Marathon-Training und Fitnessstudio gleichzeitig ohne Gefahr des Übertrainings?

4 Antworten

An sich erstmal ein komischer Ansatz, da diese beiden Sachen eher kontraproduktiv sind. Im Fitness-Studio baust du Musklemasse auf, welche schwer und "groß" ist. Diese möchte der Körper gerade beim langen Ausdauer-Training aber wieder abbauen, da er so viel "unnötigen" Balast mit sich herum trägt.

Außerdem werden deine Muskeln damit komplett gegensinnig ausgebildet. Im Fitness-Studio auf Kraft-Ausdauer bzw. auf Maximal kraft und beim Laufen voll auf Ausdauer und langes Durchhaltevermögen..

Würde mir also überlegen, was dein Ziel ist und dementsprechend handeln :)

Wie schon gesagt: Überlege dir genau, was Dein Ziel ist. Aufbau von Muskelmasse und gute Marathonzeiten lassen sich nicht vereinbaren.

Ein Marathonläufer mit Zielsetzungen sollte 3-4 Mal (Besser 4-5 Mal) pro Woche laufen. Krafttraining beschränkt sich dann auf Stabilisierungsübungen im Bereich Rumpf (4-5 Mal Fitnessstudio sind definitiv zu viel). Kickboxen als Ausgleich ist ok, weil es die Beweglichkeit schult.

Ein Wochenprogramm mit 3-4 Laufeinheiten, 1 Stabi-Einheit und 1 Einheit Ausgleichssport sind eigentlich genug. Die Laufeinheiten sind gezielt zu planen, von lockerem Dauerlauf bis hin zu harten Intervallen. Auch ein Long-Jog sollte nicht fehlen.

Generell müsste Umfang und Intesität monatlich gesteigert werden, während unmittelbar vor dem Wettkampf bewusst der Umfang und Intensität reduziert wird (Tappering).

Der Halbmarathon sollte mindestens 14 Tage vor dem Marathon stattfinden. Zwischen den beiden Wettkämpfen sollte das Schwergewicht auf die Erholung gelegt werden.

Ein solches Programm kann man über lange Zeit durchführen ohne ins Übertraining zu geraten.

Mein Saisonaufbau richtet sich nach diesen Grundsätzen, nur finden meine Wettkämpfe halt auf Schnee statt.

Heja, heja ...

Diese Frage kann dir keiner seriös beantworten, denn jeder Körper reagiert nun mal anders. Das  musst du letztlich ausprobieren. Jeder Leistungssportler fragt sich ja wo seine Grenze ist oder wieviel er noch raufpacken kann. Es gilt, genau auf den Körper zu hören und erste Signale wie vermehrte Müdigkeit, plötzliche Leistungseinbussen oder körperliche Beschwerden ernst zu nehmen und nicht zu behandeln oder gar betäuben.
Diese Aufgabe ist letztlich Teil des Trainings.

Nur so nebenbei; Muskelaufbau und lange Ausdauer im Leistungsbereich beissen sich. Schau dir die Läufer an die unter 3 Stunden laufen, die haben nur sehr schlanke und dünne Muskeln. Denn jeder Muskel verbraucht Sauerstoff und grosse Muskeln verbrauchen viel Sauerstoff ergo sind Bodybuilder keine guten Ausdauersportler. Gut möglich, dass deine Extrakilo Muskeln dafür sorgen, dass du deine Wunschzeiten trotz intensiverem Training nicht erreichen kannst.

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