Neue Erkenntnisse zum Dehnen?

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Dehnen ist nicht gleich Dehnen, da es zwei Grundtechniken gibt und ein paar Unterarten.

Dynamische Dehntechniken

  • aktiv dynamische D.

  • passiv dynamische D.

Statische Dehntechniken

  • aktiv statische D.

  • passiv statische D.

Sonderformen des passiv statischen Dehnens:

  • passives Stretching

  • intermittierendes passives D.

  • Anspannungs-Entspannungs-Dehungs-Technik

Alle Dehntechniken über einen Kamm zu scheren und zu verteufeln, ist ebenso blödsinnig, wie zu behaupten man müsse sich immer "dehnen", weil es DAS Dehnen nicht gibt.

Vor dem Training passiv-statisch zu dehnen (was die meisten mit dem DEHNEN meinen) bringt nur in den Sportarten etwas, in welchen eine hohe Flexibilität und Beweglichkeit mit zu den Leistungsanforderungen gehört z.B. Turnen, Ballett, aber z.B. auch Schwimmen (hohe Schulterbeweglichkeit). Völlig kontraproduktiv ist passiv-statisches Dehnen z.B. vor Schnellkraftsportarten.

Wer hypermobile Gelenke hat, sollte keinerlei Dehnübungen mehr machen.

Nach dem Sport passiv-statisch zu dehnen bringt auch nichts, wie spinningari es schon beschrieben hat. Vor allem lange Dehnhaltezeiten bringen die erwähnten zusätzlichen Vertiefungen der kleinen Muskelrisse.

Auch bei propriozeptivem Training (Gleichgewichtstraining) ist ein statisch-passives Dehnen vor der Trainingseinheit kontraproduktiv.

Dehnen in seinen unterschiedlichen Techniken bringt als separate Trainingseinheit z.B. mehr Beweglichkeit. Dafür muß es regelmäßig durchgeführt werden.

Wer es trotzdem regelmäßig vor und/oder nach den jeweiligen Trainingseinheiten macht und sich dabei wohlfühlt, obwohl er es für seine Sportart nicht braucht, soll dabei bleiben.

Am verletzungsgefährdesten sind die Sportler, die nur unregelmäßig dehnen. Die sollten sich entweder zu mehr Regelmäßigkeit aufraffen oder es ganz bleiben lassen.

Muskeln verkürzen und verlängern sich nicht. Wenn von einer Verkürzung gesprochen wird, dann ist das funktionell zu verstehen (Ungleichmäßiges Training von Agonist und Antagonist - Abschwächung der Gegenspieler), wie das spinningari schon beschrieben hat.

ALL DAS SIND KEINE NEUEN ERKENNTNISSE, sondern ziemlich alte. Nur sind alte Mythen oder Fitnessirrtümer schwer totzukriegen...

Nichts bringt? Für was denn? Das klingt doch alles recht merkwürdig. Hast du schon mal gedehnt, oder auch Yoga gemacht? Das ist für mich im Prinzip das gleiche, wenn es das Körperbewusstsein angeht. Du musst es doch spühren was dir gut tut! Dehnen macht den Körper geschmeidig. Dehnen, nicht reissen!!! Also ich kenne niemanden, der sich beim dehnen irgendetwas gerissen hat. Ich fühle mich gut beim dehnen und werde es auch weiterhin machen. Nächsten Monat gibt es sicher wieder neue Studien darüber....

Servus Madmax,

also ich hab in einer Radzeitung gelesen, dass man auf jeden Fall 1-2 Stunden warten soll mit dem Dehnen. Direkt nach dem Training ist der Muskel stark kontrahiert, wenn man jetzt dehnt reißt man den Muskel sozusagen gewaltsam auseinander und es entstehen viele kleine Muskelrisse. Das gibt einen richtig fetten Muskelkater. Die Regenerationszeit verlängert sich, weil der Körper länger braucht um das alles wieder zu "reparieren". Man kann nach dem Training ein bisschen andehnen, dh. dem Muskel den Impuls geben, dass er sich jetzt wieder strecken darf.Ganz kurz und vorsichtig in die Dehnung reingehen und lieber ein bisschen entspannen (zb. Sauna). Es gibt auch die Theorie, dass sich die Muskeln eigentlich gar nicht verkürzen und das Dehnen gar nicht notwendig ist. Was wir als unbeweglich empfinden ist in Wirklichkeit ein Ungleichgewicht der Gegenspieler. Zum Beispiel ist oft der Quatrizeps stärker trainiert als der Beinbizeps. Man sollte darauf achten, dass Agonist und Antagonist gleichstark sind. Probiers mal, ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Als Ausgleich und für die Beweglichkeit rate ich allen einmal die Woche Yoga oder so was ähnliches auszuprobieren, tut gut ! LG Ari

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