Laufen: was tun gegen Seitenstechen?

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Deine Frage setzt voraus, dass man vorher klärt, wie Seitenstechen verursacht wird: Die derzeit gültige Theorie zur Entstehung von Seitenstechen besagt, dass Seitenstechen vom Zwerchfell, dem unterhalb der Lunge und oberhalb von Leber und Magen ausgespannten flächigen Atemmuskel kommt. Nach dieser Theorie soll der Schmerz dadurch entstehen, dass sich Abschnitte des Zwerchfells „verkrampfen“, wenn beim Laufen in gleichmäßigem Rhythmus durch das Auf- und Abbewegen Leber und Magen rhythmisch am Zwergfell ziehen. Das geschieht besonders dann, wenn die Schrittfrequenz mit der Eigenfrequenz der Eingeweide übereinstimmt, sich die Schwingungen also überlagern und sich gegenseitig verstärken. Dieser Effekt kann zusätzlich durch einen gefüllten Magen oder gefüllte Därme verstärkt werden. Im Übrigen ist die Leber einige Zeit nach einer schweren Mahlzeit über den Pfortaderkreislauf auch vermehrt mit Blut gefüllt und somit schwerer und beeinflusst dadurch das Schwingungsverhalten der Eingeweide..
Als spontane Abhilfe sollte man deshalb versuchen, den Schrittrhythmus zu ändern, also entweder langsame Gehschritte ausführen oder in einer höheren Schrittfrequenz laufen. Möglicherweise kann auch ein Ändern des Atemrhythmus zur Minderung von Seitenstechen beitragen, obwohl dieser meistens nicht mit dem Schrittrhythmus übereinstimmt bzw. eine niedere Frequenz zeigt. Als vorsorgliche Maßnahme solltest du in entsprechendem zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten laufen.

Wow! Danke für den Versuch eines wissenschaftl. Erklärungs- Ansatzes! Das muss ich erstmal verdauen!

Die Wissenschaft in Ehren; aber: ich habe oft Seitenstechen, OBWOHL ich vorher den ganzen Tag fast gar nichts gegessen habe! (sonst kann ich tatsächlich nicht gut laufen!).

Danke für die Tipps zum "Atem- Schritt- Verhältnis" und zum Thema "Schrittrhythmus" und "Schrittlänge"!

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Da hilft gleichmäßig und ganz tief ausatmen. Kurz langsam laufen, Puls runter und dann wird das wieder. Allerdings ist Seitenstechen auch ein Zeichen, dass du es übertreibst (schau mal auf http://gesundheitsecke.net/seitenstechen.html). alsopass lieber auf und höre auf deinen körper ;)

Wichtig ist beim Joggen die gelmäßige Atmung. Zu Beginn des Trainings mit Einatmen über 4 Laufschritte und Ausatmen über die nächsten 4(beides durch den Mund)beginnen. Später,wenn sich der Organismus an die Belastung gewöhnt hat u. ruhiger wird, die Atemregel auf 8 & 8 ausweiten!

Mir hat mal ne Sportlehrerin gesagt, ich solle durch die NASE einatmen! (und durch den Mund aus!). Das ist mir zwar nie so ganz gelungen; scheint mir aber schon Sinn zu machen, da ich den Eindruck habe, dass ich bei "Mund- Ein- UND Ausatmung" schneller k.o. bin!

Außerdem dürfte es im Winter zieml. ungesund sein, durch den Mund ständig einzuatmen, oder?

Trotzdem danke für die Tipps mit der "Laufschritt- Atmung"!

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