Kraulschwimmen, Beinschere

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Du hast 2 Möglichkeiten:
- kein Beintempo und die Beine nur locker mitschwingen zu lassen, am besten mit einer 4er Atmung.
- sehr starkes Beintempo und nur leichtes Armtempo dazu und daher konzentrierst Du Dich auch auf das Beintempo während dem Einatmen, da wird eine 4er Atmung nur für kurze Strecken möglich sein.

Durch das Schwingen lassen der Beine wird sich im Laufe der Zeit das Gefühl für den Wasserdruck und wie dieser für den Vortrieb genutzt werden kann verbessern, Du mußt das natürlichen Schwingen lassen nur noch etwas verstärken. Du konzentrierst Dich dabei auch mehr auf die Wasserlage und das Gleiten, es ist nicht so anstrengend und kann daher auch am Ende eines Trainings geübt werden.
Das starke Beintempo bringt nur etwas, wenn Dein Beintempo bereits regelmäßig bzw. gleichmäßig ist - die Bewegungstechnik sollte passen, kein treten oder seitliches kicken.

Alternativen bzw. Varianten dazu sind mit unterschiedlichen Flossen oder auch mit einen Frontschnorchel, damit das Beintempo nicht automatisch eine Pause macht bei jedem rechten oder linken Armzug (je nachdem wo Du einatmest).
3er Atmung hat bei meinen Schülern selten geholfen, besser war direkt auf der schlechteren Seite zu atmen (4er Atmung bevorzugt) und diese neu zu erlernen.

Ach ja nur zum Ausprobieren: diese Stillhaltephase wirst Du sehr wahrscheinlich auch beim Brustschwimmen während dem Einatmen haben. Achte einmal beim Brustschwimmen auf deine Körperhaltung und Arm- bzw. Beinbewegung, ob diese sich genau zum Einatmen noch weiter bewegt oder wie bei den meisten Hobbyschwimmern erst danach weiter geht.
Daran erkennst Du, dass es nicht nur eine koordinative Angelegenheit ist, aber auch nicht so einfach durch den Kopf zu lösen, man muss die Bewegung trainieren (am leichtesten ohne Einatmen, aber mit der richtigen Bewegung und Kopf auch über Wasser) um dieses instinktive Innehalten zu bewältigen.

Beim Kraul kann auch noch eine falsche Technik (das Hochheben vom Kopf) dazu kommen. Je vertrauter Du mit der Bewegung und dem Gleiten bist, umso besser sind deine Chancen diesen Fehler weg trainieren zu können, wobei ich mit den beiden oben beschriebenen Methoden arbeite, eine ständige Kontrolle und Rückmeldung ist aber meist notwendig.

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Möglichkeit 1 scheidet aus, weil ich dann absaufe; meine Beinarbeit ist 'ne Katastrophe und eher symbolischer Natur. Ich sollte wohl mal mit 'nem Brett üben.

Möglichkeit 2 werde ich jedenfalls mal ausprobieren. Da kann ich auch meine 3er-Atmung beibehalten. Mit der bin ich nämlich sehr zufrieden. Nur ausnahmsweise, wenn ich entspannt mit sehr langer Gleitphase schwimme (dafür etwas langsamer), komme ich mit dem 4er-Rhythmus klar.

Noch 'ne andere Frage: Ist es besser, kurz vor dem Einatmen ruckartig auszuatmen oder konstant zwischen zwei Atemzügen auszuatmen? Ersteres fällt mir leichter, ich habe aber mehrfach gehört, dass letzteres (warum?) besser sei.

Besten Dank!

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@jack03

Sorry, meine Antwort eben war Mist (lies sich aber nicht mehr korrigieren): Besten Dank erstmal für Deine Hinweise.

Ich werde Möglichkeit 1 ausprobieren, weil ich sonst absaufe. Mit langer Gleitphase klappt dann auch der 4er-Rhythmus prima.

Zu Deinem zweiten Beitrag: Mein Bruststil ist (nach Aussage von Schwimmern) wohl ziemlich gut. Einatmen geht irgendwie automatisch. Gleitphase ist super, eher manchmal zu lang. Bei der Kraulatmung ist mein Kopf ziemlich waagerecht, manchmal vielleicht etwas weit zur Seite gedreht aber nie etwas angehoben.

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@jack03

Sinken deine Beine auch gleich nach dem Abstossen ab?
Natürlich sinken sie ab, wenn man keine Geschwindigkeit hat, aber solange Du vorwärts kommst, hilft Dir der Wasserdruck die Beine bei einem entspannten Körper oben zu halten. Also können die Beine auch beim Kraulschwimmen oben bleiben, solange Du eine relativ korrekte und entspannte Haltung beim Oberkörper hast. Außerdem kannst Du die Haltung durch das Streck- und Eintauchverhalten vom Arm beeinflussen. Das sollst Du aber nicht mit Brett üben, weil da oft ein Hohlkreuz entsteht oder Du Dich auf dem Brett aufstützt.

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