Nach welcher Zeit werden Muskeln und Kondition vom Körper abgebaut?

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4 Antworten

Das für die Krafterzeugung maßgebliche „Material“ in den Muskelfasern, das Myosin, soll eine Halbwertszeit von 10 bis 14 Tagen besitzen. Das heißt, die Hälfte aller neu gebildeten Myosinmoleküle sind nach 10 bis 14 Tagen „zerschlissen“ und werden dann abgebaut. Besteht zu diesem Zeitpunkt kein neuer Bedarf an Ersatz (etwa aufgrund ausbleibender Trainingsbelastung), wird kein neues Myosin aufgebaut. Die Folge ist: der Muskel verliert kontraktiles Material, er hypotrophiert. Du kannst dir also ruhig eine Trainingspause von einigen Tagen gönnen. Nach einer Woche solltest du aber wieder mit dem Training beginnen, um keinen Kraftverlust zu riskieren.

Bei 2-3 Tagen passiert da nix. Ausser, dass das Nervensystem auf Entspannung schaltet und der Tonus runtergeht. Von daher kann das schonmal sein, dass man dann weniger leistungsfähig wird, aber das ist nicht direkt auf Verschlechterungen von Ausdauer und Kraft zurückzuführen, oder so.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du mal Pause machen solltest und das auch so wahrnimmst, dass Du Dich dann direkt schlapper fühlst, dann wirds wahrscheinlich auch mal Zeit auszusetzen.

"... und der Tonus runtergeht..." Was für ein Tonus soll denn da heruntergehen?

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man kann allgemein sagen, dass eine bestimmte körperliche leistungsfähigkeit solange erhalten bleibt wie sie aufgebaut wurde. soll heißen, dass z.b. die grundlagenausdauer, die sagen wir mal über 6 monate aufgebaut wurde, auch wieder nach 6 monaten auf das ausgangsnivau zurückfällt.

eine ausdauer die nur über 1-2 wochen aufgebaut wurde, bildet sich auch so schnell zurück! d.h. ein schnell erarbeitetes leistungsnivau bildet sich schnell zurück und ist noch rel instabil und störanfällig, und ein langfristig erworbenes leistungsniveau bildet sich entsprechend langsamer zurpück, zudem ist es gekennzeichnet durch eine hohe stabilität und geringe störanfälligkeit.

auf dich bezogen bedeutet das, dass dein niveau durch den leistungsport wahrscheinlich schon rel. hoch und stabil ist. wie lange machst du schon leichtathletik ? 2-3 tage pause werden dir aber sehr gut tun ! sowohl für die psyche um wieder motivation zu bekommen, sowie für den körper, der auch mal eine pause braucht. 2-3 tage pause werden dir auf keinen fall schaden, sondern können nur positiv sein, wenn du danach wieder wie vorher intensiv ins training einsteigst.

z.b. ich hab neulich vor einen wettkampf 4 tage pause gemacht, zuvor habe ich ca. 2-3 monate (seit beginn der vorbereitungsperiode) stets 5-6 mal die woche hart trainiert. ich hab mich immer schlapper gefühlt, dann mir die pause gegönnt und wurde belohnt mit 3 persönlichen bestleistungen! (100m 11,4 sekunden, vorher 11,6 (nicht unbedingt die beste zeit), weitsprung 6,34m, vorher 5,90m, kugelstoßen 11,25m, vorher 10,70m).

durch die pause wirst du also keineswegs deine kondition, kraft, schnelligkeit etc. verlieren, du gönnst deinen körper ausreichend regeneration und kannst wieder topleistungen abrufen! und wie oben schon erwähnt tankst du deine psychischen ressourcen wieder auf.

Bei 2-3 Tagen baut sich nichts ab ist aber auch etwas abhängig vom Niveau. Allerdings wenn du deine Bein 6 Wochen in Gips hast nütz es dir zunächst wenig wenn du deine Kondition 3 Jahre aufgebaut hast. Das Ergebnis wird sicht- und spürbar sein.

das ist klar, dass viel der form verloren geht durch ein stillegen des beines. aber die veränderung betreffen halt hauptsächlich die msukeln des gipsbeines, also muskelschwund. das herzkreislaufsystem und die max. o2-aufnahmekapazität werden sich nicht so schnell zurück bilden. und nach 3 jahren training würde ich sogar sagen gar nicht! die VO2-max bildet sich von allen adaptationsorganen am langsamsten zurück. nach 2-3 wochen training für das bein kommt die form schnell wieder zurück auf das ausgangsniveau

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@Dino111

so was kann nur ein junger Hüpfer schreiben ;-)

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@TJack

ok ich weiß nicht was du meinst aber egal ;D

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@Dino111

d,h das es in meiner Altersklasse etwas anders aussieht und ich leider auf genug Erfahrungswerte zurückgreifen kann

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@TJack

achso^^ hmm daran kann man eigentlich wieder sehen, dass Theorie und Praxis doch schon zwei ziemlich unterschiedliche Dinge sind. ich schätze, dass jeder Organismus verschieden auf solche situationen reagiert.

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@Dino111

@Dino111! Lass dich doch nicht so schnell "ins Boxhorn jagen"! Deine Auffassung war im Großen und Ganzen richtig. Wenn Organismen unterschiedlich reagieren, dann nur im Hinblick auf unterschiedliche Intensität und evtl. unterschiedliche Reaktionszeiten. An den grundlegenden biologischen Prinzipien ändern unterschiedliche Altersklassen und unterschiedlich "Erfahrungen" rein gar nichts.

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@wiprodo

bla blub in welchem deiner Werke hast du den gelesen das alle gleich sind?

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