Langwierige Sprunggelenkprobleme

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6 Antworten

Ich wurde dir raten, dosiert mitzutrainineren und dabei möglichst den Fuß mit einer Bandage zu stabilisieren. Nach dem Training kühlen und evtl. etwas hochlagern. Dann würde ich dir empfehlen, regelmäßig Stabilisationstraining zu machen - auf einem Bein stehen und etwas hin und her wackeln und mit dem Fuß stabilisieren. Das ganze mehrmals in der Woche ca. 3-4 x 30-60 Sekunden. Mit geschlossenen Augen ist es noch schwieriger. Es gibt auch Balancierkreisel dafür, geht aber auch ohne. Wichtig ist, die Belastung im Training nach und nach zu steigern und immer gucken, wie der Fuß darauf reagiert.

Aus dem, was du schreibst, ist nicht ganz klar zu entnehmen, was die Ärzte diagnostiziert haben: Überdehnung oder Bänderriss oder beides, Außenfuß oder Innenfuß oder beides. Auf jeden Fall benötigen Bänder sehr lange, um nach einer Dehnung oder gar einem Riss wieder vollkommen auszuheilen. Zusätzlich solltest du alles vermeiden, was zu einem neuerlichen Umknicken im Fußgelenk (auch aus Versehen) führen könnte. Dies könnte den bisherigen Heilungsprozess wieder zunichte machen oder sogar Anlass dafür sein, dass eine Heilung ganz ausbleibt. Wenn du also wieder Sport betreiben willst, solltest du unbedingt solche Orthesen tragen, die dir zwar relative Bewegungsfreiheit lassen, aber absolut gegen ein Umknicken schützen. Tapeverbände können das nicht.
Zusätzlich solltest du all diejenigen Muskeln, die mit ihren Sehnen vom Unterschenkel über die Sprunggelenke zum Fuß ziehen, durch entsprechende Übungen kräftigen, um für ein wenig Stabilität zu sorgen. Das gilt insbesondere für die Schienbeinmuskeln, Wadenbeinmuskeln, Zehenstrecker und Zehenbeuger. Übungen dazu sind vor allem einbeinige Balanceübungen auf Kippbrettern oder Fußkreiseln.

Verletzungen am Sprunggelenk sind leider immer sehr problematisch. Zum einen muss das ganze natürlich heilen, was entsprechend seine Zeit braucht. Zum anderen hat sich das Sprunggelenk, mit allem was dazu gehört, an die regelmäßigen Belastungen des Sports angepasst. Wenn die Belastung aus bleibt entwickelt sich das Sprunggelenk zurück und wird schwächer. Dadurch ist das Risiko einer erneuten Verletzung, egal was man macht, immer gegeben. Zu früher Wiedereinstieg kann erfolgte Heilung zunichte machen und zu später Wiedereinstieg bewirkt auch eine reduzierte Belastbarkeit des Sprunggelenks.

Deshalb ist das, was du zurzeit machst, so schon ganz richtig. Vorsichtiges, dosiertes Training hilft deinem Körper die Funktionalität deines Sprunggelenks wieder herzustellen und auch aufrecht zu erhalten. Ein paar spezielle Übungen zur Rehabilitation dürften auch nicht schaden. Dies sind beim Sprunggelenk hauptsächlich Balance-Übungen.

Danke für die bisherigen Antworten: Also mäßig mittrainieren / bewegen auch wenn es nach der Belastung eine Schwellung hervorruft? Auch trotz Schwellung trainieren?

Marc23 15.03.2013, 20:50

Ein leichtes Anschwellen nach der Belastung ist nach einer solchen Verletzung auch nach längerer Zeit normal und nicht schlimm, so lange es im Rahmen bleibt. Deswegen hinterher immer kühlen. Training nicht übertreiben und bei Schmerzen aufhören. Belastung so weit steigern, dass der Fuß schmerzfrei bleibt.

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Ein Tapeverband von einem Sportphyiotherapeuten unterstützt die Stabilität. Der behandelt auch Sportverletzungen.

Hallo, die Beste Anlaufstation für Sprunggelenke sind Dr. Schneider in Gundelfingen (Freiburg) und die FIFA Klinik in München Harlachingen Prof. Dr. Walther (Schönklinik- Harlachingen). Bei mir haben meine Ärzte vor Ort nur Pfusch gemacht, alle Aufnahmen waren schlecht usw.. Ein Arzt aus Freiburg schickte mich nach München zum Prof. und der musste sogar beide OSG operieren. Re. waren durch umknicken ein Band gerissen, die Kapsel extrem lang und tief gerissen und da mich kein Arzt richtig behandelt hat, musste ich nun operiert werden, denn ich war unfähig zu laufen. Li. hatte ich eine Syndesmosenverletzung und 2 Bänder gerissen auch dies hat der Prof. operiert. Er ist der beste Operateur auf dem Gebiet. Er stellt immer wieder fest, dass sich viele Ärzte nicht viel Mühe geben bei den Aufnahmen, sondern hauptsache die Bilder sind gemacht. Wäre alles gleich richtig gemacht worden, dann hätte ich viell. nicht operiert werden müssen. Heute kann ich wieder laufen und die Gelenke sind super gut geworden & stabil. VG Bille11

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