Kreatin und seine wirkungen

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Creatin basiert auf der Wassereinlagerung in den Muskelfasern. Das bedeutet das Creatin Wasser zieht und sich dadurch der Muskelquerschnitt erhöht. Ein erhöhter Muskelquerschnitt bedeutet mehr Kraft und mehr Kraft verhilft zu einer Erhöhung der Muskelmasse. Das zur Wirkweise von Creatin.Creatin ist ein Wirkstoff der nichts fremdes für den Körper darstellet. Du nimmst Creatin über die normale Nahrung auf ( vorrangig rotes Fleisch ) und der Körper speichert Creatin. Die Supplemente liegen allerdings um einiges höher in der Aufnahme was dann bei empfindlichen Menschen zu Magen- Darmproblemen führen kann. Um die Wirkung des Creatins auch bewerkstelligen zu können muß während der EInnahmezeit die Flüssigkeistzufuhr erhöht werden, denn ohne Flüssigkeit kann das Creatin keine Wasser in der Muskulatur einlagern. Setzt du das Creatin ab geht die Wassereinlagerung auch wieder zurück und wenn du in der Creatinphase keine reine Muskelmasse aufbauen konntest war die Kur umsonst. Creatin würde ich allerdings nur im Fortgeschrittenem Stadium empfehlen, wenn das genetische Potential weit gehend ausgereizt wurde. Wenn du dich noch im Anfangsstadium befindest dann trainiere hart und ernähre dich ausgewogen und Eiweißreich. Das reicht erstmal um gute Erfolge zu erzielen.

Ohh, jetzt hab ich dich in paar Dingen wiederholt, ich sollte nächstes mal die anderen Antworten lesen, dann hätte ich mir das sparen können ;-)

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Das bedeutet das Creatin Wasser zieht und sich dadurch der Muskelquerschnitt erhöht. Ein erhöhter Muskelquerschnitt bedeutet mehr Kraft...>> Äußerst irreführend und fachlich FALSCH! Ein durch bloße Wassereinlagerung erhöhter Querschnitt des Muskels bedeutet absolut NICHT mehr Kraft! Nur ein erhöhter „physiologischer Muskelquerschnitt“ (was das in Sportmedizin und Trainingslehre ist, sollte man sich ansehen, bevor man darüber redet), der durch Anlagerung vermehrter paralleler Myofilamente verursacht wurde, bedeutet mehr Kraft! Dies erfolgt aber nicht allein durch Kreatinaufnahme und auch nicht allein durch Wassereinlagerung in den Muskel, sondern durch erhöhtes Krafttraining. Erhöhtes Kreatin im Muskel hat als primären Effekt allein die Verbesserung der Energiebereitstellung aus den Muskelphosphaten (ATP und KP) zur Folge und damit eine Verbesserung der anaeroben alactaziden und lactaziden Leistungsfähigkeit (d.h. der Muskel kann sein verfügbares Kraftpotential ohne Sauerstoffverbrauch über eine längere Zeitspanne freisetzen). Die mit der Erhöhung des Kreatingehaltes des Muskels verbundene Wassereinlagerung ist lediglich eine Nebenerscheinung und hat absolut keinen Einfluss auf die Höhe der erzeugten Muskelkraft. Erst sekundär vermag erhöhtes Kreatin auf dem Weg über eine intensivere Kraftbelastung im Training zu einem Dickenwachstum der Muskelfasern (= Anlagerung paralleler Myofilamente = Vergrößerung des physiologischen Querschnittes) und somit zu einer Zunahme der Maximalkraft führen.

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@wiprodo

Nun brauch der Fragesteller ein Glossar um die Fachwörter auf die Reihe zu kriegen und auch Abbildungen für das Verständnis. Dazu habe ich Wiprodo geschrieben, warum ich das nicht so exakt fachlich Zusammenfassen würde, sondern etwas vereinfacht für das Verständnis.

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@Professor
  1. Es ist doch wohl leicht zu erkennen, dass mein Kommentar nicht an den Fragesteller, sondern an den Ratgeber adressiert ist, der als Experte mit solchen Begriffen und den zugehörigen fachlichen Zusammenhängen umzugehen wissen sollte.
  2. Wer als Ratgeber den Zusammenhang von Muskelquerschnitt und Kontraktionskraft anspricht, sollte wissen, wovon er redet oder schweigen.
  3. Ich habe in meinem Kommentar überall, wo es möglich ist, die Zusammenhänge auch allgemeinverständlich (zum Teil in Klammern) wiedergegeben bzw. die Facherklärung in Klammern gesetzt.
  4. Wer in einer komplizierten Materie mitreden will, sollte auch die dort üblichen Grundbegriffe beherrschen.
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@wiprodo

Ich sags ja immer wiprodo: Haarspalterei ist dein Metier! Fühlst du dich jetzt besser?

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@badboybike

Es ist absolut keine Haarspalterei, ob man glaubt oder glauben machen will, Wasser im Muskel würde für mehr Kraft sorgen anstelle von Myofilamenten, für die es leider keinen allgemeinverständlichen Ausdruck gibt . Sonst hätte ich ihn benutzt! In der Tat fühle ich mich äußerst besch..., wenn ein Ratgeber so etwas von sich gibt!

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Was auch noch wichtig zu beachten ist; Kreatin hat Nebenwirkungen wie einen erhöhten Muskeltonus auch in Ruhe und es kommt dadurch auch zu"Verspannungen". Das merkt man beim Laufen, die Beine fühlen sich schwer an. Eine Dauerzufuhr von Kreatinpulver führt auch zu einer schlechteren Atmung, der Herzmuskel scheint da auch betroffen zu sein. Deshalb hat man schon die Möglichkeit erwogen, Kreatinzufuhren in hoher Dosis auf die Dopingliste zu setzen(wenn es nicht schon passiert ist?). Besser ist es, Kreatin über den natürlichen Ernährungskreislauf einzuschleussen. Wie die Kollegen schreiben, in Fleisch findet sich Kreatin. Ein Anfänger braucht überhaupt keine Pulverchen.

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