Pulsverhalten bei Cardio normal? Wie seht ihr das?

3 Antworten

GA1 und GA2 sind definierte Bereiche für die Pulsrate, die aus einem individuellen zuvor ermittelten Maximalpuls errechnet werden. Die Bereiche haben sich in der Praxis bewährt, um bestimmte Trainingsziele zu erreichen. Wenn du nun im GA1-Bereich trainieren willst, dann musst du die Belastung insofern auch während des Trainings dauernd anpassen, damit deine Pulsrate in diesem Bereich bleibt. Bei Überschreitung des GA1-Bereichs bist du ja definitionsgemäß im GA2-Bereich. Wenn du keine sehr ambitionierten Ziele verfolgst, die ein akkurat abgestimmtes Training (u.a. in Bezug auf die GA-Bereiche) erfordern, dann würde ich allerdings nicht so viel darauf geben, sondern nur schauen, dass mir das ganze Spaß macht und ich mich damit nicht überfordere. Längere GA-Einheiten sind auch nicht gerade sehr förderlich fürs Krafttraining.

Als Spekulation, wieso der Puls bei gleichbleibender länger dauernder Belastung vom GA1- in den GA2-Bereich wechselt, du also mit beschleunigtem Herzschlag mehr Blut (und damit Sauerstoff) an die Zielmuskeln bringst, könnte folgendes dienen: Anfangs verbrennt der Muskel prozentual gesehen mehr Kohlenhydrate und mit zunehmender Leerung der Speicher (was nach 50 Minuten durchaus schon als Phänomen in Erscheinung tritt) werden anteilmäßig mehr Fette verbrannt. Der Fettstoffwechsel benötigt mehr Sauerstoff zur Energiegewinnung, was vielleicht auch aus der Summenformel von Fetten und Kohlenhydraten anschaulich werden kann. KH bringen deutlich mehr Sauerstoffatome mit als Fettmoleküle, so dass bei der Verbrennung von Fetten mehr Sauerstoff benötigt wird, um ein Molekül zu Wasser und CO2 abzubauen.

Eine direkte Antwort kann ich Dir darauf nicht geben, aber...

Man hat auch bei größerer Intensität positive Auswirkungen auf die Grundlagenausdauer. Teilweise sogar wesentlich bessere als bei lauem Training im schwitzfreien Bereich...

Jeder Kreisliga A - Fußballer läuft locker die 10 km in einer guten Zeit und das an trainingsfreien Tagen...

Von daher würde ich da gar nicht so auf Pulswerte achten. Den GA1 - Bereich würde ich ohnehin eher zum Ausruhen / Entspannen wählen.

Das kannst am Besten über das Empfinden steuern....

Das Training gefällt Dir doch, belass es doch dann einfach so. Tust für GA1 und GA2 in jedem Fall genug, Krafttraining machst auch....

Für ne gute Alltagsfitness ist das doch super!

Der Puls ist ein schwieriges Maß bei Ausdauereinheiten. Ein gutes und einfaches Indiz ist es noch reden zu können. Bist du dazu nicht mehr imstande und hechelst nur noch Worte heraus, dann ist die Intensität zu hoch für Grundlagenausdauer.

Wie lange und intensiv sollte ein Intervalltraining maximal sein?

Hallo zusammen

Zum Thema Intervalltraining gibt es ja viele Beiträge und verschiedenste Vorschläge. Aber so richtig habe ich keine Antworten auf meine Fragen gefunden. Deshalb versuche ich es mal auf diesem Weg.

> Wie lange und intensiv sollte ein Intervalltraining maximal sein?

Ich weiss, einige würden jetzt sagen: "Bis du nicht mehr kannst". Aber irgendwie gibt es da für mich keine Grenzen. Und da ich im Moment noch ein wenig zu viel auf den Rippen habe, fürchte ich um meine Pumpe/mein Leben. Mit bald 30 Jahren wird mir meine Jugend auch nicht weiterhelfen und gerade in meinem Alter gibt es z.B Radler, die tot vom Hocker fallen, weil das Herz nicht mehr mitgemacht hat...

Also: Normalerweise halte ich mich an folgende Regeln: 20% der trainierten Kilometer werden in Form von Intervalltraining abgelaufen. (Bei mir ist das genau ein Intervalltraining a 8-10Km (+5 Leistungskilometer) pro Woche.

Ich habe mich für eine hochintensive Variante Entschieden:

5 Min einwärmen bei 140-165 Spm. Dann 9 Intervalle: 3 Min Erholungsphase zwischen Sprintphasen (Puls muss unter 135 Spm) 1 Min Sprintphase (Puls meist bis auf 180+) Massive Belastung Dann 5 Min Pause: Puls auf 120 Spm Dann nochmals 9 Intervalle wie oben und dann 5 Min auslaufen.

Da bin ich schnell auf 1h20 Min für ein Intervalltraining.** Ist das zu viel?** Der Witz ist jetzt, dass bei mir generell nach 1h Laufzeit alles ein wenig einfacher vorkommt.
Nun habe ich keine Beschwerden und mache schön 48h Pause vor dem nächsten Training. Sollte ich mein Intervalltraining nicht so intensiv gestalten?

Bei den restlichen Trainings achte ich immer darauf, dass ich eine Erholungsphase einlege, wenn mein Puls längere Zeit im anaeroben Bereich bleibt (Was bei mir schnell mal der Fall sein kann...). Man könnte also auch da von einer Art Intervalltraining sprechen (E.g, wenn man den Hügel hinaufläuft und die Intensität nicht anpasst...).

Meine Trainingsziele? Ich habe keine Ziele ausser Gewichtabnahme/Fittness. Generell wurde mir gesagt, dass je intensiver das Training, je höher die Herzfrequenz, desto mehr muss der Körper arbeiten. Beim Intervall erhöht man den Stressfaktor für den Körper einfach um eine Dimension.

Hier noch mein Wochenplan:

Montag: Training 10 Km (+300 Höhenmeter). Später die längere Distanz über 14 Km Dienstag: Ruhetag (Ev. Dauerschwimmen) Mittwoch: Intervall Donnerstag: Ruhetag Freitag: Training ditto Montag Samstag/Sonntag: Kleinere Aktivitäten.

Für eure Hilfe bin ich sehr dankbar.

Viele Grüsse

C.

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