Leistungsdefizit nach kräftigem Gelage ^^?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Moin Lutz,

für mich klingt das so, als ob Du nach einer stressigen Phase ganz einfach abschaltest. Das ist ganz normal nach Dauerstress, der Geist (und somit auch der Körper) schaltet auf Erholung....

Zudem hast Du 4 Wochen nicht trainiert und das ist bereits eine lange Zeit. Nach 2 Wochen verliert man bereits einiges an Kraft- und Ausdauerfähigkeit.

Der Kater kommt definitiv auch dazu und ja, mit dem Älterwerden braucht man länger zum Erholen von Sauftouren (ist allerdings ebenfalls eine Frage des "Trainings" .-)).

Das dürfte aber nicht der Hauptgrund sein. In erster Linie klingt das für mich nach dem besagten Phänomen, dass man nach Dauerstress ganz einfach in ein kleines Loch rutscht. Das ist unmittelbar auch mit weniger körperlicher Leistungsfähigkeit verbunden, die ist immer auch abhängig von der Gesamtverfassung.....

Das pendelt sich wieder ein. Du darfst nur nicht den Fehler machen und jetzt faul werden. Mach ne Woche Pause, wenn Dir danach zumute ist, und dann gestalte Dir Dein Training so, dass es Deiner Verfassung entgegen kommt.

Man kann ja auch mal 2 Monate Kraftausdauer trainieren oder ein bissel laufen gehen. Mit der Zeit kommt die Motivation dann auch wieder und Du bleibst bis dahin fit....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke das liegt weniger an der einmaligen Feierlichkeit sondern mehr an dem Prüfungsstress der letzten Wochen. Stress ist für den Körper sehr belastend und mindert auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Jetzt wo du alles hinter dir hast kommt dein Körper Stressmässig zur Ruhe und du spürst die körperlichen Auswirkungen der angespannten, Streßbehafteten Zeit.

Gönne dir einfach ein paar Tage der Erholung und Ruhe. Laß die Seele einfach baumeln so das du den Kopf frei bekommst. Danach würde ich langsam wieder mit dem Sport beginnen. 

Alkohol belastet den Körper natürlich auch und führt dazu das die Leber und die Nieren vermehrt arbeiten müssen um die Giftstoffe abzubauen. Es ist also ein Unterschied ob du nüchtern oder mit 2 Promille in den Schlaf startest. Den Unterschied merkt man dann ja meist beim morgendlichen Aufwachen. Nach 2-3 Tagen sollte aber auch hier wieder alles im Lot sein und eine sportliche Leistung im gewöhnten Umfang möglich sein.

Wenn ein übermäßiger Alkoholgenuss öfters auftritt dann wirkt sich, dies auf die Leistung bezogen, schon negativ aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Lutztastic 10.03.2016, 12:15

Hey,

vielen vielen Dank für die schnellen Antworten - ich freue mich immer wieder, dass es doch so viele Leute gibt, die sich den Fragen hier so annehmen und die Zeit für das Beantworten aufwenden.

Das mit dem Stressabbau habe ich so noch gar nicht ins Auge gefasst. Tatsächlich war das letzte halbe Jahr mit das Schlimmste im Studium. Seit Novemeber bis Februar wöchtlich Prüfungsleistungen. Die Sommersemesterferien waren auch nicht so entspannend - im Gegenteil. Entweder ich habe mich totgelangweilt oder ich habe derartig viel zu tun gehabt, dass ich nicht mehr wusste, wohin mit dem "Workload". Psychisch konnte ich eigentlich die letzten paar Jahre nicht abschalten. Man war halt nie "fertig". Im nächsten Semester gab es nochmal Prüfungen und immer wieder und wieder. Ich bin so glücklich, dass ich jetzt nur noch die Masterarbeit schreiben muss.

Jedenfalls sollte ich vielleicht die nächsten paar Wochen mal gar nichts machen. Aktuell lese ich viel Bücher und setzte mich schon wieder mit abstrakten Themen auseinander. Irgendwie habe ich verlernt, mich zu entspannen. Mitterweile habe ich ein ungutes Gefühl, wenn ich Nichts mache. Ich fühle mich wie "gehetzt".

Einfach mal wieder abschalten und nicht immerzu Leistung bringen müssen - zumal sich das ja auch im Sport niederschlägt... Man ist immerzu in dieser Tretmühle aus "ja nicht faul rumliegen"... Ich weiß nur nicht, wann bei mir der Punkt erreicht ist, dass es "zu viel" ist. Im Studium hatte ich auch schon (gepaart mit einer schwierigen Trennung und dem Prüfungsdruck) einen Burn-Out. Depression, antriebslosigkeit... Alle anderen hatten Spaß nur ich konnte mich über nichts mehr freuen. Langsam, ganz langsam wurde und wird es besser - aber ich bin noch nicht an dem Punkt, dass ich wieder meine alte Lebensfreude zurück habe. Und das Gefühl zieht sich mittlerweile schon seit vier Jahren so hin, seit der Trennung und parallel zum Studium.

Druck rausnehmen wäre so schön - die Frage ist nur: Wie?!

0
Juergen63 11.03.2016, 10:32
@Lutztastic

Die Frage des "Wie" ist so eine Sache. Da kommt es dann auf den Umfang und die Art der nervlichen Belastung an, wie du damit umgehen kannst bzw. die Probleme aufarbeitest. Wenn es bei dir Richtung Burnout ging war die ganze Sache schon recht heftig. An dem Punkt sollte man überlegen ob professionelle Hilfe ( Therapeut etc. ) sinnvoll ist. Da braucht auch keiner falsche Schamgefühle zu haben. Wichtig ist das du seelisch wieder ins Gleichgewicht kommst.

0

Was möchtest Du wissen?