Oberschenkelschmerzen nach Sturz beim Fußball

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3 Antworten

Faserrisse entstehen nicht durch Stürze, daher kann ich in dieser Hinsicht schoneinmal Entwarnung geben. Die Fallbeschreibung lässt eher eine Muskelprellung (Pferdekuss) vermuten, dafür sprechen die heftigen flächigen Schmerzen an der Außenseite des Schenkels und die Schwellung. Es ist also nur eine Muskelprellung, die du durch temporäre Kühlung behandeln solltest. Heilungsunterstützend wirken zudem Reparil und Wobenzymdragees.


Gruß Exceed
Flankengott 26.02.2011, 22:57

Keine Zweifel....du gibts super Antworten Exceed....trotzdem halte ich es für Schwierig Ferndiagnosen zu stellen..!?!? Dazu fehlt uns die Kompetenz!! Wie siehst du das?

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exceed92 26.02.2011, 23:00
@Flankengott

Ferndiagnosen sind immer schwierig, allerdings halte ich den Fall für so eindeutig, dass ich mit relativer Sicherheit von einer Muskelprellung ausgehen kann.

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Ein Faserriss kann es eigentlich nicht sein, eher eine ziemliche Prellung! Aber geh doch zum Arzt und lass es dir anschaun....Ferndiagnosen sind immer schwierig und sollten nicht gemacht werden! Gute Besserung

greatpassion 27.02.2011, 19:14

ja ich werd jetz noch einen Tag abwarten und wenn der Oberschenkel dann immernoch so schmerzt, geh ich auf jeden Fall zum Arzt ;) Danke für eure Antworten! :)

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Der Muskelfaserriss ist eine Sportverletzung, bei der es nach einer stärkeren Belastung zum Zerreißen von Muskelgewebe kommt. Im Gegensatz zur Muskelzerrung lässt sich eine Strukturveränderung mit Zerstörung von Muskelzellen und eine Einblutung erkennen.

Die Muskelzerrung, der Muskelfaserriss und der Muskelriss beruhen auf demselben Mechanismus und unterscheiden sich nur durch das Ausmaß der Muskelschädigung.

Der Muskelfaserriss ist nicht selten und tritt in einigen Sportarten gehäuft auf: American Football, Fußball, Handball, Kurzstreckensprint, Squash, Tennis, Frisbee usw. Am häufigsten sind Waden- und Oberschenkelmuskulatur betroffen. Beim Muskelfaserriss kommt es zum Einreißen der retikulären Fasern, die mit dem Costamer der Basalmembran der Muskulatur verbunden sind. Es kommt zu lokalen Entzündungserscheinungen in der Muskulatur. Gleichzeitig kommt es zur lokalen Tonusminderung im verletzten Gebiet. Letztendlich kann ein Muskelfaserriss nur mit Hilfe einer mikroskopischen Untersuchung diagnostiziert werden.

Ein kompletter Muskelabriss führt zu einer starken Blutung in das Gewebe mit einem teilweisen Totalausfall der Muskelkontraktion. Die Muskelenden ziehen sich in Richtung der jeweiligen Sehne zurück. Diagnostik ist hier mit Muskelfunktionstests, Ultraschall und Kernspin relativ eindeutig, wobei die Bilder oft durch große Einblutungen schwer zu interpretieren sind. Die Diagnose kann oft schon durch die typische Vorgeschichte vermutet werden. Meist wird von einer stärkeren Anstrengung und einem plötzlich einschießenden Schmerz berichtet. Nach dem Ereignis bleibt die Funktion des betroffenen Muskels über längere Zeit schmerzhaft eingeschränkt.

Bei der Abtastung des Muskels findet sich im Bereich der Muskelverletzung ein umschriebener Schmerz. Liegt der Riss oberflächlich, kann man einen umschriebenen oder abgesackten Bluterguss erkennen.

Beim Riss großer Muskeln zeigen sich manchmal deutliche Einbuchtungen oder auch zusammengezogene Muskelanteile in der betroffenen Region. Genauer kann man den Muskelfaserriss mittels Sonografie oder Kernspin eingrenzen.

Einige Krankheiten und Verletzungen zeigen ein ähnliches Erscheinungsbild, erfordern jedoch eine andere Behandlung. Beispiele für Verletzungen sind ein Sehnenriss, eine rupturierte Baker-Zyste, eine Muskelprellung, oder selten ein Ermüdungsbruch. Beispiele für Krankheiten mit Symptomen, die einem Muskelfaserriss ähnlich sehen, sind einige Formen der Myositis, Thrombophlebitis, oder Thrombosen

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