Rhythmus finden beim Kraulen

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lass ihn über die anderen Schwimmarten den Schwung finden und übe das Abstossen und gleiten bzw. die Wenden auch gleich mit - 5 m bis zum Auftauchen als Minimum zum Beginn, dann halt noch mit Unterwasserbewegung beginnen und auf 7 bis max. 10m verlängern und das möglichst bei jeder Wende!

Gegen das "hölzern" lass ich viel Brustarme mit Undulation schwimmen bzw. Kraulabschlagarme mit einer Delphinbewegung. Probier aus ob es ohne Atmen besser wird, wenn er sich rein auf die Wasserlage konzentrieren kann, das Vorwärtskommen.

PS: ich habe "Schwimmen" als Thema eingefügt und die Frage ist mir leider erst sehr spät aufgefallen, aber Du könntest ein Update geben, wenn Du noch Antworten dazu haben willst (und wo es gerade eckt).

Vielen Dank!! Thema ist noch aktuell. Wenden findet im Grunde nicht statt, weil die Luft derart raus ist, dass er erst mal Päuschen machen muss am Rand... Bin in den letzten Wochen dazu übergegangen, alle Schwimmstile praktizieren zu lassen, aber von einer Undulationsfähigkeit ist er noch so weit entfernt wie der Mars von der Erde. Besser geworden ist die Dynamik. Der Arm wird nicht mehr auf das Wasser drauf sortiert, sondern tatsächlich mit hohem Ellenbogen und entspannter Hand nach vorn geschwungen. Wenn die Armarbeit einigermaßen funzt (auch mit Rotation und Streckung) sind die Beine nach wie vor das Problem. Po zu hoch, Beine zu steif, zu weit auseinander, der Wasserdruck hat kaum eine Chance, den Unterschenkel zu beugen, damit ein Abwärtskick möglich ist. Gleiten und Schweben üben wir jedes Mal.... ist ein Beinabsinker. Gleichgewicht hapert auch. Ohne Atmen ist es durchaus besser, haben auch mal mit Schnorchel versucht, aber dann haben wir den Effekt, dass der Arm zu weit nach links (bzw. rechts) eintaucht und somit über die Körpermitte hinaus zieht (dann schlingert er rum). Ich versuche das durch Überkorrektur ("streck den Arm mal Richtung Seitenwand") oder Bilder ("versuch mal, mit dem Daumen auf die Wand vor Dir zu zeigen") in den Griff zu kriegen, aber es ist problematisch. Sehe so viel, möchte aber nicht jedes Mal zig Sachen korrigieren. Die Frustrate ist eh schon so hoch. Mehr mit dem Abstoß arbeiten werde ich auf jeden FAll versuchen. Wenn der Auftrieb durch Vortrieb noch vorhanden ist, kriegt er vielleicht ein besseres Gefühl dafür, wie es sein könnte.

Vielen Dank für Deine Antwort!!!!

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@Schneepunzel

Lass ihn mal mit Flossen aber ohne Beintempo schwimmen, eine gute Übung für "Beinabsinker" (zu denen ich früher auch gehört habe) ist das Liegen auf der Wasseroberfläche mit dem Gesicht im Wasser und ohne Armbewegung abtauchen und den Schwung in eine horizontale umlenken (wenn es zu Beginn nicht funktioniert auch mit Schwung oder gleichzeitig mit dem Atemholen und Eintauchen vom Gesicht).
Delphinsprünge in unterschiedlich tiefen Wasser, zuerst locker und ohne viel Abstossen vom Beckenboden, dann auch das Abstossen dazu nehmen und jedesmal beachten, wie weit er vorwärts kommt. Das kannst Du gut mit Ringetauchen kombinieren.
Abstossen im Schwimmbecken üben: an der Oberfläche und gleiten, von der Oberfläche und gleich abtauchen, unter Wasser waagrecht abstossen und nach oben gleiten lassen / waagrecht vorwärts so lange es geht / abtauchen schräg nach vorne (und Ringe auftauchen).
Erwachsene lernen das Beintempo bzw. die korrekte Bewegung und Krafteinsatz indem sie zuerst einige Zeit kein Beintempo machen und lernen die Beine locker schwingen zu lassen. Funktioniert manchmal bei Kindern, eher solltest Du aber in Seitenlage und in Rückenlage im Training dazu nehmen - es fühlt sich anders an, die Fehler sind also meist auch etwas unterschiedlich. Pull-Bouy finde ich nicht gut, vor allem wenn es bereits Probleme mit der Wasserlage gibt und auch weil die Beine dabei steif sind.

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@pate4ever

Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Joooo, ich weiß. Der Pull-Buoy ist so eine Sache... Aber er liebt ihn. Und es muss ja auch Spaß machen. Wir sind ja nur Breitensportler..... nicht, dass das das Vernachlässigen von korrekter Technik entschuldigen würde.... aber man muss manchmal flexibel sein :-)

Ich hab Deine Tipps schon auf dem (laminierten) Zettel für das nächst Training.

GRAZIE !!!!!!!!!!

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@Schneepunzel

Nimm einmal statt dem Pull-Bouy ein Schwimmbrett (hochkant und so einklemmen mit dem Oberschenkeln, dass es wie eine Haifischflosse nach oben schaut), damit kann er selbst fühlen, wie stark sich sein Körper dreht bzw. wie er "Slalom" schwimmt - und wie ein Hai eine Flosse zu haben mögen die Kinder auch.
Auf diese Art hat das Schwimmbrett übrigens weniger oder sogar null Auftrieb - also die Haltungsprobleme vom Pull-Bouy sollten sich da auch nicht so stark auswirken. Die Füsse können dabei auch überkreuzt werden, damit er sich rein auf das Gefühl durch das Brett konzentrieren kann. Die Kinder sollen auch gegenseitig beobachten, wie stark sich das Brett jeweils bewegt (rechts, links schwanken).

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@pate4ever

Zielperson ist 46 Jahre alt. Aber ich glaube, die Übung ist dennoch klasse! Großartig, um das Schlingern klar zu machen. Ich schwimm selbst ab und an mit hochgestelltem Brett und Du hast Recht, das merkt man dann. Habs nie in Zusammenhang gebracht, aber das scheint mir gut geeignet. Vielen Dank!!!! Die Beobachtung übernehme ich dann einfach :-)

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