Macht es Sinn nach einer Maximalkraft Serie gleich Sprünge zu machen?

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4 Antworten

Jaja, Spitzensportler trainieren so. Seit hundert Jahren. Nur leider bringt das etwa genausoviel wie Tempoläufe direkt nach einem Marathon, nämlich gar nichts.

Krafttraining ist Krafttraining und Schnelligkeit ist Schnelligkeit und beides hat so gut wie nichts miteinander zu tun. Im Schnelligkeitstraining will ich meine inter- und vielleicht noch meine intramuskuläre Koordination verbessern und das werde ich garantiert nicht schaffen, wenn ich meine Energievorräte in der Muskulatur vorher durch ein Krafttraining erschöpfe, bei dem ich zudem noch meine Nervenreizleitung intensiv belaste.

Wenn ich schon die vage Hoffnung habe, meine Schnelligkeit durch Training zu verbessern, dann ist das Mindeste, dass ich das entsprechende Training nervlich und muskulär ausgeruht angehe.

Joousy 29.05.2011, 20:06

Das trennen von den Reizen ist schon richtig. Kraft ist Basis der Schnelligkeit, hat also direkten Einfluss darauf! Kraft mit Schnelligkeit zu kombinieren geht somit doch in Ordnung, zur Steigerung des Ermüdungsreizes. Kraft mit Ausdauer zu kombinieren ist sicherlich falsch. Ich lasse mich ansonsten schon eines besseren belehren- nur- wenn Spitzenalthleten etwas machen kann es nicht falsch sein für Leistungssteigerung, sonst wären'se ja nicht an der Spitze...Gruss

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thonie 02.06.2011, 08:35
@Joousy

Also erstens habe ich in meinem Leben mehr als 50 Olympiasieger und Weltmeister beim Training gesehen und ich kann dir sagen, viele sind nicht wegen sondern trotz ihres Trainings Spitzenathleten geworden.

Zweitens vermag ich deiner Argumentationsschiene nicht so ganz zu folgen. Wenn es dir um die Ermüdung der Muskulatur geht, dann kann ich doch lieber das Krafttaining bis zur Erschöpfung ausführen, in diese Ermüdung kann man doch mit einem Schnelligkeitstraining niemals kommen. Aber einen durch Krafttraining erschöpften Muskel werde ich weder in der Ansteuerung noch in der Kontraktionsgeschwindigkeit auf ein Spitzenniveau bringen können.

Und drittens kann man sehr wohl und viel unproblematischer ein Krafttraining mit einem anschließenden Ausdauertraining kombinieren, da die neuronale Aktivität in einem ganz anderen Innervationsmuster abläuft und auch der Stoffwechsel nicht so sehr von den Energievorräten innerhalb der Muskulatur abhängt.

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Joousy 02.06.2011, 20:25
@thonie

OK, wenn das so ist..bezüglich neuronale Ansteuerung hast du natürlich Recht- in den ermüdeten Muskel bringt man nie die gleiche Schnelligkeit. Aber ich kann doch mehr fordern, nach Krafttraining zb. Plyometrische draufpacken- da hab ich doch mehr Muskelanteile drin, als weiter langsame Kraftbewegung...zumal >90% der Sportarten schnelle, auslastende Bewegung beeinhaltet. Ich denke: diese Version bringt im Aufbautraining schon ein plus an Auslastung- richtung Wettkampf hin, so 2-3Wochen- da ist deine Version sicher besser, damit sich das Nerven system richtig auf schnelle Bewegung einstellt!

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Ich denke es macht Sinn, eben wie du sagst, dass man dann evtl gleich wieder best. Bewegungsmuster stimuliert!! Um sozusagen gleich einen Transfer zu haben!!!

Kann mich meinen Vorredner nur anschließen, für die Schnellkraft eine sehr effektive Methode!!

Spitzensportler trainieren so, Verletzungsrisiko erhöht sich halt..es muss was dran sein,dass es die Leistung(Schnelligkeit) in der Bewegung erhöht, sonst würden die es nicht machen.

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