Kreatin verlängert das Leben?

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3 Antworten

Hallo Schmitz6 und alle Interessierten,

da immer wieder Fragen zu Creatin gestellt werden, hab ich meine Bücher durchforstet und Studien gelesen, um endlich mal eine Antwort dazu geben zu können:

Was ist Creatin: Creatin wird im Körper aus den drei Aminosäuren Glycin, Methionin und Arginin in versch. Organen synthetisiert. Dazu gehören u.a. Nieren, Leber und die Bauchspeicheldrüse. Der Gesamtcreatingehalt im Körper beträgt ca. 120g. Davon sind 95% in der Skelettmuskulatur gespeichert, vorallem in den schnellen, weissen Muskelfasern ( Typ II-Fasern). Der tägl. Bedarf liegt bei ca. 2g, bei gemischter Ernährung wird etwa 1g mit der Nahrung aufgenomen (haupts. Fleisch 1,4-2,3g/100g und Fisch mit 3-4,5g/100g) der Rest wird vom Körper synthetisiert.

Nachgewiesene Wirkungen: Verbesserung der Maximalkraft, der Explosionskraft, verbesserte Leistung bei wiederholten maximalen Krafteinsätzen, bei Sprints, bei hochintensiver Belastung zwischen 1,5-5 Minuten, einer Erhöhung der anaeroben Schwelle und der Arbeitskapazität. Gerade Schnellkraftsportler, wie z.B. Sprinter berichten oft von einer merklichen Tonussteigerung der Muskulatur.

Gesundheitlich positive Wirkung: Mögliche Verbesserung der Blutfettwerte bei Creatineinnahme. Sowohl bei Patienten mit pathologisch erhöhten Werten, als auch bei Sportlern mit normalen Blutfettwerten nachgewiesen.

Wer profitiert: Vorallem Kraft- und Schnellsportler. Ausdauersportler haben wegen der Gewichtszunahme meist keinen Vorteil von der Einnahme.

Wirkunsmechanismus: Der eigentliche Wirkungsmechanismus ist noch nicht bis in alle Details geklärt. Die Wassereinlagerung in die Zelle, die Creatin verursacht, führt zu einem günstigeren Milieu für Aufbauprozesse. Zusätzlich ermöglicht der Kraftzuwachs unter Creatineinnahme ein effektiveres Training mit stärkeren Wachstumsreizen.

Nebenwirkungen: Von Schäden an den inneren Organen (Leber, Niere) wurden bisher nicht berichtet. Wichtig zu wissen ist, dass eine Supplementation mit Creatin zu einem Anstieg der Creatinwerte im Blut führen kann. Kreatinin ist ein Marker für die Nierenfunktion und dies sollte bei einer Blutuntersuchung berücksichtigt werden, bzw. sollte der zu behandelnde Arzt darüber informiert werden, damit es nicht zu einer Fehldiagnose (Niereninsuffizienz). Bei Schnellkraftsportlern kann es zu einer verstärkten Krampfneigung kommen. Hierbei kann eine leistungsmindernde Störung der Koordination auftreten oder eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit. (Bei Kraftsportlern tritt diese Problematik erstaunlicherweise nicht auf, acuh bei höherer Dosierung). Relativ häufig berichten Aportler über Magen-Darm-Störungen. Es können auch leichter Durchfall, Bauchschmerzen, Vollegefühl und Appetitlosigkeit auftreten.

Langzeitstudie: Creatin wurde über einen Zeiträume von bis zu 5 Jahren eingenommen ohne dass eine Nierenschädigungen festgestellt werden konnten.

Ich hoffe, ihr könnt etwas damit anfangen, ob der Eine oder Andere Creatin nehmen will, das bleibt ihm selbst überlassen. Liebe Grüße an alle!

ja, du hast Recht. In der Novemberausgabe der Men's Heath ist ein Artikel darüber. Da wird gesagt, dass Versuche der Münchner Uni an Mäusen vermuten lassen, dass es auch das Leben verlängert.

Creatin ist erst seit 1992 auf dem Markt,Langzeitwirkungen liegen noch nicht vor,u.a. bei Ärztezeitung.de finden sich sehr bedenkliche Nachteile einer Einnahme,der Muskelaufbau wird schon genug gefördert macht euch doch mal frei von diesem krankhaften Suchen nach Präperaten, werdet kritische und mündige Sportler;seit Contergan müsstet ihr doch Versuchen an Mäusen kritisch gegenüber stehen!!!!!!

...denn sonst würde es ja bedeuten, dass Männer Mäuse sind...

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@Galtvyeh

das sind schon so Muskelmäuschen, die glauben alle Governeur werden zu können oder 120jährige gesunde Bodybuilder, dabei hören die alle ganz schnell auf zu trainieren!

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