Pulsverhalten verstehe ich nicht, Spinnig

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2 Antworten

Der Puls, d.h. die Menge des Blutes, die in der Zeiteinheit vom Herzen ausgeworfen wird, hängt in erster Linie davon ab, wie viel Sauerstoffe im Körper zur Energiegewinnung benötigt wird und zu den Bedarfsorganen (Muskeln) zu befördern ist bzw. wie viel CO2 im Körper auf den Abtransport wartet. Beim Laufen wird nun ein wesentlich höherer Prozentsatz der Körpermuskulatur gleichzeitig beansprucht als beim Radfahren; denn beim Laufen muss nicht nur die Vorwärtsbewegung produziert, sondern gleichzeitig auch das Körpergewicht getragen werden, das beim Radfahren ohne zusätzliche Anstrengung auf dem Sattel ruht. Also benötigt der Körper beim Laufen mehr Sauerstoff als beim Radfahren, das Herz muss in einer höheren Frequenz arbeiten als beim Radfahren beim gleichen subjektiven Anstrengungsempfinden. Diese Puls-Differenz zwischen Laufen und Radfahren ist umso größer, je schwergewichtiger eine Person ist, d.h., je mehr Körpermasse sich beim Radfahren auf dem Sattel „ausruhen“ kann, die beim Laufen Schritt für Schritt bewegt werden muss.

wiprodo 25.03.2015, 15:17

Selbstverständlich ist das Pulsverhalten (wie alle physiologischen Kennwerte) sehr stark von individuellen Bedingungen abhängig. Gleichwohl lässt es sich sowohl zwischen Personen und als auch zwischen Sportarten vergleichen. Dabei lassen sich unabhängige Regeln erkennen. Dazu gehört die Beobachtung, dass Laufen bei sonst gleichen Grundbedingungen schneller zu hohen Pulswerten führt als Radfahren und dass diese Beziehung bei schwergewichtigen Personen deutlicher in Erscheinung tritt als bei Leichtgewichtigen. Das gilt sowohl absolut (beim Vergleich des reinen Körpergewichtes) als auch besonders relativ (beim Vergleich des Fettanteils der Personen). Wichtig ist in jedem Fall, dass man bei solchen Vergleichen bzw. bei Benutzung von Komparativen (mehr, sinnvoller …) die Vergleichsobjekte (mindestens 2) benennt und mit dem Wörtchen „als“ verbindet.

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wiprodo 25.03.2015, 18:00
@wiprodo

"...und dass diese Beziehung bei schwergewichtigen Personen deutlicher in Erscheinung tritt als bei Leichtgewichtigen...." und dies in entsprechender Realtion bei "Niedrigpulslern" und "Hochpulslern" gilt.

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Setpoint 26.03.2015, 00:10
@wiprodo

Man kann je nach Kontext u.Zielsetzung vieles miteinander vergleichen ob diese dann Sinn machen ,hängt von vielen Faktoren ab.

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wiprodo 28.03.2015, 14:00
@Setpoint

Man MUSS vieles, insbesondere biologische Zusammenhänge, miteinander vergleichen, und zwar bei einer möglichst großen homogenen Stichprobe, um für die Allgemeinheit gültige Grundregeln zu bekommen. Ob (besser: inwieweit) diese für das einzelne Individuum zutreffen, oder um bestimmte Prozentwerte vom Mittelwert abweichen, hängt vom Einfluss vieler individueller Faktoren, vom Kontext und von der Zielsetzung ab. Aber sicher werden diese Grundregeln nicht auf den Kopf gestellt.

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Beim Spinning ist die Belastung schlecht vergleichbar, weil ihr den Widerstand ja alle individuell einstellt. Wenn der Trainer "Halbe plus" oder so sagt, wird der eine ein wenig weiter und der andere weniger weit drehen.

Zwei Stunden Spinning sind auch viel zu lang, das solltest du nicht länger als maximal eine Stunde aushalten, sonst ist die Intensität zu niedrig.

Es wird aber mehr bringen, das Esspensum zu senken, als das Sportpensum zu steigern. Abnehmen kannst du nur über die Ernährung, Sport hilft zwar aber wenn du ungesund und zu viel isst, kannst du noch so viel Sport machen, du wirst zunehmen.

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