Mit Barfußlaufen gegen Plattfüße?

1 Antwort

Das Argument mit der Natürlichkeit greift zu kurz. Es stimmt, im Grunde hat jeder Mensch die nötigen Voraussetzungen, barfuß zu laufen. Menschen, die ihr Leben lang nie oder kaum Schuhe getragen haben, haben auch keine Plattfüße, soweit ich weiß.

Die Frage ist: kann ich es wieder rückgängig machen, wenn meine Füße durch jahrzehntelangen Schuhgebrauch verkümmert sind?

Soweit ich weiß, ein bisschen. Ein abgesenktes Fußgewölbe kann sich wahrscheinlich durch Barfußlaufen etwas heben, aber bestimmt nicht auf den "Ausgangszustand", so wie wenn man nie Schuhe getragen hätte.

Die nächste Frage ist dann, was meint man mit Barfußlaufen? Ein paar Schritte in der Wohnung auf Socken oder regelmäßiges Barfußjoggen? Der Unterschied in der Intensität ist riesig, kann ich aus eigener Erfahrung versichern. Zu Fußgymnastik kann ich nichts sagen, außer, dass ich keine Lust habe, irgendwelche Übungen zu machen, wenn ich statt dessen die erwünschte Wirkung auch durch eine Aktivität erreichen kann, die mir Spaß macht.

Wie z.B. barfuß Joggen. Wenn Dich das interessiert, nimm Dir vorher ein bisschen Zeit, um etwas darüber zu lernen. z.B. im Internet nach "Barefoot University" oder "Barefoot Runners Society" suchen.

Einlagen sind wie Beruhigungsmittel, sie helfen kurzfristig und vergrößern langfristig das Problem, was sie eigentlich bekämpfen sollen.

Barfuß Laufen und auch Joggen auf hartem Untergrund fühlt sich erstaunlich angenehm an, wenn man erst einmal gelernt hat, seine Füße richtig (fast lautlos!) aufzusetzen. Aus dem Grunde wird es auch für Anfänger empfohlen (und eben gerade nicht Wiese und Sand): wenn es unangenehm ist, merkst Du sofort, dass Du irgendwas falsch machst.

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