Reizschwellengesetz

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Das ist ganz einfach: Die Reizschwelle muss überwunden werden, um einen Trainingseffekt zu erreichen beziehungsweise seinen Leistungsstand zu halten.

Allerdings reicht das mit zunehmender Leistungssteigerung nicht mehr aus, der Reiz muss dann höher liegen, um dann eine weitere Steigerung oder Beibehaltung der Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Das heißt, dass der Körper, wenn er sich an eine bestimmte Belastungsstufe angepasst hat, einen stärkeren Belastungssreiz, um seine Leistung abermals steigen zu können. Reicht der Reiz aber nicht mehr aus, bleibt er auf dem Leistungsniveau und wird nicht besser.

Das hängt mit dem Ökonomisierung des Körpers zusammen, die es nicht zulässt, etwa überflüssige Muskulatur aufzubauen, deren Leistung nicht abgerufen werden, sondern "nur Nährstoffe und Sauerstoff verbrauchen". Folglich erfolgt immer eine Anpassung, bei einem großen Reiz wird die Leistungsfähigkeit gesteigert, bei einem geringeren Reiz wird sie wieder abgebaut. Folglich orientiert sich die Reizschwelle stets an dem Trainingsstand.

Der von Dir zitierte Satz sagt aus, dass bei sehr gut trainierten Sportlern der große Teil der Reizschwellenanpassung nur dafür erfolgt, um den mühsam aufgebauten Trainingsstand zu erhalten. Die Steigerungfähigkeit der Leistungs nimmt mit zunehmendem Leistungsstand ab, weil der Körper dann nicht mehr in der Lage ist, aufgrund seiner eigenen Grenzen noch große Sprünge zu machen. Daher bezieht sich der Satz auch auf den Hochleistungssport, da sich hier die Sportler in der Regel an ihren Leistungsgrenzen bewegen.

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