Krafttraining und Blutdruck / Blutdruckbeschwerden

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5 Antworten

Nun, da gibt es wirklich etliche Meinungen zu. Gerade in der Wissenschaft liest man immer wieder andere Thesen. Grundsätzlich ist der Bluhochdruck erstmal zu klassifizieren, denn Bluthochdruck ist nicht gleich Bluthochdruck. So ist es ein Unterschied ob eine leichte Hypertonie mit Werten zwischen 140 -160 vorliegt, oder ob man unter einer starken Hypertonie mit Werten um die 200 oder gar drüber leidet. Demnach richtet sich nicht nur die Medikation sondern auch die Belastbarkeit. Nach den heutigen mir bekannten Kenntnissen wirkt sich ein angepaßtes Krafttraining auch günstig auf den Blutdruck aus. Ich selber bin auch in einer medikamentösen Blutdrucktherapie und betreibe neben den Radsport etwas Kraftsport. Hier trainiere ich durchaus auch im Hypertoniebereich mit 6-10 Wdhlg. Pressatmungen sind generell ungünstig da hier ein starker Druck auf den Arterien vorherrscht was gerade für die feinen Gefässe im Hirn problematisch werden kann. vDies sollte man auf jeden fall vermeiden. Letztlich muß man dies individuell sehen und dementsprechend trainieren. Was die Belastungsgrenze betrifft so muß dies dann mit dem Arzt abgestimmt werden. Da kann man jetzt keine pauschale Aussage oder Freigabe geben.

Und Du glaubst, ein Arzt wird das sagen können:-)?

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@Holginho

Nun, der Arzt bzw. Cardiologe ist der Fachmann in Punkto Herz-Kreislauf: Er kann über ein Belastungs EKG und der damit verbundenen Blutdruckmessung feststellen wie schnell dein Blutdruck unter Last ansteigt: Wenn er das nicht einstufen / bewerten kann, wer sollte das dann können ???

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@Holginho

Es geht um grundsätzliche Fragen, weniger um die genaue Belastungsgrenze bei bestimmten Werten....

Das kann ein Cardiologe sicherlich bestimmen, aber ob z.B. tatsächlich begründet ist, Pressatmung zu vermeiden, weil der Rückfluß hohe Spitzen verursacht, das kann er nich sagen!

Warum?

Weil sich die Erkenntnisse da teilweise völlig widersprechen. Die Ärzte lernen auch nur ein aktuelles Modell und häufig ist das noch völlig veraltet....

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@Holginho

Dasselbe gilt übrigens auch für Hirninnengefäße - die sind, laut Meinung mancher, überhaupt nicht durch Pressatmung betroffen. Erhöhter Druck besteht erstmal in der Peripherie, das Drucksystem imk Gehirn ist gut geschützt.-)

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statische übungen bzw. übungen mit isometrischer muskelkontraktion sind bei hypertonie gar nicht gut geeignet, da hier der blutdruck stark ansteigt in den gefäßen bzw. im vergleich zu den anderen formen der muskelkontraktion am stärksten ausgeprägt ist.

kann man auch selber testen^^ wenn man einige liegestütze oder klimmzüge macht, ist es zwar anstrengend, aber man verspürt keine so starke innere "spannung" wenn man z.b. einen flag man machen möchte, oder andere übungen bei den man sich nur armen in bestimmten position hält. (z.b. liegestützte position halten ohne dass die beine den boden berühren-ja das geht! :D). die körperspannung die man dazu haben mussist sehr hoch, dementsprechen steigt der blutdruck in der arbeitenden muskulatur.

Pressatmung sollte man aufgrund des Blutdruckanstiegs auf jeden Fall vermeiden. Ansonsten wird Krafttraining - ggf. in entsprechend angepasster Form - gerade bei Metabolischem Syndrom, zu dem ja auch Bluthochdruck gehört, ausdrücklich empfohlen.

Daneben solltest du systematisch ein Ausdauertraining besonders Laufen betreiben. Damit lässt sich ein moderater Bluthochdruck oft so korrigieren, dass eine medikamentöse Behandlung sogar vermieden wird.

Kraftausdauertraining senkt den Bluthochdruck ohne Pressatmung mit Medikamenten und ärztlicher Kontrolle. Statische Übungen sind bei Bluthochdruck möglichst zu vermeiden. Pressatmung bei Maximalkraftversuchen oft nötig und nicht unbedingt schädlich bei gesunden Sportlern. Man kann das aber trainieren, dass das nur kurz auftritt und dann ausgeatmet wird, wenn es zum Ende der konzentrischen Belastungsphase geht. Bei Submaximalen Belastungen unnötig und steuerbar. Auf Dauer führt Pressatmung bei normalen Trainingsbelastungen zu Veränderungen des Blutdrucks und Gefäßen, die unnötig hervorgerufen werden. Statische Übungen mit 100% Intensität und mehr als 30 Sekunden Dauer der Anspannung, führen zur Minderung der Durchblutung in den Gefässen und sind somit schädlich. Empfehlenswert, wenn überhaupt statisches Training angewandt wird, sind 10 Sekunden bei normaler Atmung.

Meine Meinung (1001.)
Möglichst gar keine Pressatmung.

Grund:
Muskeln brauchen Sauerstoff zum arbeiten, genauso, wie das Hirn.

Ist erstmal so hingenommen:-)

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Ach, so ein kleines Valsalva-Manöver bei Kniebeugen mit 120kg+ auf der Stange ist schon ganz sinnvoll, das würde ich nicht missen wollen :D

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