Propriozeption Störung HWS Syndrom?

4 Antworten

Hallo,

vielleicht wäre ein Yoga-Therapeut jetzt die richtige Wahl. Vor zwei Jahren ging es mir ähnlich. Unterschiedliche Diagnosen und Empfehlungen, die Schmerzen blieben. Ich habe es mit einer Yoga-Therapeutin hinbekommen und war nach einem Jahr beschwerdefrei. Aber eines ist klar! Dein Körper möchte dir was sagen. Vielleicht, dass alte Trainingsgewohnheiten jetzt nicht so gut sind. Versuche dich zum Wohle deiner Schulter neu zu orientieren und nicht die gewohnten Muster beizubehalten. Manchmal muss man neue Wege gehen! ;-) Ich kann heute wieder alles, so machen, wie früher nur eines habe ich beibehalten: 1x die Woche Yoga! :-)

Danke für den Tipp. Ich werde es mal in Erwägung ziehen :-)

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ehrlich gesagt, fällt es mir schwer zu glauben, dass 2 Orthopäden kein Schulter-Impingement diagnostizieren können (oder es falsch diagnostizieren). Das ist absoluter Standard und mit einigen etablierten Bewegungstests festzustellen. Mit Röntgen kann man da allenfalls verkalkte Stellen im Sehnenbereich feststellen (oder in seltenen Fällen ein ausgeprägtes outlet-impingement).

Wenn du von schweren Bewegungen ("max. Kraft") sprichst, kann es aber auch sein, dass deine Sehnen +/- im ganzen Schulterbereich stark gereizt sind. Das ist auch nicht besonders ungewöhnlich, sondern bei vielen Kraftsportlern gelegentlich der Fall. Wenn man das nicht in den Griff bekommt, wird das regelmäßig zum Beenden der sportlichen Betätigung führen. Das betreffen dann insbes. die Sehnen der Muskeln Supraspinatus, Infraspinatus und Bizeps (lange Bizepskopf), und wenn es mit der HWS verbunden ist, wird es auch der Ursprung des oberen Trapezius sein. Für diesen Fall würde ich dir ein (Kraft-)Trainigsstopp für einige wenige Wochen empfehlen und die Muskeln nur sehr leicht belasten, z.B. durch Schwimmen oder Aufwärmgymnastik, und dabei die Muskeln nicht in sog. Endkontraktion bringen. Dazu unterstützende Maßnahmen wie leicht dehnen, durchblutungsförderndes Verhalten durch Ausdauerleistung des gesamten Körpers (Joggen...), ggfs. Ernährung verbessern, betr. Stellen nicht auskühlen lassen, und vor allem auf gute Körperhaltung achten (beim Arbeiten und in der Freizeit: z.B. Zocken am PC). Zusätzlich solltest du auf angespannte Haltung achten: z.B. hebst du unbewußt die Schultern dauernd leicht an, da eine Arbeitsplatte zu hoch ist usw? Für solche negativen Beispiele gibt es viele Möglichkeiten. Dauerspannung ist für Sehnen auch ohne große Belastung Gift. Entspanne den Bereich mal bewußt.

Wenn die Behandlung durch einen Arzt/Therapeuten nicht anschlägt, heisst das nicht unbedingt, dass die Diagnose oder die Behandlung falsch ist. Es kommt auf die Ursache an: wenn z.B. ein falsches Training die Sehnen geschädigt hat, kannst du so viele Behandlungen durchmachen wie du willst, es wird nichts nützen, wenn du dein Trainig nicht änderst, sondern so weiter machst wie bisher oder noch schlimmer: zusätzliche Rückenübungen oder Rotatorenmanschettenübungen einbaust und damit die Belastung noch erhöhst anstatt zu verringern. Wie so häufig ist es dann für Ärzte unmöglich, einem Patienten zu helfen, wenn der nicht mit arbeitet.

Also das mit dem Impingement ist so. Es wurde ein Röntgen von den linken Schulter gemacht und da war durch die Verengung an der Schulter eine Entzündung festzustellen. Der Orthopäde meinte aber das dies durch einseitigem Training (überwiegend Brusttraining) zu Stande gekommen wäre und ich überwiegend jetzt Rückenübungen machen soll um das Trapez zu verstärken. Das Problem dabei war nur sobald ich versuche meinen Rücken zu trainieren wurde mein linker Arm (Bizeps) so gereizt, dass ich nicht mehr als 5 Wdh. machen konnte je nach Gewicht. Die Dysbalance merke ich beim Training erst recht, da ich an meinem rechten Arm noch Kraft habe und einige Wdh. machen kann ist mein linker Arm schon komplett ausgeschöpft und da geht nichts mehr. Auch beim Trizepstranining merke ich das ganz besonders, da merke ich meinen Trizeps am rechten Arm sehr gut und fühle wie er sich anspannt aber den linken Trizeps fühle ich überhaupt nicht obwohl ich beide Arme gleichzeitig trainiere. Daher kam mir das, was der Therapeut zu mir gesagt hatte sinnvoller, also dass es kein Impingement ist sondern Propriozeption Störung HWS Syndrom, weil ich auch einen fast dauerhaft steifen Nacken habe. Er hat mir jetzt einen Stoffwechseltraining empfohlen, wo ich 3 mal 30 Sätze machen soll mit sehr wenig Gewicht. Mal gucken ob das was bringt.

Das ist echt sche.e hart, wenn man in die Verzweiflung fällt, dass einem nicht geholfen werden kann und man damit leben muss :-(

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@mcfitt

also wurde ein Impingement festgestellt und damit zusammenhängend eine entzündete (Supraspinatus)Sehne. Beim durch Krafttraining ausgelösten Problem am Supraspinatus ist häufig auch die Bizepssehne des langen Muskelkopfes mit beteiligt. Ein Problem an der Bizepssehne kann auch sehr hartnäckig sein und verschieden schwerwiegende Schädigungen verursachen. Wie gesagt würde ich dir zu einer mehrwöchigen Trainingspause raten (mehr s.o.).

Nach der Ausheilung gilt es, die Trainingsfehler, die zum Impingement geführt haben, zu vermeiden. Dazu kann dir sicher der Therapeut auch noch einiges sagen.

Beim Training später ist es wichtig, immer die Schulterblätter nach hinten zu ziehen. Also besonders beim Bankdrücken und bei allen Schulterübungen, eigentlich aber bei fast allen Übungen. Und die BWS muss (wie in "Angeberposition") beim Training immer aufgerichtet sein, selbst beim Bankdrücken. Dabei gleitet die gesamte Schulterkonstruktion auf dem Rumpf leicht nach hinten und öffnet verengte Räume. Genau darin reibt die Sehne und es kommt zum schmerzhaften Syndrom. Weitere dringende Trainingsempfehlungen: beim Bankdrücken und bei KH-Brustdrücken niemals(!) die Schultern nach oben zur Decke schieben, auch nicht beim Ablegen der LH. Die Schultern immer hinten lassen. Gleiches gilt für alle Butterfly-Maschinen: Schultern bleiben hinten. Bei allen KH-Brustübungen auf der Flach/Schrägbank: Ellenbogen nicht zu weit ablassen und bei Fliegenden zusätzlich Daumen nicht nach oben, sondern nach hinten vom Kopf weg. Beim Schulterpressen die Arme vor dem Kopf führen, die Hantel nicht tiefer als das Kinn und die Arme oben nicht ganz ausstrecken. Gleiches bei Klimmzügen (auch am Latzug): die Stange vor dem Kopf und oben nicht ganz strecken bzw. nicht aushängen lassen. Aufrechtes Rudern ist ein No-Go und Dips nur machen, wenn du sie verträgst (Schulterblätter nach hinten/innen ziehen). Beim Seitheben niemals die Daumen nach unten richten, sondern mind. leicht nach oben. Mit Sicherheit ist deine Technik nicht optimal. Arbeite auf jeden Fall daran, und zu allererst am Bankdrücken und mach die Übung nicht zu schwer und nicht zu häufig. Um die lange Bizepssehne beim Bizepstraining etwas zu entlasten, kannst du z.B. nur mit KH arbeiten und dabei wie folgt vorgehen: du trainierst erst eine Seite und neigst deinen Körper zur trainierenden Seite hin oder legst dich seitlich auf eine Schrägbank mit dem Arm oben über die Lehne. Ebenso kannst du dich inmitten des Doppelkabelzugs stellen, die Rollen auf Schulterhöhe einstellen und dann Bizepstraining machen. Die Oberarme bleiben dauerhaft parallel zum Boden, nur die Unterarme bewegen sich. Merke dir in deinem interesse diese Tipps zur Übungsausführung. Ich wäre froh, wenn jemand mir das zu Trainingsbeginn gesagt hätte. Ich hätte viele Probleme vermeiden können.

Nebenbei: natürlich kann man neben dem Impingement noch ein HWS-Syndrom haben. Deshalb muss der Hinweis des Therapeuten nicht falsch sein. Von einer Propriozeptionsstörung an der HWS habe ich allerdings noch nie was gehört, eher von Störungen in der Schulerblattdrehung beim Überkopf-Training. Das führt auch zum Impingement, deshalb Arme oben nicht strecken.

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@nafetsbln

Die Frage wäre auch, ob er überhaupt noch Liegestütze machen sollte bzw Brusttraining.

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@Kladusch

gute Frage, ich denke aber, er hat ne Chance mit erst mal Trainingspause (stimmt: auch keine Liegestütze), Ausheilen der Entzündung und den Sehnen damit die Möglichkeit zur Einleitung der Regeneration geben. Bei entzündeten Sehnen weiter trainieren macht Regeneration unmöglich und führt zu irreversibler Gewebedegeneration. Nachdem die Entzündungsphase (möglichst ohne Medikamente!) abgeschlossen ist, dann leichter einsteigen, die Sehne passt sich damit wieder an Belastung an und vor allem dann aber mit richtiger Technik und Belastungsschema trainieren

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Hör dich mal nach nem gescheiten Therapeuten um. Btw, mit maximaler Kraft brauchst du nicht trainieren. Die Schulter ist ein in erster Linie muskelgesichertes Gelenk. Bei Impingement muss der Oberarnkopf zentriert werden, sowohl durch Manualtechniken als auch durch eigenes Aufbautraining. Des Weiteren ist es sehr häufig auch ein metabolisches Problem, wo sich auch ausleitende Verfahren wie Weißkrautwickeln oder Blutegel anbieten und bewährt haben. Falls das Problem eher die Hws ist, muss diese natürlich behandelt und stabilisiert oder mobilisiert werden.

Was jetzt genau die Ursache und was zu tun ist, kann dir allerdings nur ein guter Arzt oder Therapeut sagen... Und davon gibt es nicht unbedingt viele... Also Hör dich mal um.

Viel Erfolg

Genau das ist das große Problem gescheite Ärzte und Therapeute finde ich leider nicht. Die wollen ja meistens die Röntgenbilder sehen, die man schon hat und dann sagen die einfach das gleiche was der vorherige Arzt schon gesagt hatte also Impingement. Wobei man bei Impingement eig. bei den Bewegungen eingeschränkt sein müsste, was ich nicht bin. Also liegen die Probleme bei mir wo anders nur wer findet es heraus!?

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@mcfitt

Beim Impingement sind bestimmte Bewegungen oder - Abschnitte schmerzhaft. Horch dich mal um, da muss doch ein guter Osteo, Physio oder Sportarzt sein. Recherchier mal, wer die erfolgreichste Sportmannschaft in der Region ist und wer diese betreut. Dann machst du da einen Termin und akzeptierst die Wartezeit und nimmst auch Geld in die Hand...

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Ein Osteopath ist der bessere Ansprechpartner. Die kennen solche Probleme.

Dankeschön erst mal. Nach einem Osteopathen hatte ich noch gar nicht gesucht. Ist zumindest was neues, was ich ausprobieren kann.

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