Pferdekauf mit Tierarzt?

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5 Antworten

Hi,

wenn Du von Pferdekauf keine Ahnung hat, so nimm zunächst eine Person mit, die sich „oberflächlich“ damit auskennt, z.B. den Reitlehrer. Je nachdem, wie dessen Urteil ausfällt, hat sich der Kauf dann schon erledigt.

Wenn er jedoch grünes Licht gibt, so lass auf jeden Fall eine kleine Ankaufsuntersuchung durchführen. Hierbei werden Herz, Lunge und Puls in Ruhe und nach Belastung kontrolliert. Fell, Haut, Kot, Blut, Augen werden untersucht, Fieber gemessen etc. Eine Beugeprobe gibt Auskunft darüber, ob das Pferd klar auf den Beinen ist.

Danach weißt Du dann so ziemlich genau, wo Du mit dem Pferd dran bist. Es wird dabei kaum ein Pferd geben, das kerngesund ist, aber Du weißt, welche „Mängel“ vorliegen und mit welchen Folgen Du zu rechnen hast.

Je nachdem, was Du mit dem Pferd vorhast (Turniersport) empfiehlt sich noch eine zusätzliche Röntgenuntersuchung.

Wer die Ankaufsuntersuchung bezahlt, ist zumeist Verhandlungssache. Meist zahlt der Käufer, wenn bei dem Tier keine gravierenden Mängel festgestellt worden sind -andernfalls der Verkäufer.

Gruß Blue

Wenn du nicht so viel Ahnung von Pferden hast solltest du auf jeden Fall jemanden dabei haben der sich mit Pferden auskennt. Der Tierarzt als solches kann hier schon mal erste Sichtprüfungen machen. Ansonsten ist, wie schon geschrieben, der Stammbaum des Pferdes interessant. Wenn du einen Tierarzt hast der mit dir beim Kauf dabei ist dann mache da auf jeden Fall Gebrauch von.

Ein Tierarzt Deines Vertrauens ist sicherlich eine gute Lösung, der kann anhand des Gebisses und der Läufe schon einiges zum Zustand des Pferdes sagen, außerdem sollte es einen Stammbaum oder zumindest einen Herkunftsnachweis haben.

Karin2010 08.10.2011, 20:36

Auf dem Stammbaum kann man verzichten, darauf kann man nicht reiten. Der Herkunftsnachweis ist da wesentlich wichtiger, damit man kein gestohlenes Pferd kauft.

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Stimme allen Antworten zu. Allerdings wurde eines nicht erwähnt und das möchte ich hiermit tun: Wenn du ein Pferd deiner Wahl gefunden hast, aus dem Internet, Zeitung oder wo sonst auch immer, nimm eine fachkundige Person mit. Optimal ist bei diesem ersten Termin tatsächlich der Reitlehrer. Wenn DIR das Pferd auch in "Natura" zusagt, dann lass dir das Pferd erst einmal vorreiten oder an der Longe zeigen. Da kann man schon erste Sachen sehen. Danach solltest DU unbedingt Probe reiten!!! Wenn du noch nicht so ganz weit bist, lass deinen Trainer Probe reiten!! Wenn dir gefällt, was du fühlst oder siehst, erst dann kommt der Tierarzt ins Spiel mit den besagten Untersuchungen. Wenn das Pferd weiter weg ist, wirst du kaum einen Tierarzt deiner Wahl dort hin bekommen, aber DU kannst entscheiden, welchen du nimmst. Du kannst dich umhören und einen "fremden" dort ansässigen Tierarzt wählen oder den, der das Pferd kennt. Sie sind alle verpflichtet, neutral zu sein, denn sonst stehen sie in der Pflicht!

Es ist sinnvoll z.B Deinen Reitlehrer dabei zu haben. Der kann den Ausbildungsstand beurteilen und sieht am Besten, ob das Pferd zu Dir passt.

Wenn Du dann ein Pferd gefunden hast, das Du kaufen möchtest, machst Du den Kauf von einer so genannten Ankaufsuntersuchung abhängig. Diese enthält diverse Untersuchungen, vor allem der Atmungsorgane, des Herzens und der Gliedmaßen. Je nach Wert des Pferdes sind auch Röntgenbilder empfehlenswert.

Achte darauf, dass Du den Tierarzt aussuchst, nicht der Verkäufer. Gerade bei großen Züchtern ist der nicht immer ganz unparteiisch, da er keinen guten Kunden verärgern möchte.

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