Positionswechsel des Zuspielers

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3 Antworten

Hej vossto!

Beim Stöbern durch die Sportfragen zum Volleyball bin ich rein zufällig auf deine Frage gestoßen. Ich weiß zwar nicht ob du diese Frage noch einmal lesen wirst, aber ich möchte doch noch darauf antworten. Bei der Anwendung des Läufersystems - im 1:5 Spielsystem - nimmt der Zuspieler - wenn er denn Rückraumspieler ist - nicht die Position II ein, sondern übernimmt das Zuspiel zwischen den Positionen II und III. Nach dem Zuspiel übernimmt er im Idealfall die Angriffssicherung und zieht sich dann auf seine Spielposition - Position I - zurück. Da er in der aktuellen Spielposition - die durch die Rotation immer eine Änderung erfährt - Hinterfeldspieler ist kann er keine Position in der Angriffszone von einem andern Spieler übernehmen. Dies kann er nur, wenn er nach der Rotationsregel, Spieler der Vorderzone// Angriffszone ist. Die Spieler, die über die beiden Außenpositionen angreifen - im Spielsystem 1:5 stellt man einen Angreifen diagonalen zum Zuspieler - sind in der Regel die meisten Punktesammler im Volleyballspiel. Der Angriff über die Außenpositionen ist in der Durchführung sehr kompliziert und verlangt gerade von Anfängern ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit, eine gute Fußarbeit, ein gutes Balltiming - die Fähigkeit die Flugkurve des Balles zu erkennen // man "liest" den Ballweg - und jede Menge Spielerfahrung. Um hier Sicherheit zu gewinnen, verlegt man den Anlaufweg von außen nach innen. Man "bewegt" sich in die Flugkurve des Balles.

Dies bringt einige Vorteile:

  • man bringt die Schulter hinter den Ball und kann so mehrt Druck auf die Kirche bringen

  • man hat die Möglichkeit mit mehr Kraft den Angriff durchzuführen

  • die Möglichkeit in die Ballkurve zu "fliegen" und damit den Abschlagpunkt mehr nach innen zu ziehen - Blockerschwernis –

  • ein Wechsel von der diagonalen in die frontale Schlagrichtung ist mit guter Fußarbeit und einem guten Absprungverhalten möglich.

Ich hoffe, dass du meine Erklärung noch liest und sie dir eine Erklärung auf deine Fragen sein kann.

Mit sportlichen Grüßen

Ottos

das mit dem anlauf von ausserhalb des feldes ist so eine sache. für manche spieler ist es gut, winkel und einschätzung (siehe oben beschrieben) Für andere ist es schlecht, da durch den extremeren anlaufwinkel der angriff vorhersehbarer wird.

Einschränkungen und Regeln zählen nur so, wie man zu Beginn des Ballwechsels steht. Wechselt der Zuspieler von hinten ans Netz, gibt es trotzdem noch 3 Angreifer (2,3,4) die alle Rechte haben. Durch die Positionsänderungen werden also keine Einschränkungen und Regeln "übergeben". Und zu dem Anlaufen von außerhalb des Feldes: dadurch haben die Angreifer einen besseren Winkel zum Ball, das Einschätzen und Schlagen fällt deutlich leichter!

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