Lob mit Topspin oder ohne?

2 Antworten

Das ist die hohe Kunst des Tennis. Ich bin froh, wenn ich den Lob gut und hoch und weit hinkriege. Wenn ich da noch einen Topspin rein haben will, mache ich das nur wenn ich viel Zeit habe, und ich muss viel Gefühl da rein bringen. Aber dennoch geht er (jedenfalls bei mir) dann oft in die Hose. Aber ich kenne Spieler, die können das. Das ist dann der perfekte Lob. Lohnt sich keine Mühe mehr, den zu kriegen.

Man kann einen Lob mit Slice, als geraden Ball oder aber auch mit Topspin schlagen. Jede Drallart hat ihre Vor- und Nachteile und ist technisch entsprechend schwierig zu spielen. Vor allem aber spielen da auch taktische Aspekte eine Rolle. Einen Lob aus dem vollem Lauf mit Topspin zu spielen in einer Situation in der man vom Gegner voll unter Druck gesetzt wurde, birgt ein hohes Fehlerrisiko. So einen Lob sollte man dann doch eher passiv als hohen Slice-Lob spielen. Dabei gewinnt man Zeit und kann sich wieder in der Mitte des Feldes an der Grundlinie positionieren und den Schmetterball erwarten. Ein Topspin-Lob ist technisch sehr schwer zu spielen, und schwer in der Länge zu berechnen. Wenn so ein Topspin-Lob zu kurz wird ist er ein "gefundenes Fressen" für den ans Netz vorgerückten Gegner. Um den richtigen Lob zu spielen bedarf es schon einiges an Erfahrung und an der richtigen Einschätzung der Spielsituation, und natürlich auch viel an Ballgefühl. Wichtig ist auch noch die richtige Richtung des Lobs. Es spielt eine große Rolle ob man den Lob über die Vorhand- oder Rückhandseite des Gegners spielt. Es bietet sich fast immer als wirkungsvoller an, den Lob über die Rückhandseite des Gegners zu spielen, weil da kaum ein Spieler einen "tödlichen" Ball spielen kann.

Genau. Wenn man einen Lob auf Rückhand in die Ecke setzen kann, braucht man keinen Topspin mehr zu riskieren. Das ist zu 90 % ein Punkt.

0

Klingt sehr vernünftig! Danke Prince und Smash!

0

Was möchtest Du wissen?