Längere Wanderung trotz Hüftgelenkproblemen?

3 Antworten

was wiegst du, wie alt bist du, was machst du beruflich? Das sind Faktoren, die auch noch eine Rolle spielen.

Wenn du allerdings nach so einer Wanderung tagelang Schmerzen hattest, ist das nicht der richtige Sport für dich. Jedenfalls nicht, solange alles andere gleich bleibt (Z.B. Gewicht?). Ja, es kann eine Arthrose begünstigt werden. Ob du schon einen verringerten Gelenkabstand hast, kann eine Röntgenaufnahme ergeben, ob der Knorpel ansonsten schon eine verringerte Dicke aufweist, kann durch MRT-Bildgebung begutachtet werden. Ich würde dir letzteres empfehlen; dann kann der Orthopäde noch genaueres sagen.

Ich wiege 73kg und bin 1,81 groß. Vor knapp 15 Jahren wog ich noch 103kg, habe damals innerhalb von ca 1,5 Jahren durch Diät/Ernährungsumstellung 20kg verloren und vor 2-3 Jahren nochmal 10kg durch Diät/Ernährungsumstellung/Sport reduziert. Damit habe ich kleinere Problemchen wie Rücken-/Nackenverspannungen und leicht erhöhten Blutdruck in den Griff gekriegt, außerdem halte ich ein Schultergelenk-Impingement in Schach.

Ich arbeite im Büro, 40+ Std., und habe zeitweise viel Stress gehabt. Das spielt mit rein...

Früher, auch mit >100kg, hatte ich die Probleme nicht. Da war ich aber auch noch jünger und Stress war weniger. Der Orthopäde sagt allerdings, dass es eine angeborene Fehlstellung ist...

Die nächste Frage wäre, ob man durch spezielle Übungen der Problematik entgegenwirken kann, anstelle von Vermeidung. Vermeidung könnte ja auch ggfls nur die zeitliche Verschiebung von Problemen bedeuten...

0
@Matze76

gut, dass du abgenommen hast.

Zu klären wäre zuerst, ob du in einem präarthrotischen Zustand bist, d.h. dass der Knorpel sichtbar nicht mehr ganz in Ordnung ist, aber selber noch keine Schmerzen verursacht (und das Gelenk ansonsten noch keine Reaktionen auf die Knorpelschwächung zeigt). Falls ja, sind protektiv alle schweren und länger dauernden Belastungen zu vermeiden. Hierbei ist der Schmerz (erst recht, wenn er wie bei dir nach Wanderungen noch über Tage anhält) ein guter Indikator, wann es zu viel war. Als positive Maßnahme ist immer Bewegung zu empfehlen, die keine übermäßige Belastung des Gelenks verursacht, z.B. Radfahren. Liegen Muskeldysbalancen vor, kann auch eine angemessene Muskelstärkung helfen. Das muss aber vorher diagnostiziert sein, sonst könntest du das falsche auftrainieren.

Zum Job: Langes Sitzen (bzw. jegliches langes Verharren in einer Gelenkposition) ist immer kritisch, da hierbei die beiden gegenüberliegenden Knorpelanteile im Gelenk aufeinandergepresst werden und somit keine Gelenkflüssigkeit mehr an diese Stellen kommt. Knorpel wird zum einen durch Überlastung und zum anderen durch dieses "Aushungern" geschädigt. Wenn du also viel sitzen musst, wäre es dringend nötig, so oft wie möglich aufzustehen und das Gelenk zu entlasten und dabei zu bewegen. Z.B. mit abwechselndem Beinschwingen im Stehen: das eine Gelenk wird solange entlastet (die Gelenkanteile werden durch die Schwerkraft auseinandergezogen) und durch die weitgradige Bewegung beim Schwingen wird die Gelenkflüssigkeit bewegt und versorgt wieder alle Knorpelanteile. Das kann im Büroalltag etwas seltsam aussehen, aber es wirkt der Beeinträchtigung durch langes Sitzen entgegen.

Falls die Schmerzen gar nichts mit Knorpeln zu tun haben (z.B. im MRT ist alles top: Gelenkspalt und Knorpeloberfläche, und -dicke sind ok) kann man zwar froh sein, dann wirds aber komplex. Häufig sind es gereizte Sehnenansätze, die Schmerzen verursachen. Das kann man auch im MRT feststellen. Die Maßnahmen hierfür sind sehr unterschiedlich und im Einzelfall vom Arzt zu verordnen. Ich würde in jedem Fall raten, ein MRT machen zu lassen.

(Ein Schulterimpingement ist bei Büroarbeitern typisch. Wichtigste Maßnahme: dauerhaftes Aufrichten der BWS, zweitwichtigste: leichtes Zurückziehen der Schultern.)

0

Hallo, wenn der Körper schmerzt - tagelang - dann möchte er dir was sagen = vermeide Überanstrengungen - alternativ könntest du es mal mit Yoga versuchen. Aber auch hier gilt, sticht oder schmerzt es stark ist es kein Yoga!

Eine liebevolle Mobilisierung könnte deinen Körper unterstützen und bereiter für diese Art von Anstrengung machen.

Wenn nichts passieren kann ausser Schmerzen würde ichs probieren.

Danke für die Einschätzung.

Na ja, Schmerzen sind ja nur eine Begleiterscheinung der Überbelastung, die entsteht weil der Gelenkkopf nicht vollständig trägt... Schlimmstenfalls können Verschleiß oder Arthrose entstehen, sagt das Internet...

0

Was möchtest Du wissen?