auch etwas nicht. Wenn ich versuche den Brustkorb zu dehnen, kommt auch immer so ein Geräusch, wie wenn man etwas zusammengeklebtes löst, oder Luftbläschen platzen oder sowas ^^.

Hoffe hab das genau genug erklärt, danke schon mal MfG Gernotshagen96

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Dumpfes Knacken im Hüft- / Po- Bereich. Was könnte das sein?

Hallo, seit ca 12 Wochen mache ich (29 Jahre, 62kg schwer) Kraftraining im Studio. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich ein dumpfes Knacken bei bestimmen Bewegungen im Hüft und Po Bereich an meinem rechten Bein habe. Entsprechend vorsichtig habe ich dieses Trainiert bzw. darauf verzichtet.

Ich kann das sehr einfach hervorrufen. Dabei muss ich nur mein rechtes Bein ca. bis es rechtwinklig ist anheben und wieder senken. Dann höre ich ein nicht genau lokalisierbares Knacken aus dem Bereich Hüfte bzw Po. Es tut zwar nicht weh fühlt sich aber falsch an (ich spüre einen kleinen Wiederstand)

Beim Beinheben, am Gerät, tritt das Geräusch ebenfalls auf, jedoch genauer lokalisierbar (aber glaube eine andere Stelle) - hier scheint aus der Richtung vom Iliosakralgelenk zu kommen und ist näher an der Wirbelsäule zu hören.

Das rechte Bein fühlt sich generell verspannter oder schwerer an weshalb ich was muskuläres vermute.

Mein Trainer sagt ich soll mir das von einem Facharzt anschauen lassen. Da hab ich jetzt auch am Freitag einen Termin. Damit ich aber gut vorbereitet bin und die richtigen Fragen stellen kann hätte ich gern ein paar Einschätzungen was genau das sein könnte.

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Was kann ich gegen eine Verhärtung im Oberschenkel beim Laufen tun?

Ich habe mir vor einiger Zeit, etwa 4 Monaten, beim Handball einen Muskelfaserriss im hinteren, rechten Oberschenkel. War beim Arzt, hab mich geschont, aber leider zwei Mal zu früh, zu hohe Belastung gehabt und deshalb immer noch Probleme. Ich gehe auch momentan zur Physiotherapie und lasse mich dort behandeln, was meiner Meinung nach auch geholfen hat. Es ist nur so, dass ich immer, wenn ich laufe nach einiger Zeit an der betroffenen Stelle eine Art Verhärtung spüre. Es tut nicht sonderlich weh und es fühlt sich auch nicht so an, als ob ich wieder einen Riss habe, aber ich kann damit nicht zu 100 % trainieren.

Jetzt zu meinen Fragen: Was kann ich dagegen tun? Ich bin Torwart, soll ich auch wieder Torwarttraining leicht anfangen? Hat es vielleicht auch psychische Probleme, so wie Phantomschmerzen, dass ich Angst habe mir wieder was zu reißen?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten?

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