Lohnt es sich für Laufschuhe viel Geld auszugeben?

2 Antworten

sagen wir mal so, ich würde zwar nicht unbedingt viel Geld ausgeben, aber ich würde auch nicht sparen. Die Belastungen können beim intensiven und langen Laufen schon recht hoch werden, und die Gefahr von Schädigungen des Körpers durch Überlastungen ist einfach da. Ich glaube man würde hier am falschen Ende sparen.

@airwilon. Ich respektiere Dich für Deine sonstige Sachkenntnis, aber diesmal liegst Du etwas daneben.

Auch mit einer Fußfehlstellung kannst Du x-beliebige Schuhe tragen, WENN Deine Lauftechnik in Ordnung ist. Wenn Deine Lauftechnik beschissen ist, kannst Du auch x-beliebige Schuhe tragen, denn auch die teuren Schuhe werden Dir nicht dabei helfen besser zu laufen. ERGO: Fang bei Deiner Lauftechnik an nach Ursachen für Beschwerden zu suchen, und nicht bei den Schuhen! Oder dem bösen Untergrund.

Ich habe das Gefühl dass hier jeder/jede sein/ihr Gehirn ausschaltet, und blind den Mitteilungen von Schuhindustriewerbung und Laufzeitschrifttests vertraut, die gesponsert oder x-mal voneinander abgeschrieben sind. Frei nach dem Motto: Die müssen es ja wissen. Hallooooooo! Gehirn bitte einschalten! Viele der Laufverletzungen kommen erst durch die tollen und teuren Schuhe der Markenhersteller zustande! Und: Die Schuhe im Discounter sind auch nur bessere oder schlechtere Kopien der Originalschuhe und meistens von dem gleichen Markenschuhhersteller produziert!

Zitat: Die meisten im Handel erhältlichen Laufschuhe haben ein viel zu hohes und zu breites Dämpfungssystem, die insgesamt die Hebelverhältnisse des Rückfußes negativ beeinflussen und zu Überbeweglichkeiten führen. Zusammen mit der durch das weiche Material vermittelten Instabilität zeigt sich also ein selbst unterhaltender Prozess des Sportschuhbaus: Hohe Fersenabsätze führen zu einem passiven Laufen (Anmerkung: Rückfuß- bzw. Fersenlauf). Das passive Laufen erfordert immer stärkere Dämpfung - die Dämpfung verringert die Stabilität und ändert die Hebelverhältnisse unter dem Sprunggelenk - die Instabilität erfordert Stützsysteme. Zitatende. Quelle: Die Laufbibel. Dr. med. M. Marquardt. ERGO: Ein hausgemachter Teufelskreis.

Zitat: ... Von besonderer Bedeutung in der Identifikation der Ursache von Überlastungsbeschwerden sind die Gelenkmomente. Die Korrelation von Pronation sowei Rotation- und Abducktionsmomenten in der Tibia ermöglichte Schin-Splints, das Tractus-iliotibialis-Syndrom, und das Patellofemorale-Schmerzsyndrom als Pronationsfolge zu erklären. Die Messungen zeigten aber auch, dass weniger die maximale Pronation das Problem darstellt, als vielmehr die Kraft, mit welcher der Fuß beim Fersenaufsatz in die Pronation gedrückt wird, u.a. ausgedrückt durch die Pronationswinkelgeschwindigkeit. Diese Kraft kann, je nach Konstruktion des Sportschuhs, doppelt so hoch sein, wie beim Barfußlauf. Daher werden weitausladende Fersenpartien inzwischen sehr kritisch gesehen. Zitatende. Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin

Zitat: Eine weit auslandende Fersenpartie kann über eine Verdoppelung des Hebelarms zu einer erhöhten Pronationswinkelgeschwindigkeit führen, in Verbindung mit einer vermehrten Beanspruchung der Tibialis posterior Sehne. Zitatende. Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin

BTW: Eine gute Laufschuhberatung fängt mit einer Analyse der biomechanischen Verhältnisse des Kunden an. Ich muss gestehen, ich habe noch keine erlebt. Weder im Kaufhaus, in keiner Laufladenkette, noch in einem Sportfachgeschäft.

Gruss. ND

Was möchtest Du wissen?